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Clean Energy Partnership: BMW bleibt bei Wasserstoff an Bord

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Logo_Korrespondenz_CMYKIn den letzten Tagen geisterten Gerüchte durch die Medien, BMW würde sich aus der internationalen „Clean Energy Partnership“ zurückziehen und seine Aktivitäten für mit Wasserstoff angetriebene Brennstoffzellenfahrzeuge reduzieren. Als einige Medien darin schon den technologischen Siegeszug des Elektroautos und den Niedergang der „Konkurrenz“ Wasserstoffantrieb sahen, vermeldete BMW, man setze auch weiterhin auf den Bau des Wasserstoffautos.

700barBetankung_Copyright_TOTAL_lowBei der Münchner Cleantech Konferenz vergangene Woche ging es ebenfalls in Vorträgen immer wieder um die Frage, ob Elektro- und Hybridantriebe oder beispielsweise Brennstoffzellenautos, die mit Wasserstoff angetrieben werden, sich durchsetzen werden. Dabei trafen mit der Linde Group (Wasserstoffauto) einerseits und Continental (Elektroauto) andererseits Player aufeinander, die mit unterschiedlichen Ansätzen reüssieren möchten.

Tenor dort: Alle alternativen Antriebstechnologien müssen nebeneinander weiterentwickelt und zur Marktreife gebracht werden. Dann wird sich am Ende herauskristallisieren, welche Technologie vom Nachfrager besser angenommen und wirtschaftlicher betrieben werden kann.

Die Autobauer von BMW äußerten sich wie folgt, um den Gerüchten vom Ausscheren aus der Clean Energy Partnership entgegenzutreten:

„Wir sehen Wasserstoff nach wie vor als die Alternative, um langfristig nachhaltige individuelle Mobilität sicherzustellen. Dies gilt insbesondere für Mobilität auf mittleren und langen Distanzen. Deshalb werden auch in den bestehenden Demonstrationsprojekten, wie etwa der CEP, Fahrzeuge der BMW Hydrogen 7 Flotte zu F&E-Zwecken weiterbetrieben.“

Dies sagte Hans-Christian Wagner, Projektleiter der Clean Energy Partnership (CEP) beim Münchner Autobauer.

Hintergrund der Meldungen war ein Interview mit Klaus Dräger, Entwicklungschef der BMW Group. Missverständlich war die Ankündigung, dass BMW vorerst keine neue Wasserstoffflotte in Kundenhand plane. Dies ist aber vor dem Hintergrund zu sehen, dass BMW sich auf die Entwicklung des Technologiesprungs „Kryodruck-Speicher“ und die Weiterentwicklung der H2-Motorentechnik konzentriert und bis zu einem erfolgreichen Konzeptnachweis keinen Mehrwert in einer neuen Demoflotte auf Basis der heutigen Technologie erkennen kann.

BMW Hydrogen 7

Der BMW Hydrogen 7 auf Basis der BMW 7er Limousine hat den vollständigen Serienentwicklungsprozess durchlaufen und demonstriert die Antriebsenergie Wasserstoff schon heute im Alltag in der Clean Energy Partnership. Der bivalente Zwölfzylinder-Motor leistet 260 PS und verbrennt in denselben Zylindern wahlweise Wasserstoff oder Benzin. Dieses Umschalten erfolgt ohne jede Verzögerung im Fahrverhalten und ermöglicht eine Reichweite von 700 Kilometern (200 Kilometer im Wasserstoffbetrieb, weitere 500 Kilometer mit Benzin).

Die Clean Energy Partnership – ein Zusammenschluss von zwölf führenden Unternehmen – hat es sich zur Aufgabe gemacht, Wasserstoff als „Kraftstoff der Zukunft“ zu etablieren. Mit den Berliner Verkehrsbetrieben BVG, BMW, Daimler, Ford, GM/Opel, der Hamburger Hochbahn, Linde, Shell, Statoil, TOTAL, Vattenfall Europe und Volkswagen beteiligen sich Technologie-, Mineralöl- und Energiekonzerne sowie die Mehrzahl der deutschen Automobilhersteller und zwei führende Betriebe des öffentlichen Nahverkehrs an dem wegweisenden Zukunftsprojekt.

Wasserstoff-Parade in Kopenhagen

Eine Parade von 14 Fahrzeugen, ausgestattet mit den neuesten Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologien der weltweit führenden Hersteller, unter anderem der Partner der Clean Energy Partnership Daimler und GM/Opel, überquerte am 30. November die Brücke zwischen Malmö, Schweden und Kopenhagen, Dänemark, um das Potenzial dieser emissionsfreien Fahrzeuge zu demonstrieren.

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1 Kommentar
  1. Henery Schaffer sagt

    I finally decided to write a comment on your blog. I just wanted to say good job. I really enjoy reading your posts.

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