Windgas – CleanTech Lexikon
Erzeugung aus Windenergie durch Elektrolyse von Wasser
Ist Windgas die Lösung für die Speicherproblematik der Erneuerbaren Energien? Die zunehmende Einspeisung Erneuerbarer Energien ins deutsche Stromnetz sorgt für heftige Probleme: Da das Netz dauerhaft bei 50-Hertz im Gleichgewicht sein muss, kommt es immer wieder vor, dass Windräder abgestellt werden müssen, um das Netz nicht zu überfordern.
Das Problem: Massiver Ausbau der Stromtrassen nötig
Die Folge: Mindestens 1.700 Kilometer Stromtrassen – insbesondere vom Norden in den Süden und Westen – müssen in den kommenden Jahren gebaut werden. Die dena Netzstudie hat entsprechende Notwendigkeiten klar benannt. Aber: Vertreter der Erneuerbaren Energien-Branche wie Matthias Willenbacher von juwi sehen ganz andere Möglichkeiten, dem Speicherproblem entgegen zu kommen.
Die Lösung: Nutzung von Erdgas-Netz mit Windgas
Das Erdgas-Netz, das in Deutschland flächendeckend hervorragend ausgebaut ist und über eine Speicherkapazität von 200 Terrawattstunden verfügt, könnte genutzt werden, um Strom, Wärme und sogar Kraftstoffe und Kälte zu erzeugen, zu speichern bzw. punktgenau zu liefern. Dabei sprechen Experten beispielsweise vom so genannten Windgas.
Windgas: Wasserstoffgas aus Elektrolyse
Mit Windgas wird eine Art Wasserstoffgas bezeichnet, das aus Windenergie durch Elektrolyse von Wasser erzeugt wird und in das Gasnetz eingespeist werden kann. Greenpeace Energy beispielsweise setzt auf die Produktion von Windgas und den Verkauf an die eigenen Kunden.
Das Windgas speichert die kinetische Energie des Windes in Form von synthetischem Erdgas als chemische Energie. Die chemische Energie des Windgases kann bei Bedarf in elektrische Energie umgewandelt werden.

