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Aussteller der CES 2013: Gedruckte Speichermedien aus Kalifornien

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In diesen Tagen trifft sich in Las Vegas die internationale Riege der Technikinteressierten und Multimedia-Hersteller. Denn: Die Consumer Electronics Show (CES) öffnet vom 8. bis 11. Januar 2013 wieder ihre Tore. Die CES ist die weltweit größte Messe für Unterhaltungselektronik und zeigt Trends, Innovationen und Kuriositäten. Der Global Player Microsoft wird in diesem Jahr zwar erstmals nicht auf der Messe vertreten sein, doch das mindert die Vielfalt der Aussteller nur bedingt. So wird beispielsweise ein sehr kleines und junges StartUp aus Kalifornien unter den Ausstellern zu finden sein, dass mit gedruckten Zink-Batterien die Elektronik-Industrie zu revolutionieren versucht.

CleanTech & Energiespeicher News/ Kalifornien.  Das kalifornische StartUp Imprint Energy hat sich zum Ziel gesetzt, die Starrheit der Energiespeichermedien für Geräte des täglichen Gebrauchs  zu reduzieren. Das Unternehmen wurde 2010 von den beiden University of California- Absolventen Christine Ho und Brooks Kincaid gegründet. Heute zählt die Belegschaft bereits acht Mitarbeiter.

Hintergründe

Es besteht derzeit kaum eine Möglichkeit, klassische Lithium-Ionen-Batterien dünner und flexibler zu gestalten. Es müssen Vorkehrungen getroffen werden, die Reaktionen des Lithiums mit der Umwelt vermeiden. Selbst dünnste Laptops und Tablets stoßen daher im Bereich der Lithium-Ionen-Akkus durch deren Größe, das Gewicht und die Flexibilität an ihre Grenzen. Ein Handy so dünn und biegsam wie eine Kreditkarte – bisher aufgrund der Akkugrößen undenkbar. Der Business und Technologie Blog GigaOM berichtete in diesem Zusammenhang über das innovative StartUp Imprint Energy. Dieses haben eine Möglichkeit entwickelt, die Größe der Speichermedien enorm zu reduzieren. Das Unternehmen setzt Zink anstatt Lithium für seine Batterien ein und nutzt das Siebdruckverfahren.

Zink statt Lithium

Die Anode der biegsamen Batterie wird aus Zink gefertigt. Diese wird mit einem festen Polymer-Elektrolyt und einer Kathode aus einem Metalloxid kombiniert. Nach Angaben von Imprint Energy wird Zink zwar bereits seit Jahren zur Herstellung von Batterien verwendet, jedoch sei es stets schwierig gewesen diese Zink-Batterien wieder mit Strom aufzuladen. Der Grund: Wenn Zink mit einem flüssigen Elektrolyten in Berührung kommt, entstehen Dentriden. Diese winzigen Fasern verhindern bzw. verhindern den Ladevorgang. Imprint Energy löste das Problem durch den Einsatz eines festen Polymers in Kombination mit Zink.

Weitere Vorteile

Da Imprint Energy kein Lithium verwendet, sind keine umfangreichen Abdeckungen bzw. Vorsichtsmaßnahmen zu berücksichtigen, da Zink nicht derartig reagiert wie Lithium. Die Folge: Die Batterien können wesentlich dünner – laut Unternehmensangaben so dünn wie ein Bündel weniger Haare – sein. Daraus könnten sich vollkommen neue Einsatz- bzw. Verwendungsmöglichkeiten. Zudem mache die Verwendung von Zink die Batterien sicherer und weniger giftig. Das Unternehmen schließt daraus, dass es denkbar wäre Geräte oder Anwendungen zu entwickeln, die auf oder sogar im menschlichen Körper – beispielsweise im Rahmen von Herzschrittmachern – positioniert sind.

Das StartUp glaubt daran, dass die Technologie trotz der geringen Bekanntheit perspektivisch große Chancen im Verbaucher-Elektronik-Markt und im medizinischen Sektor haben kann. Besonders auch „tragbare“ Elektronik könnte dadurch zum Mainstream-Produkt werden.

Batterien aus dem Drucker

Eine weitere und offensichtlich namensgebende Innovation von Imprint Energy ist die „Produktion“ der Batterien im Siebdruckverfahren. Das StartUp hat in seinem Büro zwei der „Batteriedrucker“ zur Verfügung. 100 Batteriezellen können damit täglich produziert werden. Vergleichsweise wenig – aber die Geschäftsleitung zeigt sich im Beitrag von GigaOM optimistisch, dass sich durch eine enge Zusammenarbeit mit Industriepartnern ein rasches Wachstum ergeben kann. Vielleicht kann die Präsenz auf des CES 2013 hierzu beitragen…

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