Westerwelle & Asbeck buhlen in Katar und Saudi-Arabien um Solar-Großaufträge
Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) ist gestern nach dem Dreikönigstreffen der FDP in Stuttgart zu einer Reise nach Saudi-Arabien, Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate aufgebrochen.
Im Gepäck: SolarWorld-Chef Frank Asbeck, der erst vor wenigen Tagen verkündete, sein Unternehmen, die Bonner SolarWorld AG, habe im abgelaufenen Jahr mehr als eine Milliarde Euro Umsatz erwirtschaftet. Jetzt sind die beiden – Westerwelle gebürtig aus Bonn, Asbecks Unternehmen sitzt in Bonn – u.a. deshalb in den arabischen Ländern, um für deutsche Solar-Unternehmen Aufträge an Land zu ziehen.
Ganz konkret könnte es sich dabei um ein Vorhaben von Katar handeln, das – so berichten arabische Zeitungen – ein gigantisches Solarkraftwerk mit Investitionsvolumen von einer Milliarde Dollar, also ca. 690 Millionen Euro, bauen möchte. Ob dabei die von SolarWorld gebaute Technik eingesetzt werde, deren Aufgabe die direkte Umwandlung von Sonnenenergie in elektrischen Strom ist – oder es sich eher um eine große solarthermische Anlage handeln werde, ist nicht überliefert. Im letzteren Fall könnte eher die Solar Millenium AG profitieren. Ob deren neuer Vorstandschef Utz Claassen mit zu Westerwelles Delegation gehört, ist nicht bekannt.
SolarWorld hat die Bedeutung des arabischen Raumes für Solarenergie erkannt und plant den Ausbau seiner Siliziumkapazitäten über eine Beteiligung an einem neuen Polysilizium-Werk in den Emiraten zu erweitern. Neben den Zielländern verkünden auch andere Staaten wie Kuwait, Bahrain oder Oman seit längerem, den Ausbau der Erneuerbaren Energien vorantreiben zu wollen.

18:35
Unser “Guido” schafft das schon, Wirtschaft ist das was er besonders gut kann. Herzlche Grüße und noch allen ein gutes neues JAHR!!