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BASF und Siemens sichern sich Zugriff auf Seltene Erden

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Lynas Corporation

Cleantech News / Australien. Der Preis für die in vielen sauberen Produkten verwendeten Seltenen Erden, die zu 97 Prozent von China abgebaut werden, ist in den vergangenen Monaten nach einer drastischen Reduktion von Produktion und Export durch China enorm gestiegen. Daher schließen immer mehr deutsche Großkonzerne langfristige Lieferverträge mit einzelnen Unternehmen ab, um sich den Zugriff auf Seltene Erden zu angemessenen und gleich bleibenden Preisen zu sichern. Die australische Lynas Corp. profitiert dadurch gleich mehrfach: Nach Siemens hat jetzt auch BASF einen langfristige Liefervertrag mit dem Seltene-Erden-Unternehmen abgeschlossen.

Lynas Corp. will in Malaysia ein trennungswerk für Seltene Erden errichten. Die Chancen stehen gut, dass dieses Werk auch tatsächlich errichtet wird – insofern sind die Verträge mit BASF und Siemens für das Cleantech-Unternehmen von großer Bedeutung. Ab dem vierten Quartal will Lynas mit einer Produktion von 11.000 Tonnen beginnen. 2012 könnte der Abbau dann auf 22.000 Tonnen gesteigert werden.

Im Juli hatten Siemens und die Lynas Corporation eine Absichtserklärung zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens unterzeichnet, das auf der Basis Seltener Erden Neodym-Dauermagnete herstellen soll. Diese benötigt Siemens für energieeffiziente Antriebslösungen und für Generatoren von Windturbinen. Lynas soll dem Joint Venture über langfristige Lieferverträge Rohstoffe, vor allem Neodymium-haltige Metalle, liefern. Die Partnerschaft soll eine nachhaltige Versorgung von der Rohstoffgewinnung über die Magnetproduktion bis hin zur Endanwendung sichern. An dem Joint Venture zur Magnetproduktion wollen sich Siemens mit 55 Prozent und Lynas mit 45 Prozent beteiligen.

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1 Kommentar
  1. […] Cleantech News / EU. Die europäische Union will eine eigene Reserve für Seltene Erden wie Neodymium aufbauen. Der Grund ist die gigantische Abhängigkeit von China, das 97 Prozent der Marktanteile für Seltene Erden hat. Und: China düpiert seit Monaten die ganze Welt, weil viele chinesische Unternehmen, die Seltene Erden abbauen, ihre Produktionslimits erreicht und damit die Förderung Seltener Erden für 2011 eingestellt haben. Außerdem sank die Exportquote im ersten Halbjahr 2011 auf 35 Prozent aufgrund der Erhebung von Zöllen. Das hat in den vergangenen Monaten zu heftigen Preissteigerungen und massiven Lieferengpässen geführt. Deutsche Großkonzerne wie Siemens und BASF beteiligen sich daher bereits an Unternehmen, die den A…. […]

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