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Archiv des Tags ‘Solarmodule’

Jurawatt AG: Neuer Modulhersteller zeigt sich auf der Intersolar

jurawatt LogoIn Bayern tut sich eigenartiges – das alleine passiert relativ häufig und hat mit dem sympathischen Völkchen im Südosten Deutschlands zu tun. Derzeit macht ein junges Unternehmen, die Jurawatt GmbH, von sich Reden: Das Unternehmen will in der aktuell schwierigen Lage der Solarbranche eine neue Fertigung für Solarmodule aufbauen.

Hoch effiziente Solarmodule“, “Made in Germany” verspicht das in der Oberpfalz angesiedelte Unternehmen seinen künftigen Kunden. Die Webseite, die sich – genau wie die Produktion, die im April starten sollte – noch im Aufbau befindet, verkündet, die “volle Kapazität” werde Mitte Juni erreicht und Vorreservierungen für Module würden bereits entgegen genommen.

Hinter der Neugründung stecken Hans Thoma und Patrick Thoma – auffallend ist die enge Verbindung zu einer Firma, die Hans Thoma seit einigen Jahren führt: Die JVG Thoma GmbH lieferte die “hochmodernen Produktionsanlagen” – und stattet nach eigenen Angaben Solarfabriken in der ganzen Welt mit Anlagen aus. Den ganzen Beitrag lesen »

Geschrieben von Martin Jendrischik, 18. Mai 2010, Rubrik: Cleantech Deutschland, Erneuerbare Energie, 1 Kommentar


Cleantech-Interview mit Sicco Westra von Sunfilm AG: “Die Welt ist unser Markt!”

Gebäude Sunfilm AGAuf dem Weg zur Sunfilm AG in Großröhrsdorf bei Dresden fällt dessen architektonisch herausragendes Gebäude schon von weitem ins Auge: Rot-Töne und ungewöhnliche Formen sind zum Markenzeichen eines sächsischen Produzenten von Dünnschicht-Solarmodulen geworden. Auch das Logo des jungen Unternehmens passt in dieses Bild.

Die Sunfilm AG ging im Mai 2009 aus dem Zusammenschluss mit der Sontor GmbH in Bitterfeld-Wolfen hervor. Beide Unternehmen wurden 2006 gegründet – Sunfilm damals unter anderem vom zentralen Investor Good Energies und die Sontor GmbH als Tochtergesellschaft der Q-Cells. Durch die Fusion der beiden Unternehmen entstand im Mai 2009 der Technologieführer bei Silizium-Tandem-Dünnschicht-Modulen.

Um den Lesern von Cleanthinking.de einen Einblick in das Unternehmen und dessen Technologie zu geben, haben wir mit Dr. Sicco Westra, dem Chief Business Development Officer von Sunfilm, ein Interview geführt.

Cleanthinking.de: Herr Westra, bitte stellen Sie uns die Technologie der Sunfilm AG vor – was genau verbirgt sich hinter der Tandem Junction Thin Film Technologie?

sicco westra Sunfilm AGSicco W. T. Westra: Unsere Technologie verzichtet auf den Einsatz von Wafern, um den photovoltaischen Effekt zu bewirken. Stattdessen erzeugen wir diesen Effekt mit zwei ultradünnen Siliziumschichten; basierend auf einer amorphen und einer mikrokristallinen Schicht. Diese Tandem-Struktur absorbiert das komplette Lichtspektrum: Ein Layer absorbiert vor allem die blauen und grünen Töne (kurze Wellenlängen), der zweite die roten und infraroten Lichtstrahlen. So können wir das Lichtspektrum sehr effektiv nutzen, um Elektrizität zu erzeugen …

Cleanthinking.de: … und welche Vorteile bringt diese Technologie?

Sicco W. T. Westra: Neben der effektiven Nutzung des Lichtspektrums stellt auch die Skalierbarkeit unserer Technologie einen zentralen Vorteil dar. Dieser zeigt sich unter anderem in der Größe der Module von bis zu 220 x 260 cm. Diese Größe ist für die Photovoltaik-Branche quasi einmalig – aus der Sicht der Baubranche sind sie jedoch verhältnismäßig klein. Die Module wirken schwarz und sind sehr ästhetisch. Letztlich ist auch die Materialersparnis absolut signifikant: Wir brauchen ein Hundertstel des Siliziums, das bei gleicher Leistung mit Wafern benötigt würde.

Sunfilm Technologie QuerschnittCleanthinking.de: Wie umweltfreundlich ist Silizium?

Sicco W. T. Westra: Silizium ist ein absolut umweltverträglicher Rohstoff. Silizium wird aus Sand gewonnen und ist überall auf der ganzen Welt verfügbar.

Cleanthinking.de: Wir haben gelernt, dass Ihre Module besonders groß sind und gut skalierbar – welche Kernmärkte haben Sie im Blick?

Sicco W. T. Westra: Ein schon sehr wichtiges Feld sind große Dächer, etwa von Firmen oder öffentlichen Gebäuden. Los geht es bei einer Leistung von einem halben Megawatt.

Ein weiterer wichtiger Markt sind Solarparks, insofern richten wir uns an Projektierer. Außerdem setzen wir aufgrund der Ästhetik unserer Module auf die gebäudeintegrierte Photovoltaik, die jedoch noch am Anfang steht.

Cleanthinking.de: Wie steht es mit der Effizienz der Module?

Sicco W. T. Westra: Effizienz muss unbedingt differenziert betrachtet werden: Generell spielt dieses Maß als Teil der Performance eines Solarmoduls gerade in der Dünnschicht-Technologie eine geringere Rolle als bei herkömmlichen Modulen mit Wafern.

