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Bioenergie als Wärmeproduzent: Bundesverband fordert verstärkte Anstrengungen

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Bioenergie News / Augsburg. Der Anteil der Bioenergie am gesamten Endenergieverbrauch für Wärme in Deutschland betrug in 2010 bereits 9,0 Prozent (insgesamt 127,0 Mrd. kWh). Dennoch fordert der Bundesverband BioEnergie verstärkte Anstrengungen der Politik bei der konsequenten Umsetzung der Ausbauziele des Energiekonzeptes für den erneuerbaren Wärmemarkt. Die Energiewende können nur nur mit einer offensiven Nutzung der Erneuerbaren Energien, auch im Wärmemarkt, gelingen. Hierzu müsse der Modernisierungsstau in den bundesdeutschen Heizungskellern endlich aufgelöst werden und verlässliche und stetige Anreize für einen Austausch alter, ineffizienter Heizungen durch moderne, hocheffiziente Erneuerbare-Energien-Heizsysteme gesetzt werden, betonte Helmut Lamp, Vorstandsvorsitzender des BBE.

90 Prozent der EE-Wärme ist Bioenergie

Die Bioenergie in Deutschland stellt über 90 Prozent der aus erneuerbaren Energien produzierten Wärme zur Verfügung. Bis 2020 könnte der Marktanteil der Biowärme auf 15 Prozent steigen. Dabei biete die Bioenergiebranche umfassende Lösungen für den Wärmemarkt an: einerseits innovative automatisch beschickte Holzpellets- und handbeschickte Scheitholzvergaserfeuerungsanlagen mit höchsten energetischen Wirkungsgraden und hochmoderner Umwelt- und Emissionstechnik für den Einsatz überwiegend im Ein- und Mehrfamilienhausbereich, anderseits hocheffiziente Biomasseheizwerke, Biomasseheizkraftwerke und Biogasanlagen in Verbindung mit Nahwärmesystemen zur Wärmeversorgung im kommunalen, industriellen und gewerblichen Bereich sowie von größeren Wohngebäuden.

Erneuerbare-Wärme-Prämie gefordert

Bundesverband BioenergieDer BBE fordert zusätzlich ein effektives Zusammenspiel zwischen einem haushaltsunabhängigen Förderinstrument (z.B. eine Erneuerbare-Wärme-Prämie) und einem Steuerabschreibungsmodell für Investitionen, die im Rahmen des Heizungstausches anfallen. Die Steuerabschreibung müsse dabei sowohl für den Austausch einer alten Heizungsanlage durch einen modernen, effizienten Biomassekessel als Einzelmaßnahme gelten als auch die investiven Anschlusskosten eines Haushaltes an ein Biomasse-Nahwärmenetz berücksichtigen. Der BBE fordert daher die politischen Entscheidungsträger in Bund und Ländern auf, gemeinsame Anstrengungen zur Umsetzung der Energiewende am Wärmemarkt zu unternehmen und für das im Juli vom Bundesrat abgelehnte Steuerabschreibungsmodell den Vermittlungsausschuss anzurufen.

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