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BMW vergibt großen Batteriezellen-Auftrag an CATL

Batteriezellen made in Germany: BMW setzt auf die fünfte Generation der Batteriezellen der Chinesen von CATL / CATL plant Aufbau eines Werks in der Region Erfurt

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Die Übermacht der Asiaten bei der Produktion von Batteriezellen für Elektroautos wird auch weiter anhalten: Obwohl die EU Anstrengungen für europäische Hersteller unternimmt, hat BMW jetzt einen Milliardenauftrag an den chinesischen Emporkömmling CATL vergeben. Die Chinesen, die sich über einen Börsengang gerade frisches Kapital gesichert haben, wollen dafür nun eine eigene Fertigung in Thüringen in der Nähe von Erfurt errichten.

Von dem Batteriezellen-Milliardenauftrag für CATL durch BMW berichtete zuerst das Handelsblatt, das BMW-Chef Krüger interviewt hatte. Gerüchte über die kurz bevorstehende Bekanntgabe über den Standort eines CATL-Werkes in Deutschland gab es schon eine Weile. Der Standort Erfurt macht Sinn, weil von dort die BMW-Werke in München und Leipzig gut erreichbar erscheinen.

BMW hat es offenbar ausgereicht, dass CATL den Bau einer Fabrik in Deutschland, also in der Nähe seiner Standorte, ankündigte. Das Warten auf einen europäischen Hersteller von Batterizellen wie Northolt oder TerraE war den Münchnern offenbar zu riskant. Zumal BMW, was bislang kaum bekannt war, die jetzige, fünfte Generation der CATL-Zellen gemeinsam mit den Chinesen entwickelt hat. Abgesehen von der Zellfertigung behält BMW die Wertschöpfung in eigener Hand.

Die jetzige Bestellung ist vor allem für die Stromlimousine inext notwendig. Das Elektroauto soll 2021 auf den Markt kommen. Während BMW in China schon längere Zeit mit CATL kooperiert, war in Europa eher die Partnerschaft mit Samsung bekannt. Klar ist trotz des Batteriezellen-Milliardenauftrags an CATL: Auch von Samsung wird BMW weiterhin Zellen beziehen. Der Konzern plant 25 elektrifizierte Modelle in den kommenden Jahren auf den Markt zu bringen.

AKASOL geht an die Börse und erweitert Kapazität

Unterdessen gibt es eine weitere positive Meldung aus dem Batteriemarkt für den Standort Deutschland: Die Darmstädter AKASOL AG ein ihr Debüt an der Frankfurter Börse gegeben und damit rund 100 Millionen Euro für Wachstum eingesammelt. Das Unternehmen ist auf die Fertigung von Batteriesystemen für Nutzfahrzeuge spezialisiert. Ein Kunde ist Daimler EvoBus. Eine Fertigung in Langen, Ende 2017 in Betrieb genommen, soll nun bis 2020 verdoppelt werden – auf 600 Megawattstunden.

(Hinweis: Martin Jendrischik, der Autor dieses Beitrages ist über die Life Size Media GmbH als Kommunikationsberater für AKASOL beratend tätig.)

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