Denn: Effizienz misst man immer unter Laborsituationen, die es in der realen Welt praktisch nie gibt. So wird der Effizienzwert immer bei direkter Sonneneinstrahlung im rechten Winkel zum Modul ermittelt. Unsere Produkte haben etwa für den deutschen Markt den ganz wichtigen Vorteil, dass sie schon bei diffusem Licht eine hohe Leistung bringen – denn mal ehrlich: wie viele Sonnentage, die mit den Laborbedingungen auch nur ansatzweise vergleichbar sind, haben wir in Deutschland wirklich? Den ganzen Beitrag lesen »

Geschrieben von Martin Jendrischik, 4. Mrz 2010, Rubrik: Allgemein, Kommentare schreiben


Solar News: Säuberlich wird CEO bei Solon SE

SOLON SE Solarmodulproduzent LogoÜberraschender Personalwechsel beim Berliner Solarmodulproduzenten Solon SE: Der 46jährige Stefan Säuberlich übernimmt ab sofort die Position des CEO. Der bisherige Chef, Thomas Krupke, werde dem Unternehmen als Berater erhalten bleiben, hieß es in einer Pressemitteilung. Säuberlich soll den grundlegenden Restrukturierungsprozess von Solon SE weiter vorantreiben. Eine Aufgabe, die nach Ansicht des Aufsichtsrates offensichtlich nur mit neuem Personal möglich erscheint.

Säuberlich war zuvor CFO bei den Wadan Werften in Wismar und Warnemünde. Den ganzen Beitrag lesen »

Geschrieben von Martin Jendrischik, 28. Jan 2010, Rubrik: Cleantech Deutschland, Erneuerbare Energie, Kommentare schreiben


Bosch übernimmt erneut Hersteller von Solarmodulen

Bosch Solar Energy AG HomepageDie Robert-Bosch-Gruppe hat nach der ersol Solar AG (heute: Bosch Solar Energy) zwei weitere Hersteller von Solarmodulen übernommen und will damit seinen Brancheneinfluss weiter ausdehnen. Wie das Unternehmen heute mitteilte, wurde das bereits im Sommer verkündigte Übernahmeangebot an die aleo solar AG in die Tat umgesetzt. Bosch hält nach eigenen Angaben nun 68,7 Prozent der aleo-Aktien.

Außerdem erwirbt der Stuttgarter Automobilzulieferer mehr als 60 Prozent an der Johanna Solar Technology GmbH aus Brandenburg (Havel). Das Unternehmen hat Ende 2008 mit der Produktion von Dünnschicht-Modulen begonnen und ist mit etwa 17 Prozent an aleo solar beteiligt. Den ganzen Beitrag lesen »


BP Solar reduziert Alterungseffekte seiner PV-Module

BP Solar will künftig eine erweiterte Leistungsgarantie für seine Solarmodule anbieten. Wie der Hersteller mitteilte, gilt für alle kristallinen Photovoltaik (PV) Module eine garantierte Mindestleistung von 93% für die ersten 12 Jahre und von 85% für die Dauer von 25 Jahren.

Sowohl interne als auch von unabhängigen Dritten durchgeführte Tests hätten gezeigt, dass die Produkte sehr geringe Alterserscheinungen (Degradation) aufweisen, was zu einer höheren Leistungsausbeute während der gesamten Nutzungsdauer der Module führe.

Nach Inbetriebnahme nimmt der Wirkungsgrad von Silizium-Panels nachweisbar ab. Während dieser Alterungseffekt bei amorphen Zellen innerhalb der ersten 1.000 Betriebsstunden geschieht, altern polykristalline Solarzellen über die gesamte Betriebsdauer. Die meisten Hersteller garantierten nach 20 Jahren Betriebszeit rund 80% der Panel-Leistung.

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First Solar: Größtes Solarkraftwerk mit Kapazität eines Atromkraftwerkes geplant

Der Photovoltaik-Produzent First Solar, der gerade eine weitere Produktion für Dünnschichtmodule in Brandenburg aufbaut, hat eine Absichtserklärung für den Bau des weltweit größten Solarkraftwerks unterzeichnet. Das neue, mit einer Kapazität von 2 Gigawatt geplante Kraftwerk soll im chinesischen Ordos-Stadt in der Inneren Mongolei entstehen. Interessant an der Meldung ist vielerlei: Einerseits, dass ein amerikanischer Konzern den Auftrag bekommt und kein chinesischer Anbieter. Andererseits, dass ein langfristig angelegtes Großprojekt wie dieses, alleine 3 Millionen Haushalte in China mit Strom versorgen könnte – Geduld ist allerdings gefragt, schließlich soll das gute Solarkraftwerk den Angaben zu Folge erst im Jahr 2019 fertig sein.

Bis 2020 hat sich China das Ziel gesetzt, 15 Prozent des Energiebedarfs aus Erneuerbaren Energien zu befriedigen – natürlich besonders aufgrund des stark steigenden Energiebedarfs aufgrund des schnellen Wachstums der chinesischen Wirtschaft ein ehrgeiziges Ziel. Die Dimensionen des Projektes jedenfalls sind gigantisch, wenn man sie mit bisherigen Projekten vergleicht: Es wäre 30mal so groß wie das bisher größte Solarkraftwerk der Welt und hätte etwa die Kapazität eines Atomkraftwerkes.

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Geschrieben von Martin Jendrischik, 10. Sep 2009, Rubrik: Cleantech Deutschland, Cleantech Worldwide, 2 Kommentare


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