Rückblende: Symposium Smart Grids & Elektromobilität in München

Vertreter von Siemens, BMW, Audi und DHL am Tisch im SiemensForum

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Vertreter von Audi, SIemens, BMW und Co. diskutierten über Smart Grids & Elektromobilität„Smart Grids & Elektromobilität“ – so lautete der Titel eines Symposiums, das kürzlich in Zusammenarbeit mit Siemens und mit der Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie bei der Bayern Innovativ GmbH stattfand. Hochrangige Vertreter der Industrie, Politik, Wissenschaft und insgesamt 250 Experten folgten der Einladung ins SiemensForum in München. Ziel des Symposiums war es, Kooperationen aller Akteure im Bereich Smart Grids und Elektromobilität zu initiieren.

Symposium: Audi, BMW und DHL dabei

[wp_campaign_2]Prof. Dr. Gernot Spiegelberg, Vice President Corporate Technology, Siemens AG, übernahm die Moderation der Präsentationen. Die Siemens AG hat eine eigenes Web-Portal zur Elektromobilität aufgebaut und stellt dort als Pionier für Elektromobilität innovative Ansätze rund um Elektroautos vor. Diese wurden unter anderem gehalten von Franciscus van Meel, Leiter Elektromobilitätsstrategie, Audi AG, Ulrich Kranz, Leiter Project i, BMW Group in München, Prof. Dr. Leo Lorenz, Senior Principal Neue Technologien, Infineon Technologies und Steffen Frankenberg, VP, DHL Deutsche Post, DHL Solutions & Innovations. Präsentiert wurden Innovationsfelder wie Fahrzeugkonzepte, Mega Cities, die Vernetzung von Kompetenzen, Strategien und eine Zukunftsvision im Zeichen der Mobilität.

E.ON: Herausforderungen und Chancen für Netzbetreiber

Dr. Egon Westphal, Mitglied der Geschäftsleitung der E.ON AG, referierte über Herausforderungen und Chancen für die Netzbetreiber. Er betonte, dass die Netze eine entscheidende Rolle für die Realisierung einer flächendeckenden Elektromobilität einnehmen. Seiner Ansicht nach erfordert die notwendige Ladeinfrastruktur ein gut ausgebautes intelligentes Stromnetz. Auf die Frage, welche Geschäftsmodelle die Energieversorger mit Smart Grids und Elektromobilität verbinden, gestand Westphal ein, dass dieser Punkt noch nicht vollständig geklärt sei. Laut Westphal sehen sich die Energieversorger aber in der Pflicht, an den Themen Smart Grid und Elektromobilität mitzuarbeiten, da sie an der Entwicklung der Strategien und neuer Geschäftsfelder beteiligt sein müssen.

Ladeinfrastruktur über Micro-Grids

Dr. Richard Hausmann, als CEO für den Bereich Smart Grid Applications bei Siemens verantwortlich, präsentierte den heutigen Stand intelligenter Stromnetze mit einem Ausblick auf künftige Entwicklungen. Hausmann glaubt an das Konzept der Micro-Grids und die Einspeisung über Solarenergie. Wichtig ist seiner Ansicht nach die Realisierung einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur, die über Micro-Grids möglich ist. Auch Hausmann bestätigte, dass es in der ganzen Diskussion um Smart Grids noch an darstellbaren Geschäftsmodellen fehle. Auch der Nutzen von Smart Grids für den Verbraucher sei noch nicht vollständig herausgearbeitet. In den USA, wo es bereits laufende Geschäftsmodelle gibt, ist man laut Hausmann schon weiter.

[wp_campaign_1]Jean-Philippe Faure, der Sprecher der Standards Association des weltgrößten Verbandes für Elektronik und Informatik, IEEE-SA, ist überzeugt, dass Smart Grids, die auf Standards wie IEEE-SA 1901 basieren, neue Möglichkeiten eröffnen, über Breitbandnetzwerke Dienste wie Services für Energiemanagement, Fernwartung, Remote Security sowie eine intelligente Vernetzung elektronischer Geräte in Smart Homes – die eine Steuerung und Kontrolle über ein Smartphone erlauben – anzubieten und vieles mehr ermöglichen. Seitens der Industrie muss dazu noch einiges getan und vor allem an gemeinsamen Standards gearbeitet werden.

Auto: Evolution als Transportmittel

Auch wenn die verschiedenen Industrien noch zusammenfinden müssen, wecken Ziele wie 1 Million Elektroautos bis 2020 Erwartungen mit Aussichten auf neue Märkte. Auch in der futuristischen Zukunftsvision von Jürgen Mayer, J. Mayer H. Architekten, war dies spürbar. In Mayers Welt erfährt das Auto eine Evolution in der es vom Transportmittel zu einem interaktiven Erlebnisraum mit mannigfaltigen Kommunikations- und Unterhaltungsmöglichkeiten mutiert. In seiner Vision treffen die Industrien Transport, Unterhaltung, Energie und Kommunikation in einer multimedialen Welt zusammen.

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