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Byton zeigt erstes Premium-Elektroauto auf der CES

Elektroauto-Startup Future Mobility Corporation (FMC) will mit Byton eine globale Marke für Premium-Elektroautos etablieren / Inspiriert eher durch Apple als durch Tesla

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Die Liste der chinesischen Startups, die Elektroautos auf den Markt bringen wollen, ist lang. Doch mit der Future Mobility Corporation und der Marke Byton drängt ein Cleantech-Unternehmen auf den Markt, das sich unterscheidet. Byton ist mehr von Apple inspiriert als von Tesla, heißt es. Die Kernkompetenz der Macher liegt nicht im elektrischen Antrieb, sondern in der Gestaltung des Innenraumes und in der Vernetzung. Hinter dem Elektroauto-Startup stecken mächtige Konzerne. Viele Köpfe kommen von BMW. Im Januar präsentiert Future Mobility Corporation auf der CES 2018 sein erstes Elektroauto.

Future Mobility Corporation macht den Fahrer zum UserElektroauto & CES  2018 News / 14.12.2017. Byton – alleine der Name verspricht schon das, was die Marke der in Shanghai, dem Silicon Valley und München ansässige Elektroauto-Startup Future Mobility Corporation ausdrücken will. Die Philosophie der Byton-Macher ist es, den Fahrer und seine Mitfahrer zu Usern zu machen und ihnen neue Freiräume während der Fortbewegung zu bieten.

Der Blick ins Interieur des Elektroautos zeigt bereits, wie sich die Manager diese Philosophie vorstellen: Der lange Monitor liefert genau die Informationen, die die User aktuell brauchen. Ganz gleich, in welchem Status sich das Auto gerade befindet: Fährt es autonom? Parkt es? Ist es kurz vor dem Losfahren und schon auf ein Ziel programmiert? Hintergründiges zur Marke Byton lesen Sie auch hier.

Byton ist ein Kunstwort mit Bedeutung in mehreren Sprachen. Aus dem Englischen ist es eine Abkürzung, die Byte und On verbindet – was die beschriebene Philosophie, ein mobiles Gadget sein zu wollen und eher von Apple als von Tesla inspiriert zu sein, hervorragend transportiert.

Hinter dem Unternehmen stecken Manager und Köpfe aus der Automobilbranche. Viele von Ihnen – einschließlich CEO & CTO Dr. Carsten Breitfeld und Dr. Daniel Kirchert (President, Mitgründer) haben eine Vergangenheit bei BMW – Breitfeld etwa hat entscheidend an der Entwicklung des BMW i8 mitgearbeitet. Im Hintergrund stehen Konzerne wie Foxconn und Tencent. In einer ersten Finanzierungsrunde hat Byton rund 240 Millionen US-Dollar eingesammelt.

Mitarbeiter mit BMW-Vergangenheit

Der Mitarbeiter, der die Produktion der Byton-Elektroautos auf 250.000 bis 350.000 hochfahren soll, hat das bereits für Toyota gemacht. Mehr als eine Milliarde Dollar wird in die chinesische Fertigung in Nanjing investiert, berichtet die Future Mobility Corporation. Die Aufstellung von FMC auf drei Kontinenten erfüllt ihren Zweck: Im Silicon Valley wird vor allem die Software entwickelt. In China sind das Headquarter und die Produktion angesiedelt. In München wird vor allem am Design und am Engineering gefeilt.

Vor allem mit dem deutschen KnowHow können die Elektrofahrzeuge von Byton zu echten Premiummodellen werden. Die ehemaligen BMW-Manager senden da schon mal Seitenhiebe in Richtung Tesla – Verareitungsqualität könne man besser, heißt es dann. Im Gegensatz zum ins Schlingern geratenen Startup Faraday Future will FMC nicht alles neu entwickeln, sondern sich auf die zur Philosophie passenden Lösungen konzentrieren.

Future Mobility Corporation: Feuertaufe auf der CES

Die Feuertaufe wird das Elektroauto-Startup mit der Vorstellung des ersten Premium-Elektroautos auf der CES erleben. Im Inneren – so viel ist bekant – wird der 1,25 Meter lange Monitor dominieren. Ein weiteres Display, so groß wie ein iPad, ist direkt ins Lenkrad integriert. Konnektivität, autonomes Fahren und Vernetzung sind also die Aspekte, die ei Byton dominieren. Weniger Reichweite und Batteriekapazität.

Der Mittelklasse-SUV wird ab 2019 zu kaufen sein und einen 150-kW-Elektromotor haben. Apropos Reichweite: Zwei Pakete – eines mit 71 kWh und 320 Kilometer Reichweite, ein weiteres mit 95 kWh und 500 Kilometer – soll es dann geben. Preislich wird das Fahrzeug zwar Premium sein, aber mit 40.000 bis 45.000 US-Dollar nicht in der obersten Liga mitspielen. Strategische Partnerschaften ist FMC mit Bosch und Faurecia eingegangen.

Zunächst möchte FMC mit Byton den chinesischen Markt erobern: Auch mittelfristig soll 50 Prozent des Umsatzes in China gemacht werden. Angesichts dessen überrascht es ein wenig, dass FMC bislang keine Management-Position mit Chinesen besetzt hat – denn es ist gerade mit der Konkurrenz von 100 Elektroauto-Startups erforderlich, eine Marke so feinzujustieren, dass sie den chinesischen Konsumenten schmeckt.

Mehr Informationen auch auf der Webseite des Cleantech-Unternehmens.

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