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Angeschlagene Phoenix Solar sucht neue Geschäftsmodelle

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Die Phoenix Solar AG trennt sich von verlustbringenden Bereichen, deren Marktumfeld aufgrund der derzeitigen Veränderungen, unter anderem im regulatorischen Umfeld, keine rasche Erholung erwarten lassen. Ein Schwerpunkt des operativen Geschäfts liegt künftig auf den wachstumsstarken Regionen in Asien und den USA. Die dortigen Tochtergesellschaften sind in ihren Märkten etabliert und verfügen über die Kompetenzen, um ihr Geschäft nachhaltig und operativ eigenständig führen und weiter entwickeln zu können. Vorstandschef Andreas Hänel tritt Ende Februar zurück und wird durch Finanzchef Bernd Köhler ersetzt.

Phoenix Solar Dachanlage Neue Messe MünchenCleantech und Solar Magazin / Sulzemoos. In Europa sind die Tochtergesellschaften in Frankreich und Griechenland gut positioniert und arbeiten profitabel. Demgegenüber wurden die Kapazitäten in Spanien und Italien aufgrund der dortigen Marktunsicherheiten und der nicht erreichten Ertragsziele auf ein Minimum zurückgefahren. Die Tochtergesellschaft in Oman soll geschlossen werden.

Das aus Deutschland heraus betriebene Geschäft im Handels- und Projektbereich wird in seiner bisherigen Form eingestellt. Fortgeführt wird – neben den Handels- und Projektaktivitäten der erwähnten internationalen Tochtergesellschaften der profitabel arbeitende Geschäftsbereich Betriebsführungs- und Wartungsdienstleistungen für Solarkraftwerke sowie die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle im Projekt- und Handelsbereich.

Die Konzernfinanzierung wird wie bisher über die Phoenix Solar AG sichergestellt. Die veränderte strategische Ausrichtung im Interesse einer baldigen Rückkehr zu profitablem Wachstum wurde intensiv mit den finanzierenden Banken diskutiert und abgestimmt. Die Gesellschaft hat gestern einen Änderungsvertrag zu ihrer bestehenden Kreditvereinbarung unterzeichnet. Dabei wurde das Gesamtfinanzierungsvolumen auf rund 126 Mio. Euro leicht nach unten angepasst. Die Laufzeit der Finanzierung wurde vorzeitig um ein weiteres Jahr von bisher 31. März 2014 auf 31. März 2015 verlängert.

Außerordentliche Aufwendungen in der Bilanz

Diese Veränderungen der strategischen Ausrichtung führen im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012 zu außerordentlichen Aufwendungen insbesondere in Form von Abschreibungen und Rückstellungen, teilte das Unternehmen Phoenix Solar weiter mit. Ohne diese außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von rund 8 Mio. Euro wäre die jüngste Umsatz- und Ergebnisprognose voll erreicht worden.

So aber wird nach vorläufigen Zahlen ein operativer Verlust (EBIT) von rund 32 Mio. Euro verzeichnet (2011: 84,7 Mio. Euro, bisher für 2012 prognostiziert: 25 bis 19 Mio. Euro). Gegenüber der bisherigen Prognose wird für 2013 von einem deutlich reduzierten Umsatzvolumen von 160 bis 190 Mio. Euro ausgegangen (bisher für 2013 prognostiziert: 280 bis 310 Mio. Euro). Die bisherige Ergebnisprognose (EBIT vor Restrukturierungsaufwand) von zwischen 5 Mio. Euro und 0 Mio. Euro wird hingegen aufrechterhalten.

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