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ABB will Verteilnetze schrittweise automatisieren

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Messtechnik von ABB für Smart Grids
Messtechnik von ABB für Smart Grids

Cleantech & Smart Grid News / Mannheim. Bei der Energiewende liegt eine der Herausforderungen darin, immer größere Leistungen aus erneuerbaren Energiequellen ins Verteilungsnetz zu integrieren. Gefragt sind intelligente Energiesysteme, die Leistung aus vielen dezentralen Erzeugungseinheiten aufnehmen und dabei die Netzqualität stabil halten. Dabei soll die vorhandene Infrastruktur durch Überwachung und Regelung vollständig ausgelastet werden, bevor es an den konventionellen Ausbau geht. ABB arbeitet mit Partnern daran, Verteilnetze schrittweise zu automatisieren und somit die Energiewende möglichst wirtschaftlich zu meistern.

Mit dem Projekt RiesLing „Region Ries: Leittechnik Intelligent gemacht“ weist ein Konsortium aus der EnBW Regional AG, EnBW Ostwürttemberg DonauRies, T-Systems International und ABB den Weg zur Verteilnetzautomatisierung. „Bei RiesLing geht es darum, eine Standardlösung zu entwickeln und zu testen, um bereits bestehende Ortsnetzstationen möglichst einfach und wirtschaftlich für die Anforderungen fluktuierender Einspeisungen nachzurüsten“, erklärt Dr. Britta Buchholz, Leiterin Business Development Smart Grids Central Europe bei ABB. In dem Projekt betreibt T-Systems die für eine kritische Infrastruktur wichtige gesicherte und überwachte Kommunikationsstrecke.

Im Rahmen von RiesLing sollen optimierte Pakete zur effizienten und stufenweisen Automatisierung von Netzstationen entwickelt und erweiterte Funktionalitäten im Netzleitsystem MicroSCADA Pro bereitgestellt werden. Ziel ist zudem, die erhobenen Messdaten in den Netzbetrieb einfließen zu lassen. Das Projekt wurde im Jahr 2011 gestartet und soll noch bis 2013 laufen.

ABB hilft aufzuzeigen, wie Verteilungsnetzbetreiber ihren Handlungsbedarf bei der neuen Versorgungsaufgabe prüfen können und wie sich Ortsnetzstationen in kritischen Netzgebieten schrittweise mit Überwachungsfunktionen nachrüsten lassen. Die Kenntnis der aktuellen Netzzustände erlaubt nicht nur, die Infrastruktur optimal auszulasten. Die Überwachung hilft auch, Fehler schneller zu orten und dadurch die Ausfallzeiten bei Störungen zu verkürzen. Ein nächster Schritt ist die Spannungsregelung, für die ABB derzeit verschiedene Ansätze entwickelt und in Pilotprojekten testet.

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