Wie sieht ein Pedelec in 10 Jahren aus?

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E-Bike ThemaCleantech & E-Bike News / Berlin. Mit dieser Frage befasst sich Johanna Tiffe, Frontfrau des Berliner Design-Studios form:f, in den kommenden Monaten. Im Rahmen ihres Projekts „e-bikeP23“ stehen intensive Recherchen an, die sowohl technische als auch gesellschaftliche Entwicklungen des Elektrobooms beim Fahrrad beleuchten. Die Designerin befragt Experten der Szene. Seit Ende Juni 2012 ist ihr Blog online, der die Pedelecs der Zukunft zum Hauptthema macht. So soll ein breites Meinungsbild zum Trendthema E-Bikes/Pedelecs entstehen, das in die Entwicklung eines neuen Pedelec-Modells einfließen wird. Dieses Modell wird als Ergebnis des Projekts „e-bikeP23“ vom 20. bis 23. März 2013 auf der Taipei Cycle Show in Taiwan zu sehen sein auf dem Stand von Fairly Bike.

Pedelec-Design und -Entwicklung aus Berlin

Wie sieht ein Pedelec in 10 Jahren aus?

Wie sieht ein Pedelec in 10 Jahren aus?

E-Bikes und Pedelecs sind in aller Munde: Mehr als die Hälfte dieser flexiblen Alternative zum Auto wird zur Zeit von Frauen gefahren. Das legt die Vermutung nahe, dass Frauen ebenso stark an den Entwicklungs- und Produktionsprozessen beteiligt sind. Gewährleistet doch die Beteiligung von Frauen im Entstehungsprozess, dass die Wünsche und Bedürfnisse der aktuellen Hauptnutzergruppe optimal erfüllt werden. In Asien hält diese nahe liegende Idee bereits Einzug. In Europa liegt der Fall anders: wie in der konventionellen Fahrradbranche üblich, prägen Männer das Bild bei der Entwicklung und Produktion. Sind die Asiaten da den Europäern in der Nutzergruppenorientierung voraus? Die Berliner Industrie-Designerin Johanna Tiffe arbeitet mit Schwerpunkt im Zweiradbereich genau auf dieser Linie. Seit 2007 ist sie dabei, die Entwicklung von E-Bikes und Pedelecs maßgeblich mit zu gestalten.

Dinge zum Funktionieren bringen

Bereits in ihrem Studium der Produktgestaltung an der Kunsthochschule Berlin Weißensee entdeckte sie ihre Faszination dafür, „Dinge zum Funktionieren zu bringen“. Das führte schon 2001 zu einer tief greifenden Auseinandersetzung mit Hybridrädern. Diese konkretisierte sie durch ihre Studien- und Arbeitsaufenthalte in Italien – u. a. am Politecnico in Mailand und beim Motorradhersteller Cagiva aus Varese. Im Rahmen von Aufträgen zu öffentlicher Ladeinfrastruktur und Batterie-Entwicklung unter anderem für die Test- und Promotion-Organisation ExtraEnergy, den ungarischen Hersteller Gepida und die britische Firma UltraMotor setzte sich Frau Tiffe intensiv mit der Platzierung, dem Design und Lademöglichkeiten von Pedelec-Akkus auseinander.

Nach weiteren Projekten im E-Bike-Bereich stellte die Designerin auf der Eurobike 2011 schließlich den Prototypen einer neuartigen Gepäckstütze vor, entworfen für die renommierte Marke Dolphin E-Bikes aus der Schweiz. Fest steht: Johanna Tiffe hat mit ihren Projekten im Studio form:f eine eigene Handschrift kreiert, die – über den ästhetischen Anspruch hinaus – durch die Harmonie von Form und Funktionalität besticht.

Unter http://blog.formf.de setzt sich der Blog des Design-Studios form:f zuerst mit der Frage auseinander, wie neu aktuelle E-Bikes und Pedelecs wirklich sind und beleuchtet die Geschichte der Gefährte. Ein weiteres Thema sind gesellschaftliche Entwicklungen, die Einfluss auf die Gestaltung und den Gebrauch von Elektrozweirädern haben werden. Spannend wird es, wenn die zu erwartenden technischen Entwicklungen diskutiert werden. Die Designerin lädt jedermann ein, sich am Informations- und Meinungsaustausch form:f Blog zu beteiligen.

Hintergrund: Das Berliner Design-Studio form:f wurde 2009 von der Industrie-Designerin Johanna Tiffe gegründet. „Wir sehen uns als Schnittstelle zwischen dem Nutzer und der produzierenden Industrie“, sagt die Frontfrau des Studios. „Wir beschäftigen uns sehr intensiv mit der Handhabung eines Produkts, z.B. einer Batteriebox, bevor wir mit dem eigentlichen Design beginnen, das Produkt konstruieren und dann ein Modell bauen“, so Frau Tiffe weiter. Dank eines großen Netzwerkes kann form:f ein Produkt von der Idee bis zum Prototypenbau umsetzen.

Die ideale Verschmelzung von Form und Funktion ist dabei der Anspruch. Daher der Name form:f. Der Schwerpunkt bei Design- und Entwicklungsprojekten liegt auf Elektrozweirädern und deren Infrastruktur.

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