Super E10: Noch keine flächendeckende Versorgung mit E10

Seit dem ersten Januar ist die neue Kraftstoffsorte E10 auf dem deutschen Markt erhältlich und verunsichert viele Verbraucher (siehe: Hintergrund: Welche Automodelle sind e10-geeignet?). In diesem neuen Benzin sind bis zu 10 Prozent Bioethanol aus nachwachsenden Rohstoffen enthalten. Nach Angaben des Bundesverbands der deutschen Bioethanolwirtschaft e. V. (BDBe) verbessert die höhere Beimischung die Klimabilanz gegenüber dem bisher üblichen E5. Zudem erhöhe E10 die Unabhängigkeit der deutschen Energieversorgung vom Ausland. Der Verband betont, dass der Benzinpreis weiterhin maßgeblich vom Erdöl- und nicht vom Bioethanolpreis abhängen werde. Auch die Reichweite werde nach Angaben des BDBe nicht negativ beeinflusst. E10 habe zwar einen minimal niedrigeren Energiegehalt als herkömmliches Benzin (E5), gleiche dies aber durch einen wesentlich höheren Sauerstoffgehalt wieder aus, der den Wirkungsgrad des Motors steigert und damit die Energie besser nutzt.

Vor drei Jahren sei die Einführung von E10 gescheitert, weil Unklarheiten bezüglich der E10-Verträglichkeit von Fahrzeugen bestanden hätten. Der Verband rät Verbrauchern, die Tauglichkeit ihres Fahrzeuges im Internet zu überprüfen (Beispielsweise auf unserer Seite mit Daten und Fakten zu Super E10 oder auf der Spezialseite: Hintergrund: e10-geeignete Automodelle). Gegebenenfalls müsse das weiterhin aus Bestandsschutzgründen erhältliche E5 getankt werden.

Umstellung der Mineralölindustrie auf E10 dauert an

Bisher ist E10 noch nicht flächendeckend verfügbar, da die Umstellungsarbeiten der Mineralölindustrie mehrere Wochen benötigten, so der Verband. Die gesetzlichen Regelungen, die Voraussetzung für die Einführung von E10 waren, seien Mitte Dezember 2010 in Kraft getreten und danach hätten die Umstellungsarbeiten der Mineralölindustrie begonnen.

Lesen Sie auch: Fragen und Antworten zu E10

1 Kommentar

  • Habe hier eine Aussage gefunden, die mich etwas stutzig macht.

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    Wird Tanken durch E10 teurer?

    BDB: Für die E10-Preise an den Tankstellen sind nicht die Mehrkosten für Bioethanol von maximal 0,01 Euro pro Liter entscheidend, sondern neben Steuern vor allem die Erdölpreise. Nach der Einführung von E5 sind im Jahr 2009 die Tankstellenpreise gegenüber 2008 von 1,40 auf 1,28 Euro gesunken und im Jahr 2010 auf 1,41 Euro gestiegen. Diese Preisbewegungen hängen vom Erdölpreis ab. Die Einführung von E10 ändert daran nichts. In der Praxis muss man mit E10 auch nicht öfter tanken als bisher. E10 hat zwar einen minimal niedrigeren Energiegehalt als herkömmliches Benzin (E5), gleicht dies aber durch einen wesentlich höheren Sauerstoffgehalt wieder aus, der den Wirkungsgrad des Motors steigert und damit die Energie besser nutzt.

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    Kann das mit dem Wirkungsgrad überhaupt stimmen? Kann dazu keine Informationen finden.

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