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Coradia Continental BEMU: Alstom verkauft erste Batteriezüge nach Sachsen

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Coradia Continental BEMU verkehr künftig zwischen Leipzig und Chemnitz.

Der Zughersteller Alstom, der den wasserstoffbetriebenen Coradia iLint entwickelt hat, entwickelt nun auch reine Batteriezüge. Elf Züge vom Typ Coradia Continental BEMU sollen künftig auf der Regionalstrecke Leipzig – Chemnitz zum Einsatz kommen. Zuständig für die Strecke sind der Verkehrsverbund Mittelsachsen und der Zweckverband für den Nahverkerhsraum Leipzig. Mit diesem 100-Millionen-Euro-Auftrag bietet Alstom alle Arten von Antriebssystemen auf dem Markt an. 

Alstom hatte 2014 schon einen Vertrag mit dem VMS über die Lieferung von 29 Coradia Continental Elektro-Regionalzügen (EMU) unterzeichnet. Um die 80 Kilometer nichtelektrifizierte Strecke zwischen den Städten Chemnitz und Leipzig zu überbrücken, fragten die Aufgabenträger eine Batterievariante (BEMU) an. Die neuen Züge sollen 2023 den Fahrbetrieb aufnehmen; sie werden an Alstoms deutschen Standort in Salzgitter (Niedersachsen) gebaut. Der Batterieantrieb selbst wird von Alstoms Kompetenzzentrum für Antriebe in Tarbes entwickelt und geliefert. 

Die Coradia Continental BEMU-Züge werden fast identisch mit den Zügen sein, die bereits auf den Strecken Dresden, Riesa und Zwickau im Einsatz sind. Der Hauptunterschied liegt darin, dass sie mit Hochleistungsbatterien auf dem Dach ausgestattet sein sollen. Der Zug, der auf dem Coradia Continental basiert, baut auf Alstoms langjährige Erfahrung im Batterieantrieb, die mit dem Coradia iLint, den Citadis-Straßenbahnen und der Prima H3-Lokomotive gewonnen wurde. 

Der Coradia Continental BEMU hat eine Reichweite von bis zu 120 Kilometern und kann unter einer Oberleitung sowie auf nicht elektrifizierten Abschnitten betrieben werden. Die dreiteiligen Züge werden 56 Meter lang und mit 150 Sitzen ausgerüstet sein. Im Batteriemodus werden sie eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h aufweisen. Die Kapazität der Lithium-Ionen-Batterien ist so bemessen, dass fahrdrahtloser Betrieb auf der Strecke Chemnitz-Leipzig ohne Leistungs- und Komforteinschränkungen sichergestellt ist. 

Alstoms Coradia-Reihe ermöglicht es Betreibern und Verkehrsgesellschaften, ihren Fahrgästen Regionalzüge anzubieten, die ihre Bedürfnisse und Erwartungen erfüllen und gleichzeitig Zuverlässigkeit und Kosteneffizienz demonstrieren. Alstom hat die Coradia-Reihe so konzipiert, dass sie mit allen verfügbaren emissionsfreien Antriebssystemen betrieben werden kann – vom Elektroantrieb bis hin zum Batterie- und Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb.

Der Brennstoffzellenzug Coradia iLint, der in seiner Leistung mit einem Dieselzug vergleichbar ist, aber nur Wasser an die Umwelt abgibt, ist seit mehr als einem Jahr im Fahrgastbetrieb in Deutschland.

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