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Batteriezellen: Holt Wolfgang Tiefensee CATL nach Erfurt?

Wichtige Meldung für den Standort Deutschland: Mehreren Medienberichten zufolge will der chinesische Batteriezellen-Gigant CATL sein erstes Europa-Werk in Deutschland aufbauen - womöglich in Thüringen.

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Das wäre ein Coup für Thüringens Ministerpräsident Ramelow und  Wírtschaftsminister Tiefensee: Der Weltmarktführer für Lithium-Ionen-Batterizellen, die chinesische CATL, plant offenbar den Bau einer Zellfertigung in oder bei Erfurt. Das berichtet electrive.net unter Berufung auf das Unternehmen. Sinn würde es machen: CATL beliefert Volkswagen, Daimler und BMW.

In den nächsten Wochen sind einige bedeutsame Standortentscheidungen in Sachen Zell- und Batteriefertigung, aber auch Elektromobilität in Europa zu erwarten. Neben dem Konsortium TerraE sucht auch Tesla nach einem Standort für eine Gigafactory in Europa. Dass Tesla nach Deutschland kommt ist, angesichts mangelnder politischer Unterstützung für Tesla bislang, eher unwahrscheinlich. Niederlande oder Portugal deutlich wahrscheinlicher.

Unterdessen zeichnet sich der Bau eines Werks von CATL – Contemporary Amperex Technology – ab. Das chinesische Unternehmen hat heute schon die weltweit größten Fertigungskapazitäten für Lithium-Ionen-Batteriesysteme und in den vergangenen Monaten neben VW, BMW und Porsche auch andere namhafte Kunden im Bereich Elektromobilität gewonnen.

CATL wächst rasant und ist gerade dabei, über einen Börsengang zusätzliche 853 Millionen Dollar zur Wachstumsfinanzierung zu erlösen. Damit wird das Unternehmen mit 8,5 Milliarden Dollar bewertet. Die Aktie an der chinesischen Börse soll 3,40 Euro (25,14 Yuan) kosten.

Laut Handelsblatt hat CATL eine Stellungnahme zur Aussage, das Unternehmen werde ein Werk in Thüringen bauen, keine Antwort gegeben. Den Angaben zufolge sind weitere Standorte in Polen und einem weiteren Land in Europa vorgesehen – möglicherweise Frankreich oder im skandinavischen Raum. Zuvor hatten Automobilwoche und Bloomberg von einem Werk auf deutschem Boden berichtet.

CATL-Ansiedlung als Tiefensee-Erfolg?

Sollte es um die Standortansiedlung in Thüringen gehen, könnte dies ein weiterer Erfolg von Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee sein. Tiefensee hatte in seiner Zeit als Oberbürgermeister von Leipzig seine Finger bei der Ansiedlung von DHL; BMW und Porsche im Spiel. Als späterer Bundesverkehrsminister ist ihm das Thema Elektromobilität und die Bedeutung der Batteriezellenfertigung bekannt. Spekulation, aber logisch wäre es, dass ihm nun eine weitere große Ansiedlung glückt.

Eine Übersicht über die Aufteilung des Marktes für Elektroauto-Batterien gibt es hier bei Cleanthinking.

 

 

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