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Die Summen klingen astronomisch, aber sie sind Realität: Das Startup Better Place hat eine weitere Finanzierungsrunde in Höhe von 350 Millionen Dollar erfolgreich abgeschlossen. Damit steigt der Marktwert des Unternehmens auf satte 1,25 Milliarden Dollar – Better Place hat nun ca. 700 Millionen Dollar Funding eingesammelt.
Das Cleantech Unternehmen, das vom Ex-SAPler Shai Agassi gegründet und geleitet wird, will eine Infrastruktur mit Batteriewechselstationen aufbauen und hat in einigen Ländern wie Dänemark oder Israel Erfolge vorzuweisen.
Bei den Investitionen in Better Place handelt es sich nicht nur nach Einschätzung von Greenbeat um eines der größten Investments in der Cleantech Branche überhaupt.
Anführer der neuerlichen Finanzierungsrunde ist die HSBC Group, die u.a. Morgan Stanley Investment Management und Lazard Asset Management im Schlepptau hat. Diese neuen Investoren werden die existierende A-Runde verstärken, ander u.a. Israel Corp., VantagePointe Venture Partners oder Maniv Energy Capital beteiligt waren. HSBC wird schätzungsweise 10 Prozent der Anteile an Better Place übernehmen und seinen Head of Global Capital Financing, Kevin Adeson, ins Board of Directors entsenden.
HSBC soll nun einen Beitrag dazu leisten, um die Skalierung des Better Place Infrastruktur-Konzeptes vor allem in Europa, China und anderen Ländern voranzutreiben. 2011 wird es auf jeden Fall Ernst für Better Place: Dann wird Partner Renault seine Elektroautos in Dänemark und Israel auf die Straße bringen – und die Infrastruktur zum schnellen wechseln der Batterien von Better Place nutzen. Den ganzen Beitrag lesen »
Während in Deutschland kommende Woche mit dem LUIS free das erste reine Elektroauto präsentiert wird und es insgesamt beim Aufbau einer Infrastruktur mit Elektrotankstellen, zumindest in einigen wenigen Modellregionen für Elektromobilität voran geht, scheint das Projekt von Ex-SAP-Mann Shai Agassi auf einem guten Weg zu sein, seine Idee einer Infrastruktur aus Batteriewechsel-Stationen in die Tat umzusetzen. Jetzt wurde Better Place von der japanischen Regierung beauftragt, ein PIlotprojekt für elektrisch angetriebene Taxen mit Batteriewechselkonzept zu starten.
Dabei arbeitet Better Place mit dem größten Taxi-Unternehmen Tokios zusammen. Geplant ist der Einsatz elektrisch betriebener Taxis mit auswechselbarer Batterie ab Januar 2010. Die Vergabe des Projektes erfolgte durch das japanische Wirtschafts- und Handelsministerium. Seit Mai 2009 ist in Japan die erste Batteriewechselstation für Elektroautos im Einsatz.
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Es ist ein Wettlauf der Systeme: Während Ex-SAP-Mann Shai Agassi mit seinem Projekt Better Place auf das Auswechseln der Batterien in Minutenschnelle setzt und damit um die Welt zieht, haben sich die europäischen Strom- und Autokonzerne auf einheitliche Stecker für Elektroautos geeinigt – offensichtlich ohne sich darüber mit Shai Agassi abzustimmen. Andere Visionäre wie der Erfinder German Gresser träum(t)en von elektromagnetischen Feldern zur Aufladung der Elektroautos während der Fahrt. Diese Variante scheint aber derzeit nicht sonderlich realistisch zu sein, würde der Aufbau einer flächendeckenden Versorgung doch enorm teuer und langwierig werden.
Jetzt sorgt ein anderes Unternehmen für Furore, das den Ansatz von Shai Agassi mindestens ergänzen, wenn nicht sogar ersetzen könnte: Coulomb Technologies kommt jetzt nach und nach in Europa in die ersten Städte und baut sukzessive eine Infrastruktur ihrer ChargePoints auf. Sind diese ChargePoints eine Chance für ein rasches Umswitchen auf Elektromobilität? Fakt ist, das es Coulomb Technologies über den deutsch-niederländischen Partner 365 Energy Group binnen weniger Tage gelungen ist, zwei europäische Pilotprojekte in Gang zu bringen.
