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Bayern, Volkswagen, ein neuer Bundesverband und dessen Roadmap für Energiespeicher

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Energiespeicher sind im Rahmen der Energiewende ein zunehmend relevantes Thema. Versorgungssicherheit muss trotz der zyklischen Verfügbarkeit von Strom aus Erneuerbaren Energien gewährleistet werden können. Um dies zu garantieren, sind neue Speicherlösungen notwendig. Auch im Rahmen der Elektromobilität spielen Akku-Technologien eine zentrale Rolle, um vor allem die Reichweite der E-Autos zu erhöhen. Viel Forschungsbedarf, viele Projekte und ein neu gegründeter Verband, der alle relevanten Marktteilnehmer und deren Interessen vertreten möchte.

Bayern investiert 30 Millionen Euro in stationäre Energiespeicher

Energiespeicher News. Um die Entwicklung von Energiespeichern für Windkraft und Photovoltaik zu unterstützen, plant der Freistaat Bayern in den kommenden Jahren Gesamtinvestitionen in Höhe von 30 Millionen Euro. Wie Energie & Technik online berichtet, voll besonders die Forschung von Li-Titanat und Li-Eisenphosphat-Akkus vorangestrieben werden. Das Projekt mit dem Titel „Dezentrale stationäre Batteriespeicher“ soll bis 2016 laufen und verfolgt das Ziel, leistungsfähigere Speicher für Erneuerbare zu entwickeln und somit trotz Volatilität grundlastfähiger zu werden und Stromspitzen ausgleichen zu können.

Bereits heute deckt das Land Bayern ein Drittel seines Strombedarf durch Erneuerbare. Bis 2021 sollen diese die Hälfte des Bedarfs decken. Um dies zu gewährleisten, seien stationäre Energiespeicher notwendig. Ziel des Projektes – von der TU München mit dem Industriepartner Varta Microbattery GmbH durchgeführt – ist es, eine Lebensdauer von über 20 Jahren bzw. 20.000 Ladezyklen zu erreichen. Die zunächst in Eiogenheimen zum Einsatz kommenden Akkus könnten später zu einem intelligenten, virtuellen Speicher zusammengeschlossen werden

Volkswagen forscht an Lithium-Luft-Akkus

Nicht nur um volatile Erneuerbare Energien auszugleichen – auch um Elektroautos zu einer größeren Reichweite zu verhelfen, werden leistungsfähigere Akkus benötigt. VW forscht daher im Rahmen des Projektes „Glanz“ (Durch Glas geschützte Anode und Zelle) nun im Bereich der Lithium-Luft-Akkus. Das Ziel: Mindestens 360 Kilometer mit einer Ladung des Elektroautos zu erreichen. Diese weisen zwar einerseits eine drei-bis fünfache Energiedichte auf, bergen aber andererseits Risiken, da sie feuergefährlicher als herkömmliche Akkus sind. Volkswagen will das nun ändern.

Gemeinsam mit Schott, Varta Microbatteries, Rockwood Lithium und einem Batterieforschungszentrum der Westfälischen Wilhelms-Universität soll diese Problematik angegangen werden. Wie Mein Elektroauto (online) berichtet, könnte sich bei Erfolgen des Konsortiums die Reichweite von Elektroautos von 120 auf 360 Kilometer erhöhen. Es soll eine spezielle Glaskeramik verwendet werden, die zwar für Ionen aber nicht für Elektronen durchlässig ist. Dadurch würde unter anderem die Feuergefahr minimiert. Wann diese Innovation jedoch serienmäßig eingesetzt werden kann, soll und darf, ist noch nicht bekannt.

Bundesverband Energiespeicher gegründet

Das Thema Energiespeicher hat im Rahmen der Energiewende und der zunehmend diskutierten Versorgungssicherheit an Relevanz gewonnen. Ende September 2012 hat sich daher ein neuer Spitzenverband zur Weiterentwicklung der Energiespeicherung  gegründet, der die wachsende Branche und vertritt und Aufbau eines stabilen Energiespeichermarktes beschleunigen möchte. Der Bundesverband Energiespeicher (BVES) sitzt in Berlin und möchte Entscheidungsträger unter einem Dach vereinen und ein starkes Kontaktnetzwerk nutzen. Das Thema der Energiespeicherung soll besonders in den Bereichen Politik, Bildungsarbeit, Beratung und Forschung vorangetrieben werden.

Als einen der ersten zentralen Arbeitsschritte gilt laut Verbandangaben die Erstellung einer „Energiespeicher Roadmap“, in der eine klare Position zur Rolle der Energiespeicher bei der Energiewende in Deutschland definiert wird.

Roadmap für Energiespeicher

Ohne mehr und bessere Speicher keine Energiewende –  so die Meinung des BVES. Die „Energiespeicher Roadmap“ soll die Entwicklung vorantreiben und die Position der Verbandsmitglieder verdeutlichen. Um eine Versorgungssicherheit trotz der volatilen Erneuerbaren Energien gewährleisten zu können, seien neben dem Ausbau der Netze besonders auch Energiespeicher von Nöten. Sur so könnten die Kosten für Industrieunternehmen einerseits und private Verbraucher andererseits möglichst gering gehalten werden.

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