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Vattenfall, E.On: Deutsches Stromnetz wird langsam europäisch

12/03/2010 14:04 1 Kommentar

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Nach dem Stromriesen Eon hat nun auch Vattenfall seine Anteile am deutschen Stromnetz an ein Unternehmen verkauft, das nicht aus Deutschland kommt und bisher nicht im deutschen Strommarkt aktiv war. Damit kommt der schwedische Konzern Vattenfall endlich der Forderung nach einer Trennung von Stromübertragung und Stromproduktion nach, die die EU-Kommission bereits sein einiger Zeit fordert.

Konsequenz für die Verbraucher: Verbraucherschützer gehen davon aus, dass dies – zumindest mittelfristig – zu sinkenden Energiepreisen führen könnte.

Konkret hat Vattenfall sein Netz für 810 Millionen Euro an den belgischen Konzern Elia sowie die Investmentgesellschaft Industry Funds Management veräußert. Dabei wird Elia die operative Tätigkeit übernehmen und 60 Prozent am Netz halten. Das Netz hat eine Länge von 9700 Kilometern und versorgt 18 Millionen Verbraucher in Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit Energie.

Unklar ist, inwieweit der neue Netzbetreiber bereit ist, sein Netz zu einem Smart Grid auszubauen und damit massiv weiter zu investieren. Eon hatte sein Netz in Deutschland schon im vergangenen Jahr an die staatliche niederländische Tennet verkauft.

Niederlande, Belgien – dies alles zeigt, dass der Strommarkt seine nationalen Strukturen mehr und mehr verliert und zu einem europäischen Strommarkt heranwächst. Dies eröffnet viele Chancen und eben auch die Hoffnung, dass starke Investitionen zum Ausbau in Richtung eines Smart Grid die Folge sein werden. Der Wettbewerb nimmt zu, womöglich wird es auch einen Preiskampf geben.

Verbraucherschützer verbinden mit dem Verkauf auch größere Chancen für Erneuerbare Energien: Diese  könnten leichter integriert werden, wenn mehrere verschiedene Stromkonzerne beteiligt seien.

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