Cleanthinking.de
Sauber in die Zukunft

Werbung

BASF will Marktführer bei Materialien und Komponenten für Batterien werden

0 63
Energiespeicher von morgen: Lithium-Ionen-Batterien
Energiespeicher von morgen: Lithium-Ionen-Batterien bei BASF

CleanTech, Mobilität News, Ludwigshafen. Die Aussagen und Ziele von BASF sind eindeutig: In den kommenden Jahren möchte der Chemiekonzern zum führenden Anbieter von Materialien und Komponenten für Batterien werden. Das kann für BASF ein lukratives Geschäft werden: Bis 2020 schätzt BASF den Markt für Energiespeicher auf 20 Milliarden Euro und erwartet einen Umsatz von 500 Millionen Euro. Die Batterie sei eine „kleine chemische Fabrik“, sagte jetzt Andreas Fischer, Vizepräsident im Bereich Batterieforschung und Elektrochemie gegenüber dapd. Für die Erreichung des Ziels hat BASF nicht nur die Unit Battery Materials gegründet, sondern auch internationale Akquisitionen getätigt.

Im Januar kaufte BASF für 39 Mio. Euro Anteile am Weltmarktführer für Lithium-Schwefel-Batterien, Sion Power. Im Februar übernahm BASF für 59 Mio. Dollar die Ovonic Battery Company, einen Spezialist für Nickel-Metallhydrid-Batterien (CleanThinking berichtete). Im April folgte die Akquisition des Elektrolyt-Geschäfts von Merck und die Übernahme des US-Unternehmens Novolyte Technologies.

Weitere Investitionen der BASF stehen bevor: Erst rund die Hälfte eines mittleren dreistelligen Millionen-Betrages hat BASF investiert. Bis 2016 sollen weitere Investitionen in Kapazitäten folgen, kündigte Ralf Meixner, Leiter des Bereichs Battery Materials an. Als Kunden sieht BASF vor allem die Zell- und Batteriehersteller – d.h. BASF wird sich auf die Lieferung von Materialien konzentrieren, was auch erklärt, warum die Akquisitionen in unterschiedliche Technologien erfolgten.

Das größte Potenzial haben nach Angaben Meixners die nächste Generation von Lithium-Ionen-Batterien mit höherer Energiedichte sowie die Lithium-Schwefel-Technologie. Deren Energiedichte sei drei Mal höher als die heutiger Batterien. Bis die Lithium-Schwefel-Technologie wirklich marktreif ist, werden aber noch zehn Jahre vergehen. Dies könnte zum Durchbruch für Elektromobilität beitragen. Um dies zu erreichen, hält Meixner allerdings staatliche Förderungen in den Ausbau der Infrastruktur für Elektroautos für sinnvoll. Direkte Subventionen lehnt Meixner hingegen ab.

Das könnte dir auch gefallen

Hinterlasse eine Antwort

Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

This website uses cookies to improve your experience. We'll assume you're ok with this, but you can opt-out if you wish. Accept Read More