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Geschrieben von MartinJ, 3. Jun 2009, Rubrik: Verkehr, 1 Kommentar
Cleantech Global 100 (Cleantech Group)
The Guardian und die Cleantech Group suchen wieder die Cleantech Global 100, eine Liste der 100 interessantesten, privat gehaltenen Unternehmen aus dem Cleantech Sektor weltweit. Noch bis Ende des Monats Juni können Vorschläge eingereicht werden. Wichtige Kriterien für die spätere Auswahl der Top 100 sind:
- Innovation: Problem being solved, uniqueness, sustainability of advantage, etc.
- Market: Accessibility, size, growth dynamics, barriers to entry, etc.
- Ability to Execute: Finances, team competencies, connections and networks, etc.
Seien wir gespannt, ob sich und wenn ja wie viele deutsche Unternehmen es diesmal auf die Cleantech Global 100 schaffen werden.
Sustainability Awards (Reuters)
Dell, Procter & Gamble, Hewlett-Packard, Better Place und Tririga sind mit den AMR Research Leadership Awards 2009 ausgezeichnet worden. Ausgezeichnet wird dabei die Führungsrolle in Bezug auf Umweltfreundlichkeit und sozialer Verantwortung (Corporate Social Responsibility). Ausschlaggebend für die Auswahl der Gewinner unter ca. 50 Unternehmen, deren Verhalten untersucht wurde, waren die Kategorien Ökologische und soziale Verantwortung, Innovationen in der Supplay Chain, nachhaltige Führung sowie Nachhaltigkeit und Innovation.
Plug-In-Hybrid mit Dieselmotor (Motorzeitung)
Die beiden schwedischen Unternehmen Vattenfall und Volvo arbeiten in Sachen Elektromobilität strategisch zusammen. Die beiden Konzerne gründeten ein Joint Venture, um 2012 ein Plug-In-Hybridfahrzeug mit Diesel-Motor auf den Markt bringen zu können. Die beiden Unternehmen arbeiten bereits seit Anfang 2007 auf Entwicklungsbasis zusammen – anscheinend trugen diese gemeinsamen Forschungen nun erste Früchte und der Weg zu einem ersten, gemeinsamen Fahrzeug ist nicht mehr weit. Wie es aussieht, wird 2012 das entscheidende Jahr für Elektromobilität werden – auch der Opel Ampera und einige weitere Elektro- oder Hybridfahrzeuge sind angekündigt.
Global Energy Awards 2009 (Platts)
Ab sofort nimmt Platts, führender Anbieter von Energie-Informationen und ein Geschäftsbereich von McGrar-Holl Comanies, Nominierungen für die 11. jährlichen Platts Global Energy Awards entgegen. Zu den insgesamt 18 Leistungskategorien gehören diesmal auch die eher grünen Bereiche “grüne Energieinitiative des Jahres“, “Energieeffizienz-Programm des Jahres“, “Transaktion des Jahres” und “Energieproduzent des Jahres“. Der Preis wird bereits seit 10 Jahren verliehen und gilt als einer der wichtigsten Preise in der internationalen Energiewirtschaft.
Better Place (Cleantech Israel, Cleanthinking.de)
Jedes neue Gebäude, das in der drittgrößten israelischen Stadt Haifa neu gebaut wird, muss über Infrastruktur verfügen, die Akkus von Elektroautos aufladen kann. Dies geht aus einem Memorandum hervor, dass Better Place und die Stadt Haifa jetzt abgeschlossen haben. Außerdem wird es eine dreijährige Pilotstudie mit Haifa geben, die die Alltagstauglichkeit der Elektoautos testen soll. Dazu darf Better Place eine Infrastruktur aus Austauschstationen und Aufladestationen in der ganzen Stadt errichten.
