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bne kritisiert mangelnde Transparenz bei Offshore-Umlage

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Der Bundesverband neuer Energieanbieter (bne), der die Interessen von Lieferanten und Produzenten in Deutschland vertritt, die ihre Kunden mit Energie versorgen, aber kein eigenes Netz betreiben, hat die geplante Offshore-Umlage heftig kritisiert. Das Bundeskabinett will heute über einen entsprechenden Gesetzentwurf beraten (CleanThinking berichtete). Die rechtliche Ausgestaltung der Offshore-Umlage sei „vollkommen unzulänglich“, so der bne. Sie werde – so der zentrale Vorwurf – intransparent und gänzlich unkontrolliert festgelegt.

Geschäftsführer Robert Busch, bne

Cleantech, Energiewende News / Berlin. ‚In Zeiten, in denen die Kosten der Energiewende beständig steigen, darf auf keinen Fall eine zusätzliche Umlage geschaffen werden, die der Kontrolle durch die eigentlich zuständige Bundesnetzagentur komplett entzogen ist“, kritisiert der Geschäftsführer des Bundesverbandes Neuer Energieanbieter e.V. (bne), Robert Busch, das Vorhaben. Netzbetreiber können laut der geplanten Regelung die Entschädigungsforderungen der Windanlagenbetreiber unter bestimmten Bedingungen nahezu vollständig an die Verbraucher weiterreichen. „Damit haben Netzbetreiber keinerlei Anreiz, die Forderungen der Windparkbetreiber kritisch zu prüfen“, so Busch, „das ist das exakte Gegenteil von Kosteneffizienz!“

Auch sei eine rechtzeitige Veröffentlichung der Umlage zum 15. Oktober mit den derzeit vorgesehenen Regelungen nahezu unmöglich. „Dabei ist eine rechtzeitige Veröffentlichung der endgültigen Umlage ungeheuer wichtig für Energieversorger. Denn zu diesem Zeitpunkt müssen sie ihre Preise kalkulieren“, erläutert Busch. Werde die Umlage später vom Netzbetreiber erhöht, liege das Kostenrisiko komplett bei den Vertrieben. Das treibt unnötig die Preise. „Dieser Grundsatz gilt übrigens für alle Entgelte und Umlagen: Energieunternehmen müssen sich darauf verlassen können, dass die Netzbetreiber-Veröffentlichungen zum 15. Oktober endgültig sind“, fordert der bne-Geschäftsführer. Dass das möglich ist, zeigt die EEG-Umlage. Deren Höhe steht am 15. Oktober fest – definitiv.

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