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Bosch will Dinge-Vernetzer werden

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Das ‚Internet der Dinge und Dienste‘ klopft derzeit weltweit an den Türen der Haushalte – die Digitalisierung und Vernetzung schreitet unaufhörlich voran. Fahrzeuge, Kühlschränke, Smartphones, Container, Maschinen – schon im kommenden Jahr sollen mehr als sechs Milliarden Dinge mit dem Internet verbunden sein. Das ermöglicht völlig neue Dienstleistungen, die den Alltag von uns allen verändern werden und für Konzerne wie Bosch, ABB, Cisco oder LG großes Potenzial bieten. Für die Endverbraucher geht es vor allem um Komfort, Sicherheit und Effizienz.

Bosch ABB Cisco LG Smart HomeDie genannten Konzerne arbeiten zusammen, eine Software-Plattform zu entwickeln, die verschiedene Geräte und Dienste informationen miteinander austauschen lässt. Die fehlende Standardisierung gilt vielfach noch als Hemmschuh für die ungebremste Entwicklung im Internet der Dinge. Zusätzlich wird weitere Anwendungssoftware zur Verfügung gestellt. Dadurch können künftig die Geräte unterschiedlicher Hersteller innerhalb eines Hauses automatisch zum Beispiel in den Bereichen Sicherheit, Gesundheit und Unterhaltung zusammenarbeiten.

Bislang fehlt solch eine gemeinsame Plattform. Deshalb können Geräte vom Lichtschalter über den Rolladenmotor bis hin zu Waschmaschine, Multimedia-Anlage, Smartphone und Tablet-PC bisher in der Regel weder untereinander noch über das Internet einfach Informationen auf standardisierte Art und Weise austauschen. Durch die Vernetzung verschiedenster Geräte im Haus ist die gemeinsame Plattform ein weiterer Schritt in Richtung Internet der Dinge für Wohngebäude.

Obendrein hat Bosch eine neue Gesellschaft für das Internet der Dinge und Dienste gegründet: Die Bosch Connected Devices and Solutions GmbH bietet kompakte Elektronik-Produkte und Software-Knowhow, um Geräte und Objekte in ganz unterschiedlichen Einsatzfeldern intelligent und internetfähig zu machen. Im Fokus der Geschäftsaktivitäten stehen zunächst sensorbasierte Anwendungen rund um das intelligent vernetzte Haus (Smart Home) sowie im Bereich Transport, Logistik und Verkehr.

Bosch Connected Devices and Solutions GmbH in Reutlingen

Die Bosch Connected Devices and Solutions GmbH hat ihren Hauptsitz in Reutlingen und wird weitere Standorte in Coimbatore, Indien und Suzhou, China, haben. Schwerpunkt ist die Entwicklung von vernetzten Sensoren und Aktuatoren. Aktuatoren setzen elektrische Signale von Sensoren oder Steuereinheiten in eine Aktivität um. Beispiele sind das automatische An- und Ausschalten einer Beleuchtung oder das Öffnen und Schließen eines Ventils.

Winzige MEMS-Sensoren messen mit ihren mikroskopisch feinen Strukturen Beschleunigung, Luftdruck, Erdmagnetfeld, Drehrate, Geräusche oder Temperatur. Intelligent programmiert mit Software-Algorithmen und ausgestattet mit Mikrocontroller, Miniaturbatterie und winzigem Funkchip, können sie diese Messdaten verarbeiten und via Internet zum Beispiel auf das Smartphone des Nutzers schicken. Damit lassen sich im Prinzip alle Gegenstände des täglichen Lebens ins Internet bringen. So wachsen die reale und die virtuelle Welt zusammen.

Viele Anwendungsfelder für mehr Komfort, Sicherheit und Effizienz

Bosch Sensoren für das Internet der DingeDas Smart Home als Teilbereich des Internet der Dinge kann beispielsweise mithilfe von Sensoren und Software erkennen, dass die Fenster im oberen Stock offenstehen und diese Information mit dem Wetterbericht aus dem Internet verknüpfen. Zum Schutz vor einem herannahenden Unwetter könnte das System die Fenster automatisch schließen und die Rollläden herablassen. Mithilfe von „smarten Steckdosen“ lässt sich das Bewässerungssystem einer Gärtnerei abhängig von der Feuchtigkeit der Pflanzenerde ein- und ausschalten.

In Pakete und Warensendungen integrierte Sensoren ermöglichen es, deren Transport zu überwachen. Unsanfter Umgang, Stürze, Nässe und außergewöhnliche Temperaturen lassen sich so dokumentieren und verursachergerecht zuordnen. Und verschwindet mal eine Sendung, so lässt sich deren Wegstrecke über die gespeicherten Geodaten leicht nachvollziehen. Ein stark wachsender Markt aufgrund des rasant zunehmenden Internethandels.

Die interne Vernetzung von Smart Homes hilft unter anderem beim wichtigen Zukunftsthema der effizienten Energienutzung. Wenn die Energiepreise zum Beispiel via Internet bekannt sind, können Wohnungen selbstständig darauf reagieren und ihren Bedarf möglichst kostengünstig decken – ohne dass die Bewohner eingreifen müssen. Die Waschmaschine würde dann anspringen, wenn der Strom günstig ist. Weiteres zentrales Thema von Smart Homes ist deren Sicherheit – etwa durch Fernüberwachung und -diagnose. Auch Ambient Assisted Living, zum Beispiel für seniorengerechte Wohnungen, wird durch ein intelligent vernetztes Haus möglich.

(Dieser Beitrag erschien am 24.1.2014 auf CleanThinking.de)

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