Empire State Building (Yachtchartersmagazine)
Den Energieverbrauch um bis zu 38 Prozent zu reduzieren und damit 4,4 Millionen US-Dollar an jährlichen Energiekosten einsparen: Das ist das heere Ziel, das die Organisationen mit der Gebäudesanierung des Empire State Buildings verfolgen. Beteiligt sind u.a. führende Umweltberatungsfirmen, gemeinnützige Organisationen sowie Design- und Bauunternehmen. Das 500 Millionen US-Dollar teure Programm soll für ähnliche Projekte weltweit reproduzierbar werden. Die Arbeiten, die bereits begonnen haben, sollen bis 2010 bzw. 2013 abgeschlossen sein.
Zusammen mit anderen Massnahmen, die für das Recycling von Abfällen und Bauschutt, für die Verwendung von Recyclingmaterialien sowie umweltfreundlicher Reinigungs- und Schädlingsbekämpfungsprodukte ergriffen wurden, wird das für das Empire State Building erstellte Modell die Reduzierung des Energieverbrauchs und der Umweltbelastung merklich beschleunigen und einen umweltverträglicheren Betrieb ermöglichen – während es zugleich die Wirtschaftlichkeit und den Komfort der Mieter verbessert. Das ist ein echtes Programm, das in Echtzeit stattfindet und wirklich umweltfreundliche Arbeitsplätze schafft.
Folgende Maßnahmen werden vorgenommen: Sanierung der Fenster, Modernisierung der Heizungsisolierung, Beleichtung der Miteflächen, Tagesbelichtung und Modernisierung der Steckdosen, Austausch der Luftversorgungseinheiten, Sanierung der Kühlaggregate, Aufrüstung des Steuerungssystems für das gesamte Gebäude, Aufrüstung der Lüftungssteuerung und Einführungt individualisierter und webgestützter Energieverbrauchssysteme für jeden Mieter, um eine effizientere Verwaltung des Energieverbrauchs zu ermöglichen.
Fisker Automotive (BusinessInsider)
Fisker Automotive, eine der Hoffnungen in Richtung Plug-In Hybridfahrzeugen, hat eine weitere Finanzspritze in Höhe von 85 Millionen US-Dollar erhalten. Geldgeber sind das europäisch-amerkanische Investment-Konsortium Eco-Drice (Capital) Partners LLC sowie Kleiner Perkins Caufild and Byers. Insgesamt ist Fisker damit mit 185 Millionen Dollar VC ganz gut ausgestattet.
Das Geld soll in die weitere Entwicklung des Fisker Karma gesteckt werden. Derzeit hat Fisker schon 32 Händler für sein Fahrzeug gewinnen können und hofft noch auf einen Kredit des Department of Energy, um die Produktion beschleunigen zu können. Ende des Jahres soll der erste Karma ausgeliefert werden.
Gibt es bald einheitliche Standards für Elektroautos? Das Handelsblatt meldet heute, man habe aus dem Umfeld des Energiekonzerns RWE erfahren, dass sich 20 Versorger und Autokonzerne in Europa noch im April auf einheitliche Standards für Stecker, Zapfsäulen und Anschlussbuchsen einigen wollen. Ausgegangen war die Initiative von RWE und Daimler. (Quelle: Handelsblatt)
Interessant ist dies, gelten doch Insellösungen, die aus verschiedenen Kooperationen zwischen einzelnen Unternehmen resultieren als große Gefahr für den flächendeckenden Einsatz von Elektroautos. In der Vergangenheit hatte es u.a. solche Initiativen von RWE und Daimler, VW und Eon sowie BMW, Vattenfall und Eon gegeben. Sollte die europäische Lösung nun klappen, könnte dies ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer sinnvollen Versorgung mit Elektroautos werden. Nimmt man die Meldung des Super-Akkus hinzu, könnte die Nutzung von Elektroautos bzw. zunächst deren Produktion schneller lukrativ werden als bisher gedacht.
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