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Brennstoffzellen-Heizung: Neues Förderprogramm in Hessen

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Bis Brennstoffzellen-Heizungen zum „Normalfall“ in deutschen Heizungskellern werden, wird noch einige Zeit vergehen. Die Gas-Brennwertheizung hat schließlich 20 Jahre zur flächendeckenden Akzeptanz gebraucht. Doch zwei Elemente machen Hoffnung, dass es bei der effizienten Brennstoffzellen-Heizungstechnologie schneller gehen könnte – wie man hört, sind die Fortschritte, die in den Feldtests Callux und ene.field im Hinblick auf Wartungsintervalle, Wirkungsgrade und Akzeptanz der Nutzer gewaltig. Und: Bundesländer wie Sachsen und – neu – Hessen fördern den Einsatz der neuen Technologie.

Mit Vitovalor 300-P bringt Viessmann als erster Hersteller ein in Serie gefertigtes Brennstoffzellen-Heizgerät auf den europäischen Markt.21. Juli 2014. Das hessische Wirtschaftsministerium fördert jetzt Brennstoffzellen-Heizungen im Rahmen eines Förderprogramms und möchte damit den Ausbau von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen mit Brennstoffzellen beschleunigen. Entscheidender Vorteil der Brennstoffzellen-Heizung ist, dass aus dem zugeführten Gas nicht nur Wärme, sondern gleichzeitig auch Strom produziert wird. Damit ist die Technologie effizienter als Stand-Alone-Heizungen.

Das Land Hessen will nun bis zu 60 Anlagen mit Zuschüssen von jeweils 50 Prozent der Investitionskosten bzw. maximal 17.550 finanziell fördern. Die Hessische Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 die Energieversorgung für die Bereiche Wärme und Strom in Hessen zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien abzudecken. Die dezentrale Energieproduktion mittels Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen spielt hierbei eine wichtige Rolle.

Heute sind deutschlandweit bereits rund 500 solcher Brennstoffzellenheizgeräte als Demonstrationsanlagen installiert. Hersteller wie Viessmann, Vaillant und Ceramic Fuel Cells bieten nun erste kommerzielle Anlagen am Markt an.

Lesen Sie dazu auch: Brennstoffzellen-Heizung: Fit für die Masse?

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% S Kommentare
  1. Tobias sagt

    Ich hätte ein Auto mit einer Brennstoffzelle, die mit Methan versorgt wird und einen fast geräuschlosen Elektromotor antreibt. Noch lieber wäre mir natürlich Wasserstoff. Aber es gibt noch zu wenig H2-Tanstellen während CH4 überall verfügbar ist.

  2. Ja, ich denke, der große Nachteil ist derzeit einzig und alleine der Preis – aber mit deutlich mehr Systemen im Markt, wird der sich sicherlich bald deutlich reduzieren. Ist das der Fall, wird die Brennstoffzellen-Heizung zur echten Alternative im Heizungskeller.

    Übrigens glauben wir, dass sich die Brennstoffzelle eher im stationären Umfeld, weniger im mobilen Auto, durchsetzen wird… Warten wirs ab!

  3. Es ist schön zu lesen, dass Gasheizung und Ölheizung so langsam abgelaufen werden. Solar ist ja bzgl. Wirkungsgrad nicht die beste Variante als Heizung. Alternative Heizsysteme wie auch die Wärmepumpe sind halt doch eher Möglichkeiten die man aus Überzeugung nutzt, aber nicht aus Effizienzgründen. Da kommt die Brennstoffzellen Heizung zur richtigen Zeit.
    Liebe Grüsse

  4. Kilian Rüfer sagt

    Schau mal einer an, dass Ministerium von Tarek Alwazir schiebt das Speicherthema an. Freut mich davon zu lesen. Bis das „Flugzeug abhebt“ hilft so etwas. Habt ihr die mal durchgerechnet?

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