Umwelthauptstadt 2011: Hamburg wird zur Green Capital Europas oder sogar zum deutschen Silicon Valley?
Das Silicon Valley in der Nähe von San Francisco ist in Deutschland für viele Unternehmen und Städte nach wie vor ein wichtiges Vorbild. Kein Wunder: Schließlich sitzen dort inzwischen nicht nur die großen IT-Firmen, sondern viele grüne Unternehmen wie Nanosolar und andere. In Hamburg jedenfalls will der neue Bürgermeister laut Hamburger Abendblatt so etwas wie ein deutsches Silicon Valley für Umwelttechnologien entwickeln, ein neues Cluster gründen und Cleantech-Firmenzentralen in der Stadt Hamburg ansiedeln – Abendblatt-Redakteurin Claudia Sewig traut Ahlhaus in einem aktuellen Leitartikel durchaus zu, entsprechende Unternehmen aus der Cleantech-Branche in Hamburg anzusiedeln. Einem anderen Vorhaben Hamburgs steht Sewig dagegen skeptisch gegenüber: Den bisher vorgestellten Aktionen, Veranstaltungen, die Hamburg im Rahmen des Umwelthauptstadtjahres 2011 starten will.
Dieses besagte Programm stellten Hamburgs Erster Bürgermeister Christoph Ahlhaus und die Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt Anja Hajduk kürzlich vor.
Dabei sagte der Erste Bürgermeister Hamburgs, Christoph Ahlhaus:
“Der Titel der Europäischen Umwelthauptstadt 2011 ist eine großartige Möglichkeit, um zu zeigen, welche Chancen das Engagement für die Umwelt bietet. Hamburg hat den Titel als Stadt bekommen, die Verantwortung übernimmt und ihre Umweltprobleme lösen will. Die Zeiten von Wachstum ohne Weitsicht sind vorbei.
Wir haben die Chance, die Verbindung von Ökologie und Ökonomie Wirklichkeit werden zu lassen und so eine führende Rolle auf den Märkten der Zukunft einzunehmen. Hamburg wird daher als Umwelthauptstadt über 100 Unternehmen in einem neuen Cluster Erneuerbare Energien zusammenschließen.”
Und Umweltsenatorin Anja Hajduk ergänzte:
“Städte sind heute nicht nur Teil des Problems der globalen Klimakrise, sondern bieten auch die Chance, die besten Lösungen für die Zukunft hervor zu bringen. Hamburg wird daher als Umwelthauptstadt 2011 mit konkreten Projekten zeigen, wie die Stadt der Zukunft aussieht.
Wir werden unter anderem die Klimaschutzstandards in öffentlichen Gebäuden anheben, mit dem Projekt E-Mobilität starten, es wird die ersten Umwelttaxis in Hamburg geben und zusammen mit der Stadtreinigung starten wir eine Recyclingoffensive. Dabei setzen wir auch auf das Engagement vieler Partner. Schon jetzt zeigen über 200 geplante Veranstaltungen, rund 80 Umwelttouren und zahlreiche weitere Aktionen, dass wir 2011 die ganze Stadt zum Mitmachen gewinnen wollen.”
Bürger und Besucher, Wirtschaft und Wissenschaft, Umweltverbände und Politik werden im Umwelthauptstadtjahr 2011 gleichermaßen einbezogen. Dies spiegelt die Vielfalt der Veranstaltungen wieder, die schon jetzt im Online-Veranstaltungskalender der Umwelthauptstadt unter www.umwelthauptstadt.hamburg.de zu finden sind.
Ein zentraler Infopavillon am Hamburger Hauptbahnhof wird Hamburg und Gäste über die zentralen Aktivitäten der Umwelthauptstadt informieren. Dezentrale Infopoints, darunter der Elbcampus der Handwerkskammer, das IBA Dock und das Wasserforum von Hamburg Wasser werden Anlaufstellen und zeigen ganz konkrete Projekte zum Schutz der Umwelt.
Als lernende Stadt der Zukunft lädt Hamburg außerdem alle ein, bei Fachveranstaltungen und Workshops neue Ideen für einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt zu entwickeln. Zusätzlich besucht der „Zug der Ideen“ im Jahr 2011 als rollende Ausstellung insgesamt 17 europäische Städte und verbreitet so die Idee von zukunftsfähigen, lebenswerten und umweltfreundlichen Städten in ganz Europa. Die Tourstädte wurden ebenfalls eingeladen, ihre eigenen Projekte und Ideen in der Ausstellung darzustellen.
Weitere Informationen auf der Green Capital 2011 Homepage.


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Wer sich gerne am Thema “Umwelthauptstadt 2011″ aktiv beteiligen möchte, indem er Vorschläge und Meinungen einbringt, der ist herzlich eingeladen, auf dem neuen unabhängigen Umweltportal “umwelthauptstadt.de” mitzudiskutieren!