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Cleantech-Startup Prieto Battery will 3D-Lithium-Ionen-Batterie kommerzialisieren

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Eine Lithium-Ionen-Batterie, die in nur fünf Minuten aufgeladen werden kann und gleichzeitig fünf mal länger hält als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien: Das ist das Ziel des US-Cleantech-Startups Prieto Battery. Das Cleantech-Unternehmen hat gerade 5,5 Mio. US-Dollar in einer Investment-Runde von 6,8 Mio. Dollar eingesammelt. Das Startup ist das „Kind“ der Chemikerin Amy Prieto und das erste „Baby“ des Business-Arms der Colorado State University.

Cleantech-Unternehmen Prieto Battery USACleantech & Energiespeicher News / USA. Prieto Battery nutzt Nanotechnologie, um winzige Kupferdrähte zu produzieren, die als Anode der Batterie fungieren sollen. Der verwendete Elektrolyt ist nicht flüssig, sondern aus Kunststoff. Die Nanodrähte verbessern die Beschichtung der Anode, so dass mehr Lithium-Ionen gespeichert werden können. Derzeit beschäftigen sich viele Wissenschaftler generell damit, wie Nanodrähte oder Kohlenstoffnanoröhrchen genutzt werden können, um die Energiedichte von Batterien zu verbessern.

Yi Cui etwa, Materialwissenschaftler in Stanford, gründete das Cleantech-Startup Amprius, das daran arbeitet, Lithium-Ionen-Batterien zu entwickeln, die die Silizium-Nanoröhrchen mit einer Silizium-Oxid-Ummantelung kombinieren. Amprius wird bereits von einigen der renommiertesten Venture Capitalists unterstützt: Trident Capital, VantagePoint Venture Partners, IPV Capital, Kleiner Perkins Caufield & Byers und Dr. Eric Schmidt. Ein weiteres Cleantech-Startup in dieser Liga ist Sakti3, ein Spin-Off der University of Michigan und der Professorin Ann Marie Sastry. Auch Sakti3 hat mit GM Ventures (3,2 Mio. Dollar), dem Staat von Michigan und Khosla Ventures bereits hochrangige Investoren gefunden.

Die Wissenschaftler um Prieto herum, haben die Batterie ebenfalls als 3D aufgebaut. Die Kathode und die Anode der Batterie sind miteinander verflochten. Dadurch soll eine höhere Energiedichte, längere Batterielebensdauer und schneller Ladezeit möglich werden. Aufgrund des nicht-flüssigen Elektrolyten wird auf giftige Materialien in den Batterien im Vergleich zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien verzichtet.

So funktioniert die Prieto Battery:

Klar ist: Die Technologie ist noch in ihrer Entwicklungsphase und muss sich durch Skalierbarkeit in größerem, kommerziellen Rahmen erst noch beweisen. Wenn es funktioniert, könnte die Batterie ideal in Mobilfunkgeräten oder Elektroautos eingesetzt werden. In einem Elektroauto könnte damit eine Reichweite von 400 Kilometern möglich werden – bei einer Ladezeit (240 Volt) von 10 bis 20 Minuten. Einen derartigen Durchbruch könnte die Elektroauto-Industrie weltweit derzeit sehr gut gebrauchen…

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