Aptera 2e soll im Herbst auf den Markt kommen
Im Herbst 2009 scheint es spannend zu werden auf dem Markt für Elektro- und Hybridfahrzeuge. Während Shai Agassi mit deutschen Autohändlern über einen Einstieg seiner Infrastruktur in Deutschland verhandelt, hat der kalifornische Hersteller Aptera, der u.a. von google.org finanziert wird, angekündigt, sein futuristisches Elektrofahrzeug “Aptera 2e” im Oktober in Kalifornien auf den Markt zu bringen. Dieses Gerücht geistert jedenfalls seit gestern durch Medien- und Blogosphäre (zB hier, hier und hier).
Bei dem Aptera 2e handelt es sich um ein kombiniertes Elektro- und Hybridfahrzeug, das eher nach einem Flugzeug oder Dreirad aussieht, als nach einem gewöhnlichen Auto. Vorteil ist die extrem aerodynamische Form des Dreirads. Das Vehikel, das ab 22.000 Dollar, zunächst in Kalifornien zu haben sein soll, wiegt nur 900 Kilogramm, enthält einen 10kWh-Akku und erreicht eine Top-Geschwindigkeit von 150 km/h.
Das Gefährt braucht ein Liter je 100 Klimoeter und schafft knapp 200 km Distanz – wie bei anderen Elektroautos auch, ist die mangelnde Distanz, gerade in den Weiten Kaliforniens, ein Knackpunkt für den Kauf. Die Akku-Laufzeit, das Aufladen dauert 8 Stunden, soll zwischen 75.000 und 200.000 Kilometer betragen.
Problem an der Geschichte aus CleanTech-Perspektive ist: Wird der Strom, den das Fahrzeug benötigt, nicht aus grünen Quellen gewonnen, gibt es für die Umwelt kaum eine Entlastung. Nur aus der Kombination “grüner Strom” + “umweltfreundliches Elektrofahrzeug” wird eine tatsächlich positive Sache für die Umwelt.
Angeblich sind beim Hersteller schon mehr als 4.000 Bestellungen für das futuristische Fahrzeug eingegangen – zunächst soll es nur in Kalifornien verkauft werden und gleichzeitig durch eine Infrastruktur für Elektro-Tankstellen geschaffen werden. Ob der Aptera 2e wirklich ein Erfolg wird? Wir von cleanthinking.de sind skeptisch!
Geschrieben von Martin Jendrischik, 29. Jan 2009, Rubrik: Verkehr, 11 Kommentare






