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Cleantech-Startup MeaTech 3D baut Pilotfabrik für zellkultiviertes Hühnerfett

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Technologie basiert auf der Lösung des von MeaTech übernommenen belgischen Cleantech-Startups Peace of Meat.

Das israelische Cleantech-Startup MeaTech 3D, Spezialist für die kultivierte Fleischproduktion, will im Jahr 2022 eine Pilotanlage aufbauen. In der Fabrik soll zunächst kultiviertes Hühnerfett in großem Maßstab hergestellt werden. Dabei kommen im Kern die Technologien der belgischen Tochter Peace of Meat zum Einsatz – das Unternehmen hatte MeaTech 3D Anfang 2021 übernommen. Ziel ist es, das kultivierte Hühnerfett als Alternative zu tierischem Fett in Kooperationen mit der Lebensmittelindustrie einzubringen.

Kultiviertes Hühnerfett hat das Potenzial, den Geschmack, das Mundgefühl und die Textur von alternativen Fleischprodukten auf pflanzlicher Basis deutlich zu verbessern, und gleichzeitig die Gesamtzahl der Zutaten zu reduzieren. Das haben sowohl Labortests als auch öffentliche Geschmackstests, die das Unternehmen durchgeführt hat, bewiesen. 

Hybride Lebensmittel als nächste Stufe

Hybride Lebensmittelprodukte sind nach rein pflanzlichen Fleischalternativen die nächste Stufe im breiter werdenden Clean Food-Spektrum. Durch die kultivierten Fleischbestandteile erhalten die Verbraucher “fleischigere” Produkte. MeaTech arbeitet seit der Übernahme und prinzipiell mit einem schnell wachsenden Expertenteam daran, diese kultivierten Hühnerfleisch-Alternativen zu verbessern. Mehr dazu in unserem früheren Artikel über MeaTech.

Mit der Pilotanlage will MeaTech potenziellen Industriekunden den Stand der Technologie demonstrieren. Denn das Geschäftsmodell des israelischen Startups sieht in erster Linie die Lizenzierung des geistigen Eigentums vor – so dass B2B-Kunden eines Tages entsprechende Zelllinien, Bioprozesse und nachgelagerte Technologien direkt in die eigenen Abläufe in der Fertigung integrieren können. So könnten weltweit rasch Kapazitäten für die zelluläre Landwirtschaft entstehen.

Pilotanlage als Modell für größeren Maßstab

„Die Errichtung einer Pilotanlage zur Herstellung von Peace of Meat’s kultiviertem Hühnerfett im großen Maßstab wird ein wichtiger Meilenstein sein”, sagt Dirk von Heinrichshorst, CEO und Mitbegründer von Peace of Meat. “Wir glauben, dass wir damit B2B-Kunden, die kultivierte Zutaten in ihre Produkte aufnehmen wollen, einen voll funktionsfähigen Produktionsprozess demonstrieren können.So wird die Pilotanlage ein Modell für zukünftige Produktionsanlagen im größeren Maßstab sein.“

Die Fabrik für kultiviertes Hühnerfett soll den Markteintritt des börsennotierten Cleantech-Unternehmens beschleunigen. Daneben arbeitet MeaTech auch an industriellen Prozessen für die Kultivierung und Produktion echter Fleischstücke – wie beispielsweise Steaks oder Hühnerbrust – auf Basis der unternehmenseigenen 3D-Biorpinting-Technologie. 

„Wir glauben, dass unser kultiviertes Fett ein äußerst vielversprechender Zusatzstoff ist, der potenziell den Geschmack, die Textur und das Mundgefühl von pflanzlichen Fleischalternativen verbessern kann, was unserer Meinung nach das Marktwachstum weiter vorantreiben kann”, sagt Sharon Fima, CEO von MeaTech.

MeaTech will 3D-Bioprinting in Pilotanlage integrieren

Künftig plant MeaTech, seine 3D-Bioprinting-Technologien in die Pilotanlage einzubauen, um echte Fleischstücke aus zellulärer Landwirtschaft herzustellen. Fima: „Eine zentrale Herausforderung für die kultivierte Fleischindustrie ist die kosteneffiziente Produktion. Wir glauben, dass die Errichtung dieser Pilotanlage und die Skalierung unserer zellulären Landwirtschaftstechnologien ein bedeutender Schritt in Richtung Kostenparität mit konventionellem Fleisch sein wird.“

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