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Abwärme nutzen, wo sie gebraucht wird: Mobile Wärmespeicher

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Die KTG Energie AG treibt die Expansion im Zukunftsmarkt der mobilen Wärmenutzung weiter voran: So startete das Anfang Dezember 2013 akquirierte Tochterunternehmen LaTherm Energie AG zu Beginn dieses Jahres den Vertrieb einer neuen Produktgeneration der mobilen Wärmespeicher.

LaTherm
LaTherm bietet einen patentierten und mobilen Wärmespeicher. Quelle: KTG Energie AG

CleanTech & Energieeffizienz News/ Hamburg. Die LaTherm Energie AG entwickelt und vertreibt patentierte mobile Wärmespeicher. In diese wird die Abwärme der Blockheizkraftwerke am Ort der Entstehung eingespeist, per LKW zum Verbraucher transportiert und dort bedarfsgerecht abgegeben – ein mobiles Fernwärmenetz also. Als Abwärmequelle zur Aufladung der Speicher kommen sämtliche Wärmequellen in Betracht, vor allem Biogas- und Müllverbrennungsanlagen sowie diverse industrielle Prozesse. Als Speichermedium wird das Salz Natriumacetat eingesetzt. Natriumacetat verfügt über eine hohe Speicherkapazität. Zudem ist es als Lebensmittel gekennzeichnet und damit besonders umweltverträglich.

Zusätzliche Ertragsquelle für Energieerzeuger und Industrie

Die neuen mobilen Wärmespeicher mit dem Namen „Schneeleopard“ sind seit Beginn des Jahres einsatzbereit. Und das bereits in der fünften Generation. Ein weiterentwickelter Wärmetauscher durchzieht das Speichermedium Natriumacetat engmaschiger und erhöht so die Effizienz des Speichermediums. Das Ergebnis: Ein Leistungszuwachs von mehr als 20 Prozent im Vergleich zum Vorgängermodell. Darüber hinaus wird LaTherm eine neue Softwarelösung einsetzen: Neben einem übersichtlicheren Monitoring ermöglicht die Software bei Bedarf auch einen aktiven Zugriff auf die Regelungstechnik. Die Neuerungen erhöhen einerseits die Leistungsfähigkeit und verkürzen andererseits die Be- und Entladezeiten. Damit wird der Wärmeumsatz erhöht.

Das System versetzt industrielle Kunden in die Lage, bei Produktionsprozessen entstehende Wärme effizient zu speichern und mobil zu Abnehmern zu transportieren. Dadurch entsteht für Energieerzeuger und Industrieunternehmen laut  LaTherm eine zusätzliche Ertragsquelle. Auf der anderen Seite kann bedarfsgerecht Wärme zur Verfügung gestellt werden.

LaTherm sieht enormes Potential im Zukunftsmarkt der mobilen Wärmenutzung und legt bei den Weiterentwicklungen wert darauf, eine hydraulische und regelungstechnische Einbindung ins Heizsystem des Verbrauchers zu ermöglichen.

Nordrhein-Westfalen und Bayern fördern Investitionen

Mit der mobilen LaTherm-Wärme lassen sich die Vorgaben für Wärmeverbraucher im Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz und diverser Energiezertifizierungssysteme erfüllen. Das Potenzial haben Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen und Bayern erkannt und fördern Investitionen in das Wärmetransportsystem mit Programmen wie dem progres.nrw „Programm für Rationelle Energieverwendung, Regenerative Energie und Energiesparen“, Nordrhein-Westfalen, und dem BioSol – „Richtlinie zur Förderung von Demonstrationsvorhaben zur Nutzung von Biomasse als regenerativer Energieträger“, Bayern.

(Dieser Beitrag erschien am 24.1.2014 auf CleanThinking.de)

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