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BioCat: Münchener Startup speist erstmals Biomethan in Erdgasnetz ein

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Electrochaea’s Bioreaktor wird für aufwändige Power-to-Gas-Technologie zur Biomethan-Produktion verwendet

Das Münchener Cleantech-Startup Electrochaea hat erstmals Biomethan aus dem eigenen Bioreaktor BioCat in das dänische Erdgasnetz eingespeist. Die Qualität des biologisch erzeugten Gases ist so gut, dass sie auch ins deutsche oder amerikanische Erdgasnetz eingebracht werden kann. Das Unternehmen betreibt im dänischen Avedøre die weltweit größte biologische Power-to-Gas-Anlage.

Die Technologie der Münchener kann einen wichtigen Beitrag zu Netzstabilität, CO2-Reduktion und Speicherfähigkeit erneuerbarer Energien bedeuten. Die Leistungsaufnahme der Power-to-Gas-Anlage liegt bei einem Megawatt. Deren Prinzip basiert auf der Biokatalyse – dabei wird Strom aus erneuerbaren Energiequellen für die Herstellung von Wasserstoff genutzt, der dann unter Zuführung und schließlich Reduktion von Kohlendioxid durch Kleinstlebewesen (Archaeen) in Biomethan umgewandelt wird.

Das verwendete CO2 stammt aus einer nahegelegenen Kläranlage. Die Power-to-Gas-Anlage hat die Kapazität, täglich bis zu 1200 Kubikmeter Biomethan in das Erdgasnetz einzuspeisen und dabei jährlich bis zu 800 Tonnen CO2 zu binden. Das so produzierte Gas weist mehr als 98% Methan und jeweils weniger als 1% Wasserstoff und CO2 auf und übertrifft damit sogar die Anforderungen zur Netzeinspeisung in Dänemark und anderen relevanten Märkten, wie beispielsweise Deutschland oder Kalifornien.

BioCat soll künftig überschüssigen Windstrom speichern

Hervorgegangen ist die Anlage aus dem Gemeinschaftsprojekt BioCat (www.biocatproject.com), das durch das dänische Energietechnologie Entwicklungs- und Demonstrationsprogramm (EUDP) finanziell unterstützt wurde. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, eine effiziente und markttaugliche Lösung für die Speicherung von Windenergie und die Regulierung von Energieangebot und -nachfrage zu entwickeln. Das Interesse an einer Speicherlösung für erneuerbare Energie ist in Dänemark besonders groß.

Dänemark will bis 2050 unabhängig von fossilen Brennstoffen sein. Bis 2030 will Dänemark 70 Prozent weniger CO2 produzieren, verglichen mit den Emissionen 1990. Zuletzt hatte Electrochaea im August die Eröffnung der ersten US-amerikanischen Biomethanisierungs-Anlage in Golden, Colorado bekanntgegeben. Eine dritte Anlage mit Electrochaea-Technolgie steht in Solothurn, Schweiz, und speist seit Juni 2019 grünes Methan in das Schweizer Gasnetz.

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1 Kommentar
  1. […] Das Münchener Cleantech-Startup Electrochaea hat erstmals Biomethan aus dem eigenen Bioreaktor BioCat in das dänische Erdgasnetz eingespeist. Die Qualität des biologisch erzeugten Gases ist so gut, … (Orginal – Story lesen…) […]

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