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CleanTech Investitionen: Khosla Ventures mit Fonds über 1,1 Milliarden Dollar

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„Die meisten CleanTech Unternehmen brauchen lediglich ein paar Millionen Dollar, um zu beweisen, dass ihre Technologie funktioniert“ – mit diesem markigen Spruch wird heute der prominente VC-Experte Vinod Khsola in der New York Times zitiert. Khosla hat allen Grund, markige Sprüche loszulassen, denn seine Firma, Khosla Ventures, hat gerade 1,1 Milliarden Dollar eingesammelt, um weiterhin gezielt in CleanTech Unternehmen zu investieren. Khosla war Mitgründer von Sun Microsystems und investierte bereits in den vergangenen Jahren insbesondere sein eigenes Geld in grüne Start-Ups. Heute, zu einem Zeitpunkt, da die VC-Investments in CleanTech Unternehmen durchaus gückläufig sind (um nicht zu sagen: sie sind eingebrochen in den letzten Monaten), überrascht die Nachricht aus dem Hause Khosla umso mehr.
Khosla Ventures möchte das Geld aufteilen: 800 Millionen sind für Start-Investements in der Größenordnung von 5 bis 15 Millionen Dollar vorgesehen – insofern lässt sich der markige Spruch in einigen Jahren vermutlich recht gut be- oder wiederlegen, wenn überprüft wird, was aus den mindestens 53 Unternehmen geworden ist, die Khosla Ventures über diesen Fonds mit einer Startfinanzierung unterstützt hat. Der kleinere Anteil von 275 Millionen Dollar ist für Early-Stage-Investitionen mit einem Volumen von ungefähr zwei Millionen Dollar vorgeshen.

Porfolio von Khosla Ventures: Das Who-is-Who der CleanTech Start-Ups

Das bisherige Portfolio des Unternehmen liest sich wie das Who-is-Who der internationalen CleanTech-Szene mit starkem Fokus auf die USA:

Cleantech Portfolio Khosla VenturesDabei legt Khosla in dem Bericht der New York Times durchaus interessante Ansichten dar, die dem allgemeinen Fokus der VC-Welt momentan diametral entgegen stehen. Technologien nicht zu unterstützen, die helfen könnte, den Klimawandel zu besiegen sei – so sagt Khosla – sei die allergrößte Gefahr für Investoren in der heutigen Zeit. „Wir sind gerade mittendrin, die gesamte Gesellschaft so zu verändern, dass der CO2-Ausstoß radikal reduziert werden kann – und wir haben keinerlei Angst, dabei zu versagen.“

Nach dem Hype um CleanTech-Investitionen bis in die Mitte des Jahres 2008 gingen die allgemeinen Investitionen in diesen Sektor radikal herunter. Wurde im ersten Halbjahr 2008 noch mehr als 2 Milliarden Dollar in 130 CleanTech Start-Ups gesteckt, waren es in der ersten Hälfte dieses Jahres nur noch 513 Millionen, also gut ein Viertel. Der Betrag wurde in 83 Unternehmen investiert (nach Angeben von PricewaterhouseCoopers).

Khosla widerspricht auch dem Mythos, CleanTech Unternehmen wären zu kapitalintensiv für VC-Unternehmen – wenn ein Unternehmen mit wenigen Millionen Dollars bewiesen hat, dass die eigene Technologie funktioniert, so Khosla, werde es rasch Interesse von Investoren oder Großunternehmen an der Technologie geben, um diese zu lizenzieren.

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