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5 Fragen an… Interview mit Dr. Stephan Beyer von ECO Investors

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Berlin. Deutschland verfügt über eine starke industrielle Basis und seine innovativen Ingenieure sind weltweit geschätzt. Auf dieser Grundlage hat sich das Land zu einem globalen Leitmarkt im Bereich der Umwelt- und Energietechnik entwickelt. Hieraus sind zahlreiche Technologieführer entstanden, die von der weltweiten Nachfrage profitieren wollen. Seit einiger Zeit ist der Bereich auch in den Fokus spezialisierter Beteiligungsgesellschaften gerückt, die solchen Unternehmen das notwendige Wachstumskapital zur Verfügung stellen wollen. Eine dieser Beteiligungsgesellschaften ist die ECO Investors Germany.

Im Juni hat sie ihr erstes Investment in die Schnell Motoren AG bekannt gegeben, einem führenden Hersteller von Blockheizkraftwerken. Wir sprachen mit Dr. Stephan Beyer, Managing Partner der ECO Investors Germany Management GmbH. Lesen Sie das Gespräch aus der Rubrik „5 Fragen an…“

Cleanthinking.de: Herr Dr. Beyer, die Schnell Motoren AG ist das erste Investment Ihres Fonds. Was hat Ihnen an dem Unternehmen so gut gefallen?

Eco Investors Dr. Stephan Beyer kleinStephan Beyer: Schnell  ist seit 20 Jahren der Marktführer in dem Segment für Biogas-BHKWs.  Die Technologie bietet zudem vielfältige Wachstumschancen auf internationalen Märkten. Regenerative Energien aus Biomasse entwickeln sich ist in vielen Regionen der Welt, hier insbesondere Asien, zu einer der wichtigsten Quelle für Strom und Wärme/Kälte. Für diese Märke, in denen die dezentrale Energieerzeugung mangels funktionierender Infrastruktur essentiell ist, verfügt Schnell über die richtigen Produkte. Auf diesem Weg begleiten wir das Unternehmen durch unser Investment.

Cleanthinking.de: Die ECO Investors Germany ist ein vergleichsweise junges Beteiligungsunternehmen. Welche Ideen führten zur Gründung der Gesellschaft und welchen Investmentstrategie  haben Sie?

Stephan Beyer: ECO Investors ist auf Initiative der Ventegis Capital entstanden.Gegenstand von ECO Investors sind Wachstumsfinanzierungen im Sektor Energie und Umwelt, da hier nach unserer Meinung das attraktivste Risiko-Rendite Profil besteht. Die starke industrielle Basis und die global anerkannte Ingenieurskunst insbesondere in Deutschland liefern die Grundlage für zahlreiche Technologieführer in diesem Sektor. Wir beschäftigen uns seit 10 Jahren mit diesem Sektor und haben schon einige Investment getätigt und auch verkauft. Aufgrund unserer langjährigen Marktpräsenz verfügen wir über einen stabilen Deal-flow. Insofern sehen wir, dass insb. der deutsche Markt interessante Investmentopportunitäten bietet. Gemeinsam mit Co-Investoren planen wir in den nächsten Jahren ein Portfolio von 10 bis 15 Unternehmen aufzubauen.

Cleanthinking.de: Ihre Gesellschaft hat sich auf die Umwelt- und Energiemärkte spezialisiert. Das ist ein großer Querschnittsbereich, der unterschiedliche Industrien berührt, nicht zuletzt den klassischen Maschinen- und Anlagenbau. Wo sehen Sie konkret Ihre Schwerpunkte und welchen Themen trauen Sie ein starkes Wachstum zu?

Stephan Beyer: Der Vorteil dieser Spezialisierung liegt darin, dass sie mehrere Sektoren umfasst und sich damit im Zeitverlauf immer wieder neue Investmentchancen ergeben. Im Kern jedoch dreht es sich technologisch fast immer um klassische Ingenieurskunst. Im Fokus unserer Arbeit stehen aktuell Geschäftsmodelle die sich mit dezentraler Energie und Energieeffizienz befassen. Hierzu zählen z.B. Schlagworte wie Virtual Power Plants oder Energiemanagementsystemen. Gleichzeigt sehen wir aber Chancen in Wassertechnologien und bei Projektentwicklern. Mit Sicherheit werden nächstes Jahr neue Themen hinzukommen und andere wegfallen.

Cleanthinking.de: Beteiligungsgesellschaften verfolgen unterschiedliche Investmentstrategien, z.B. gehen sie Minder- oder Mehrheitsbeteiligungen ein, halten die Beteiligung eher kurz oder lang, verwalten die Beteiligung eher passiv oder eher aktiv. Für welchen Ansatz steht ECO Investors Germany?

Stephan Beyer: In Form von nachhaltig orientierten Minderheitsbeteiligungen engagieren wir uns und stellen Kapital für Wachstumsfinanzierungen bereit. Allein oder gemeinsam mit nationalen wie internationalen Partnern, mit denen uns langjährige Kooperationen verbinden, sind wir in der Lage, Finanzierungsrunden in signifikanter Größe darzustellen. Typischerweise agieren wir hierbei mit reinem Eigenkapital. Wir verfolgen einen sogenannten Value-add Ansatz bei dem wir unsere Portfoliounternehmen aktiv unterstützen.

Cleanthinking.de: Kapitalsuchende Cleantech-Unternehmen werden mit Interesse zur Kenntnis nehmen, dass ein weiterer Investor in Deutschland aktiv geworden ist. Welche Voraussetzungen sollte ein Unternehmen mitbringen, damit es für Sie zu einem „idealen“ Beteiligungskandidaten wird?

Stephan Beyer: Wir unterstützen Wachstumsunternehmen, die von ihrem Erfahrungs- und Technologievorsprung auch auf internationaler Ebene profitieren, neue Märkte erschließen sowie ihr bestehendes Produktportfolio erweitern wollen.  Typischerweise investieren wir mit Partnern zwischen zwei und 10 Millionen Euro in Unternehmen mit signifikanten Umsätzen, einer klaren Wachstumsstrategie, starken technologischen Wettbewerbsvorteilen und erfahrenem Management.

CleanThinking.de: Herr Dr. Beyer, wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen Ihnen und Ihrem Fonds für die Zukunft alles Gute.

Das Gespräch für CleanThinking.de führte Markus Czerner.

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