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BMI will ostdeutsche CleanTech-Potenziale erschließen

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Die Wirtschaftskraft der ostdeutschen Bundesländer wie Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen oder Brandenburg ist entscheidend von der Solar- und CleanTech-Branche geprägt. Unternehmen wie Sulfurcell, Heliatek, Q-Cells oder Novaled haben hier Wurzeln geschlagen, meist Venture Capital eingesammelt und immer reichlich Arbeitsplätze geschaffen. Doch nicht nur Solar- und innovative OLED-Technologie sind in den ostdeutschen Bundesländern beheimatet – auch viele Wissenschaftseinrichtungen von Weltruf sind hier Zuhause und tüfteln an den sauberen Technologien der Zukunft. Und: BMW will hier seine ersten Elektroautos bauen – ein Standortvorteil für Sachsen und Leipzig ungeahnten Ausmaßes. Kein Wunder also, dass das Bundesministerium des Innern nun die einst von Wolfgang Tiefensee im Verkehrs- und Bauministerium ins Leben gerufene CleanTech Initiative Ostdeutschland (CIO) wieder aufleben lässt.

CleanTech Initiative Ostdeutschland seit Mitte Februar aktiv

Die CleanTech Initiative Ostdeutschland hat Mitte Februar 2011 offiziell ihre Arbeit aufgenommen und hat zum Ziel, die im Bereich CleanTech vorhandenen technologischen Zukunftspotenziale branchen- und länderübergreifend in einem nachhaltig arbeitenden Netzwerk zu bündeln.

Das Management der CleanTech Initiative Ostdeutschland hat das Bundesministerium des Innern übrigens „outgesourct“ – die RKW Sachsen GmbH aus Dresden erhielt den Zuschlag. Der Dienstleister soll nun bis November 2012 ein Entwicklungskonzept für die Ostdeutsche CleanTech Initiative erstellen, neue Partner gewinnen und selbsttragende Strukturen des Netzwerkes aufbauen.

CleanTech: Entscheidende Bedeutung für Ostdeutschland

Der Cleantech-Sektor besitzt entscheidende Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands. Dabei spannt der Begriff einen weiten Bogen von eher traditionellen Wirtschaftszweigen und Verfahren wie der Abfallwirtschaft, Abwasserentsorgung und konventioneller Energieerzeugung bis hin zu modernen Hochtechnologien, wie sie in der Photovoltaik, Windenergie, Biokraftstoffherstellung oder im Metallrecycling zum Einsatz kommen.

Das ifo-Institut, Niederlassung Dresden, hat vor einiger Zeit im Rahmen einer Studie ermittelt, dass 2007 rund 158.000 Menschen in den neuen Ländern in Cleantech-Segmenten beschäftigt waren. Die indirekten Wirkungen bei Zulieferern aus dem Maschinen- und Anlagenbau sowie weiteren Industrie- und Dienstleistungszweigen belaufen sich schätzungsweise auf weitere 200.000 Personen.

Photovoltaik und Kreislaufwirtschaft die Stärken

Eine führende Rolle nimmt die ostdeutsche Industrie- und Forschungslandschaft in der Photovoltaik und der Kreislaufwirtschaft ein. Viele Unternehmen der Recyclingindustrie verfügen über Alleinstellungsmerkmale insbesondere bei innovativen Trennverfahren. Eine verstärkte Nachfrage nach ihren Leistungen erwarten ostdeutsche Cleantech-Unternehmen laut ifo-Institut bis 2015 vor allem aus den osteuropäischen Märkten.

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