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Corporate Carbon Footprint: Erste deutsche Unternehmen erhalten ISO-Zertifikat

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Die Senkung des CO2-Ausstoßes in der Produkion, im täglichen Umgang mit den Kunden oder im Produktlebenszyklus wird für Unternehmen aufgrund des Klimawandels ein immer bedeutenderer Wettbewerbsfaktor. Die zentralen Stichworte hierzu lauten „Corporate Carbon Footprint“ und „Product Carbon Footprint“ – zwei jeweils relativ leicht zu ermittelnde Kenngrößen aus der Ökobilanzierung eines Unternehmens, die jetzt auch offiziell mit ISO-Zertifikaten belohnt werden. Die AGO AG Energie + Anlagen hat jetzt als eines der ersten Unternehmen in Deutschland ein solches ISO-Zertifikat erhalten.

Die AGO AG Energie + Anlagen ist ein vor 30 Jahren gegründetes Unternehmen aus Bayern und Spezialist im bereich innovativer und effizienter Energieversorgungsanlagen für Industriekunden. Der Schwerpunkt der AGO AG liegt auf Biomasseheizkraftwerken, Blockheizkraftwerken der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung sowie dem Contracting und der Beratung im Hinblick auf die Energieeffizienz.

Jetzt hat die AGO AG als eines der ersten Unternehmen in Deutschland eine ISO 14064-1 Zertifizierung erhalten. Durch dieses Zertifikat wird die ordnungsgemäße Erfassung des jährlichen CO2-Ausstoßes des Unternehmen dokumentiert. Dieser so genannte Corporate Carbon Footprint wird in den kommenden Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnen – sowohl als Imagefaktor, aber auch als wichtiger USP zur Abgrenzung von der Konkurrenz im internationalen Wettbewerb.

Corporate Carbon Footprint als Basis für „klimaneutrales Unternehmens“

Darüber hinaus stellt der Corporate Carbon Footprint die Grundlage zur Zertifizierung als „Klimaneutrales Unternehmen“ dar und ermöglicht die Teilnahme an internationalen Initiativen zur Veröffentlichung und Erfassung der CO2-Emissionen (Carbon Disclosure Project, The Climate Registry)

Hans Ulrich Gruber, Vorstandssprecher der AGO AG, begründet, warum sein Unternehmen an der Ermittlung des jährlichen Corporate Carbon Footprint teilnimmt:

Hans-Ulrich Gruber AGO AG„Die genaue gesamtunternehmerische Betrachtung des klimaschädlichen CO2 wird künftig eine stärkere Rolle für Unternehmen sowie für Verbraucher spielen. Wir gehen fest davon aus, dass die Verbraucher künftig noch viel stärker nach dem erzeugten CO2 Ausstoß Produkte und Leistungen auswählen werden.

Der Carbon Footprint, besser der CO2-Fußabdruck eines Unternehmens, wird wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Produktvermarktung haben und Vorreitern einen klaren, wenn auch beschränkten, Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Den Unternehmen wird immer bewusster, dass der Klimaschutz und die soziale Verantwortung für folgende Generationen auch in ihre Aufgaben fallen. Die AGO bietet für andere Unternehmen die Ermittlung der Emissionsmengen mit anschließender Zertifizierung durch eine externen Verifizierer an.“

Die AGO AG hat sich zum Ziel gesetzt, eine jährliche Senkung des CO2-Ausstoßes zu erreichen. Dies soll etwa durch die nun mögliche Identifizierung und Reduzierung von Emissions-Hot-Spots. So wurde beispielsweise die KFZ-Beschaffung von Firmenfahrzeugen nach Emissionsgrenzen eingeführt.

Weiterführende Infos: Corporate Carbon Footprint

Weitere Informationen zum Corporate Carbon Footprint und zum Product Carbon Footprint gibt es beispielsweise beim TÜV Rheinland oder beim PCF – Projekt – Plattform zur Förderung klimaverträglichen Konsums.

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1 Kommentar
  1. […] Rades wollten so viel Metall wie möglich durch das heimische Holz ersetzen – zugunsten des Product Carbon Footprints. Auf Kundenwunsch gibt es sogar die Vollholzvariante; mit Sattel und Fahrradgabel aus […]

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