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Ab vier Meter pro Sekunde Nennleistung von 4 Kilowatt?

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Vertikale Windkraftanlage von KliuxSpanien, Leverkusen. Ein spanisches CleanTech-Unternehmen, die Firma Kliux Energies – Geólica Innovations SL, hat mit Hilfe von Materialien von Bayer MaterialScience eine – nach eigenen Angaben – „völlig neue und clevere Technologie“ zur Windenergienutzung entwickelt. Diese Technologie basiert auf speziellen Rotoren, die senkrecht montiert werden und dadurch immer dem Wind zugewandt sein sollen.

Die Kliux Windgeneratoren können im Prinzip an jedem Ort aufgestellt werden, um Strom für den lokalen Verbrauch zu erzeugen. Zu den Rotorblättern trägt ein Integralschaum auf Basis des Polyurethan-Systems Baydur von Bayer MaterialScience bei. Dieses Material erfülle die hohe Anforderungen an die Festigkeit und Leichtgewichtigkeit sehr gut, so die Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Rotorblätter werden von der Firma Policam in Barcelona hergestellt.

Zweistellige Wachstumsraten für kleine Windkraftanlagen

Vor allem in zwei Bereichen verzeichnet die Produktion und Installation kleiner Windkraftanlagen zurzeit zweistellige Wachstumsraten: In den entwickelten Ländern tragen sie zum Aufbau des Smart Grids mit dezentralisierter Energieerzeugung bei. In Entwicklungs- und Schwellenländern hingegen werden sie bevorzugt in Regionen ohne Elektrizitätsversorgung sowie als Ersatz für kleine Kraftwerke eingesetzt.[wp_campaign_1]

Die neuen Windgeneratoren sollen sehr effizient arbeiten. Bereits ab einer Windgeschwindigkeit von 4 Metern pro Sekunde sollen sie elektrischen Strom produzieren. Die Nennleistung beträgt 4 Kilowatt. Damit deckt eine solche Anlage nach Angaben von Bayer MaterialScience den durchschnittlichen Stromverbrauch eines Einfamilienhauses ab.

Einzigartige aerodynamische Form

Nach Ansicht des Geschäftsführers von Kliux Energies, trägt vor allem die einzigartige aerodynamische Form des Rotors zu einer gleichmäßigen Rotation und kontinuierliche Energieerzeugung auch bei veränderlichen oder starken Winden bei. Neben der Entwicklung und Patentierung des Rotors hat das Unternehmen dessen Leistungsfähigkeit in Windkanalversuchen und durch Computer-Simulationen unter Beweis gestellt. Einschließlich Mast sind die Windgeneratoren neun Meter hoch.

Momentan arbeitet Kliux Energies an einer Miniatur-Ausführung des Windgenerators mit nur 50 Zentimetern Höhe. Als portable Lösung ist sie für Boote, Wohnwagen und Campingplätze, aber auch für die nachhaltige Beleuchtung im öffentlichen Raum gedacht.

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% S Kommentare
  1. Hallo Martin,

    ich wäre dafür, dass man solche Pressemeldungen ganz kritisch selbst recherchiert und nochmal neu nachrechnet. In mein Blog beispielsweise kommen nur von mir selbst nachgerechnete Zahlen in die Beiträge. Die PR-Maschinerie landauf/landab ist mir einfach zu wenig objektiv.

  2. Hallo zusammen,

    wie gut zu erkennen ist, sind wir bei dieser Pressemitteilung von Bayer MaterialScience sehr vorsichtig gewesen: „sollen effizient sein“, „nach Angaben von Bayer MaterialScience“ usw. Die Vergleiche und Angaben basieren dementsprechend nicht auf unseren Recherchen, sondern auf den Angaben von Bayer MaterialScience.

    Darauf kann sich jeder seinen Reim machen 🙂

    Martin Jendrischik

  3. Hmmmm sagt

    „Die Nennleistung beträgt 4 Kilowatt. Damit deckt eine solche Anlage den durchschnittlichen Stromverbrauch eines Einfamilienhauses ab.“

    Warum immer wieder solche Vergleiche? Bei den erforderlichen Windgeschwindigkeiten für eine 4kW Ausbeute mit einer Turbine dieser Art macht man sich eher Gedanken darüber, ob das Einfamilienhaus überhaupt noch steht und weniger darüber, wo der Strom her kommt. Diese Art Rotor mag auf Leuchttürmen, Bohrinseln und Schiffen im Nordatlantik ihre Berechtigung haben – aber ganz bestimmt nicht auf einem Einfamilienhaus – nicht mal, wenn es auf den Shetlands steht.

  4. Ne, laut Datenblatt :

    http://www.kliux.com/wp-content/uploads/2011/08/GEO4K-Datasheet-08-08-2011-English.pdf

    liefert das Ding bei 4 m/s 40 kWh im Jahr, das macht umgerechnet eine Momentanleistung von läppischen 15 Watt bei 4 m/s, bei 11 m/s beträgt die Momentanleistung von 475 Watt. Erst bei 30 m/s Windgeschwindigkeit (108 km/h!) liegt die Nennleistung von 4 kW an.

    Wenn man sich die Bauform anschaut, wundert das auch nicht.

    Da ist überhaupt nichts effizient.

    1. labitrail sagt

      Das Datenblatt scheint an der Wahrheit zu sein, die Vergleiche dafür überhaupt nicht. Genau das nervt immer wieder. Im übrigen zeugt eine maximale Drehzahl von 106RPM bei 2m Durchmesser von einem geringen Wirkungsgrad. Tatsächliche Leistung in W bei entsprechenden Geschwindigkeiten wird nicht angegeben. Schade.

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