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Cleantech bei den Eidgenossen: Wirtschaftsverband swisscleantech gegründet

12/12/2009 15:16 0 Kommentare

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Schweizer Unternehmen galten bislang nicht unbedingt als Vorreiter in Sachen Cleantech. Während es starke Cleantech-Branchen in Skandinavien (Beispiel Finnland, aber auch Dänemark) gibt oder Deutschland seit Jahren als Vorreiter bei den Umwelttechnologien galt, waren die Schweizer eher stumm in Sachen Cleantech – oder zumindest nicht vernehmbar öffentlich präsent. Bezeichnend war bislang, dass eine Schweizer Beteiligungsgesellschaft wie die Mountain Cleantech AG vorwiegend in deutsche Ingenieursleistung investierte.

swisscleantech

Dies könnte nun anders werden: Immerhin 70 (!) nachhaltige Schweizer Unternehmen haben sich Mitte Dezember zum Wirtschaftsverband “swisscleantech” zusammengeschlossen und gleichzeitig eine entsprechende Wirtschaftsgruppe im Parlament gegründet. 70 Schweizer Cleantech-Unternehmen ist nicht ganz richtig – auch einige Firmen aus Liechtenstein beteiligen sich an der Verbandsgründung.

Ziel des Wirtschaftsverbandes swisscleantech ist es, die Kräfte der schweizerischen Cleantech Unternehmen zu bündeln, die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und sich für gute Rahmenbedingungen für Cleantech Unternehmen auf politischer Ebene einzusetzen. So forderte die parlamentarische Gruppe Cleantech die Politik in einem offenen Brief zur Verbandsgründung dazu auf, sich für einen freien Wettbewerb in einem klar definierten sozialen und ökologischen Regelwerk einzusetzen.

Nick Beglinger swisscleantechDer Verband wird künftig auch seine Mitglieder untereinander vernetzen, politische und wissenschaftliche Positionen erarbeiten sowie gezielte, regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Cleantech betreiben. Erster Präsident des Verbandes ist der Züricher Unternehmer Nick Beglinger, der Miteigentümer der Planungsfirma Maxmakers ist und die Schweizer Stiftung Foundation for Global Sustainability (FFGS) leitet. Hauptsitz ist in Bern.

Zu den Gründungsmitgliedern gehören Unternehmen jeglicher Größe aus vielen Branchen:

  • Maschinenindustrie
  • Bauindustrie
  • Hersteller von Konsumprodukten
  • Eneuerbare Energien
  • Mobilität
  • Beratungs-Dienstleister
  • Banken
  • Versicherungen
  • Medienhäuser
  • IT-Firmen

Einige Bereiche repräsentieren u.a. Emerald Technology Ventures, Ringier oder Pavatex.

Der Verband definiert Cleantech als branchenübergreifende Qualitätsbezeichnung, die sowohl Produkte, Dienstleistungen und Prozesse betrifft. Cleantech Unternehmen orientieren sich demnach an den Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung, sind ressourceneffizient und sozial nachhaltig. Nach der Auffassung von swisscleantech müssen Staat und Wirtschaft in Partnerschaft den Herausforderungen von Ökologie und Ökonomie begegnen. In der Schweiz gibt es eine schnell wachsende Zahl von Unternehmen aus allen Branchen, welche ihre Geschäftstätigkeit auf diese Grundsätze ausrichten, die Schweiz als Vorreiterin im Bereich Klima- und Ressourcenpolitik sehen möchten und sich so für eine gezielte und strategische Positionierung der Schweizer Wirtschaft als internationale Cleantech-Leaderin einsetzen.

Die Verbandsgründung in der Schweiz zeigt, mit welcher Konsequenz nun versucht wird, Cleantech als wichtigste Zukunftsbranche in der Schweiz zu etablieren. swisscleantech wird dafür einen gewichtigen Beitrag leisten. Weitere Informationen auf der Homepage von swisscleantech.

Vielleicht gibt es ja auch irgendwann einen vergleichbaren Interessenverband in Deutschland – germancleantech zum Beispiel?

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