250.000 Dollar Preisgeld und ein enormes Medienecho: Der Gewinner des wichtigsten Businessplan-Wettbewerbs im Bereich Cleantech den Cleantech Open steht seit wenigen Stunden fest. Das drei Jahre alte Startup EcoFactor, das eine Software zur kontinuierlichen Überwachung von Thermostaten in Häusern entwickelt hat, konnte sich u.a. gegen die Zweit- und drittplatzierten Unternehmen MicroMidas (Bio-Plastik) und Alphabet Energy (waste-heat recovery, Abfall-Wärmerückgewinnung) durchsetzen. Die Gewinner wurden in San Francisco veröffentlicht.
Wie schrieben manche Medien so schön: Bei der Software, die EcoFactor entwickelt hat, fragt man sich: Macht das die Energiewirtschaft nicht schon seit Jahren so? Nein, Thermostate sind in amerikanischen Häusern bislang scheinbar nicht untereinander vernetzt. Die Software von EcoFactor hilft nun genau dabei: Bei der Regulierung im Laufe des Tages, um den Energieverbrauch zu senken, aber trotzdem eine angenehme Zimmertemparatur beizubehalten. Ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Energieeffizienz. EcoFactor befindet sich gerade in einer Finanzierungsrunde.
Die Cleantech Open haben sich als Veranstaltung und Wettbewerb in den USA längst etabliert. Interessant ist es, einen Blick auf die Finalisten in den drei Regionen zu werfen, in denen eigene Veranstaltungen stattfanden:
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“Die meisten CleanTech Unternehmen brauchen lediglich ein paar Millionen Dollar, um zu beweisen, dass ihre Technologie funktioniert” – mit diesem markigen Spruch wird heute der prominente VC-Experte Vinod Khsola in der New York Times zitiert. Khosla hat allen Grund, markige Sprüche loszulassen, denn seine Firma, Khosla Ventures, hat gerade 1,1 Milliarden Dollar eingesammelt, um weiterhin gezielt in CleanTech Unternehmen zu investieren. Khosla war Mitgründer von Sun Microsystems und investierte bereits in den vergangenen Jahren insbesondere sein eigenes Geld in grüne Start-Ups. Heute, zu einem Zeitpunkt, da die VC-Investments in CleanTech Unternehmen durchaus gückläufig sind (um nicht zu sagen: sie sind eingebrochen in den letzten Monaten), überrascht die Nachricht aus dem Hause Khosla umso mehr.
Khosla Ventures möchte das Geld aufteilen: 800 Millionen sind für Start-Investements in der Größenordnung von 5 bis 15 Millionen Dollar vorgesehen – insofern lässt sich der markige Spruch in einigen Jahren vermutlich recht gut be- oder wiederlegen, wenn überprüft wird, was aus den mindestens 53 Unternehmen geworden ist, die Khosla Ventures über diesen Fonds mit einer Startfinanzierung unterstützt hat. Der kleinere Anteil von 275 Millionen Dollar ist für Early-Stage-Investitionen mit einem Volumen von ungefähr zwei Millionen Dollar vorgeshen.
Das britische Cleantech Start-Up Enecsys hat heute eine kräftige Finanzspritze in Höhe von sieben Millionen Euro erhalten. Wellington Partners, eine der erfolgreichsten paneuropäischen Investoren-Gesellschaften, führte die erste Finanzierungsrunde von Enecsys an.
Was macht das CleanTech Start-Up eigentlich?
Es produziert so genannte Mikro-Wechselrichter, die durch ihre Zuverlässigkeit, Effizienz und Leistungsstärke überzeugen. Die Micro-Inverter können auch bei widrigem Wetter (klar, das Start-Up sitzt ja im nicht gerade wetterverwöhnten UK) in unmittelbarer Nähe von Solarmodulen eingesetzt werden. Vorteil: Enecsys ermöglicht eine höhere Energiegewinnung von Solaranlagen bei geringeren Kosten, was im Ergebnis zu Einsparungen von bis zu einem Viertel im Vergleich zu bisherigen Anlagen führt.
Neben der VC-Gesellschaft Wellington Partners bekam die Ausgründung aus der Universität von Cambridge auch von der Kopenhagener Gesellschaft BankInvest New Energy Solutions Kapital. Mit dem Geld will Enecsys das Marketingsbudget auffüllen und den Vertrieb ankurbeln.
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