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Aus Wärme wird Strom: Forscher entwickeln neuen Kunststoff

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[wp_campaign_1]CleanTech oder saubere Technologie bedeutet für uns als Redaktion von CleanThinking.de auch, neue Materialien zu erfinden, die in vielen Einsatzbereichen intelligent die Energieeffizienz verbessern oder zur Ressourcenschonung beitragen können. Genau das haben Forscher geschafft, über die Spiegel Online kürzlich berichtete: Die Forscher haben eine hauchdünne Schicht aus dem Kunststoff Polyethylendioxythiophen (PEDOT) entwickelt, die aus Wärme elektrischen Strom erzeugen kann. Die Forscher möchten diesen Kunststoff im Sinne der Thermodynamik nutzen, um aus den Temperaturschwankungen, die etwa beim Autofahren in Form heißer Abgase vorhanden sind, Strom zu erzeugen. Schon geringe Temperaturunterschiede von 30 Grad sollen ausreichen, um genügend Strom für Sensoren oder kleine Schaltkreise zu liefern.

Materialforscher Thermodynamik Schweden
Universität Linköping, Schweden ©2006 Jens Ayton. CreaticeCommens Lizenz.

Das Forscherteam der Universität Linköping (siehe Foto) hat sein neues Material jetzt in der Fachzeitschrift Nature Materials vorgestellt. Die Basis der Erfindung bilden Kunststoffe, die elektrischen Strom leiten können. Diese ließen sich bisher für flexible und biegsame Elektronikbauteile oder Solarzellen verwenden. Um aus diesem speziellen Material ein kleines Stromkraftwerk zu fertigen, mengten die Forscher bei der Kunststoffherstellung eine eisenhaltige Lösung bei. Mit dem noch flüssigen Material beschichteten sie eine Glasplatte hauchdünn.

Seebeck-Effekt bringt Elektronen in Schwung

[wp_campaign_2]Das fertige Modul heizten sie nun auf einer Seite auf etwa 50 Grad Celsius auf, die andere Seite dagegen blieb kühl bei einer Raumtemperatur von gut 20 Grad. Dieser Temperaturunterschied versetzte daraufhin die Elektronen des Kunststoffs in Bewegung. Die Folge des Seebeck-Effekts: Es fließt elektrischer Strom.

Mit einer Ausbeute von einigen Mikrowatt ist die Effizienz dieser Wärme-Strom-Wandler zwar noch sehr gering. Durch weitere Forschung oder in Kombination mit den Technologien, die das Duisburger CleanTech-Unternehmen O-Flexx Technologies (vgl. Firmenporträt O-Flexx Technologies) entwickelt, könnte das Ganze aber durchaus interessant werden. Viele deutsche Automobilbauer wie BMW forschen seit Jahren, wie sie mithilfe der Thermodynamik den Benzinverbrauch senken können.

Über erste Schritte sind die Forscher nun bereits hinaus: Drücken wir die Daumen, dass es solch intelligente Technologien zügig in unsere geliebten deutschen Autos schaffen.

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