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Preise für Cleantech: Tesvolt und Ineratec gewinnen Deutschen Gründerpreis

Saubere Technologien für Energiewende und Mobilitätswende: Ineratec und Tesvolt gewinnen Preise beim Deutschen Gründerpreis 2018 / Stromspeicher und synthetische Kraftstoffe im Mittelpunkt des Interesses

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Die Bedeutung von Cleantech für die deutsche Gesellschaft wird immer deutlicher. Jetzt haben zwei junge, innovative Unternehmen aus dem Cleantech-Sektor beim Deutschen Gründerpreis 2018 für ihre Ideen und die bisherigen Erfolge Preise erhalten. Ineratec aus Karlsruhe und Tesvolt aus Lutherstadt Wittenberg zeigen, wie realitätsnah und bedeutsam Innovationen für die Energiewende geworden sind – und wie schnell sich gute Konzepte am Markt durchsetzen können.

Ineratec’s Kernaufgabe ist es, gigantische chemische Anlagen auf Miniaturformat zu schrumpfen. Die Reaktoren dienen dazu, auf Basis von Wind- und Solarenergie synthetische Kraftstoffe (auch Power Fuels genannt) zu erzeugen oder aber aus Abfallgasen hochwertige Ausgangsstoffe für die chemische Industrie zu gewinnen. Es ist ein Konzept, das unheimlich gut in die heutige Zeit passt, weil immer deutlicher wird, dass Elektromobilität einen Teil der Mobilitätswende abdecken kann, aber viele Bereiche nicht direkt elektrifizierbar sind. Hierfür werden synthetische Kraftstoffe gebraucht, die u.a. von Interatec und anderen Unternehmen produziert werden.

Ineratec hat den Deutschen Gründerpreis in der Kategorie Startup gewonnen und ging ursprünglich aus dem Karlsruhe Institut für Technologie KIT hervor. Der DeutsTesche Gründerpreis wird von den Partnern stern, Sparkassen, ZDF und Porsche ausgelobt. Mehr zu den übrigen Nominierten gibt es auch hier in einem früheren Cleanthinking-Beitrag.

Tesvolt ist spät in den Markt für Stromspeicher eingestiegen, konzentriert sich aber auf große Lösungen. Ein Vorteil der Technologie, der nun zum Gewinn des Deutschen Gründerpreises in der Kategorie Aufsteiger führte: Durch ein intelligentes Konzept kann Tesvolt jede Zelle des Batteriesystems einzeln laden und entladen. Dadurch wird der Verbrauch gleichmäßiger, was insbesondere deshalb von Bedeutung ist, weil sich das System an der langsamsten Zelle orientiert.

Tesvolt arbeitet an Lösungen für die Schifffahrt

Interessant ist, dass Tesvolt vor allem Industrieunternehmen mit Speichern beliefert, aber auch an Konzepten beispielsweise mit einer Reederei arbeit, um die Schifffahrt sauberer zu bekommen. Hier sind gigantische Potenziale zu heben – und es ist gut, dass junge Unternehmen wie Tesvolt den Antrieb haben, diese Potenziale mit innovativen Technologien zu heben.

Tesvolt und Ineratec stehen beispielhaft für junge Technologieunternehmen in Deutschland, die normalerweise nicht so im Rampenlicht stehen. Insbesondere, weil ihre Technologien und Lösungen komplexer sind als neue Technologien in anderen Bereichen. Umso wichtiger, dass sie nun die Bühne nutzen konnten, ihre Technologien  und Geschäftsmodelle einem breiten Publikum vorzustellen.

Ausschnitte der Preisverleihung sowie Vorstellungen der Gewinner sind hier auf den Internetseiten des ZDF zu finden.

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