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Bremer GuD-Kraftwerk erhält sein schweres Herzstück

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Gasturbine von General Electric für das Bremer GuD-Kraftwerk
Baustelle Gemeinschaftskraftwerk Bremen (GKB) auf dem Gelände von Arcelor Mittal. Entladung des Generators von General Electric. Stator mit einem Gewicht von 280 Tonnen. (Quelle: swb)

Cleantech, Energiewende News / Bremen. Das neue Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) in Bremen-Mittelsbüren hat in der vergangenen Woche einen deutlichen Wachstumsschub erhalten. Dabei sind wesentliche Komponenten des Antriebsstrangs (powertrain) eingehoben worden. Gasturbine, Generator und Dampfturbine bilden zusammen diesen Antriebsstrang des hochmodernen Gemeinschaftskraftwerks. Der Generator von General Electric – das schwere Herzstück des Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerks – wird mit einer Leistung von fast 450 Megawatt der größte Stromerzeuger Bremens.

Mit einem Spezialtieflader wurde der Generator mit einer Länger von 13 Metern und einem Volumen von 660 Kubikmetern sowie einem Gewicht von 420 Kilogramm – über das Baugelände zu einem Schwerkran am Maschinenhaus transportiert, um von dort eingehoben zu werden. Die Gasturbine ist bereits platziert, die Dampfturbine folgt als letztes Bauteil Anfang August.

Die Partner des Gemeinschaftskraftwerks Bremen: Die DB Energie, der Energieversorger der Deutschen Bahn, beteiligt sich mit zwei Prozent und wird außerdem über einen Strombezugsvertrag eine Leistungsscheibe von 165 MW abnehmen, um damit die Züge in Deutschland anzutreiben. Mit 25,1 Prozent beteiligt sich der Frankfurter Energieversorger Mainova AG. Die TOBI Gaskraftwerksbeteiligungs GmbH & Co. KG, ein Zusammenschluss von Stadtwerken aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, ist mit 15,5 Prozent dabei. Die restlichen 57,4 Prozent hält der Bremer Versorger swb – mit der Option, davon 8,4 Prozent an weitere Partner zu vergeben. Die Kooperation wird in Form einer gemeinsamen Gesellschaft, der Gemeinschaftskraftwerk Bremen GmbH & Co. KG, realisiert.

Hintergrund: Ein GuD-Kraftwerk nutzt seinen Brennstoff besonders effizient aus: Die bei der Verbrennung von Erdgas entstehende Energie treibt die Gasturbine an, vergleichbar mit einem Flugzeugtriebwerk. Die heißen Abgase aus diesem Prozess nutzt das GuD-Kraftwerk weiter aus, um Wasser zu Dampf zu erhitzen, mit dem eine Dampfturbine angetrieben wird. Beide Turbinen versetzen zusammen den Generator in Drehungen, um Strom zu erzeugen. Mit der „Doppelnutzung“ erreicht ein GuD-Kraftwerk den höchsten Wirkungsgrad unter den fossil betriebenen Anlagen – die geplante Anlage schafft fast 59 Prozent. Kohleanlagen auf dem neuesten Stand der Technik bieten dagegen einen Wirkungsgrad von circa 45 Prozent

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