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Cruise AV: Elektroauto von GM ohne Lenkrad und Pedale kommt 2019

General Motors' Tochter Cruise Automation stellt mit dem Cruise AV das erste, serienreife autonome Elektrofahrzeug Stufe 5 vor / Lenkradlos auf Basis des Chevy Bolt

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Mit dem Cruise AV hat General Motors das erste, serienreife Elektroauto vorgestellt, dass autonomes Fahren Level 5 ermöglicht und bereits 2019 auf (manche) Straßen in den USA kommen soll, vorgestellt. Dabei basiert das autonome Elektrofahrzeug auf dem erfolgreichen Elektroauto aus dem Hause General Motors, dem Chevy Bolt. Herzstück für die Autonomität: fünf Laserscanner, 16 Kameras und 21 Radare.

Elektroauto News / 13.1.2018. Der Cruise AV ist ein Elektroauto ohne Lenkrad und Pedale. Problem: Wie soll ein Auto ohne Lenkrad die Bedingung eines Lenkrad-Airbags erfüllen? Hierzu ist General Motors, der Mutterkonzern, im Gespräch mit amerikanischen Behörden. Die Ankündigung oder der Wunsch, das Elektroauto auf Basis des Chevy Bolt bereits im kommenden Jahr auf die Straßen bringen zu wollen, zeigt: Das Rennen um das autonome Fahren ist in vollem Gange und manch Hersteller ist schneller als diejenigen, die die Rahmenbedingungen setzen sollen.

Cruise AV ist ein Elektroauto ohne Lenkrad, das schon 2019 autonom fahren können soll
In den USA wird daher bereits darüber diskutiert, dass jeder Hersteller zunächst bis zu 100.000 autonome Fahrzeuge auf die Straße bringen darf, ohne alle Regeln einhalten zu müssen. General Motors möchte nun zum Beispiel in Erfahrung bringen, ob anstelle des Lenkradairbags, das vorgeschrieben ist, auch ein weiteres Beifahrer-Airbag verbaut werden darf. Der Blick in den Innenraum des Cruise AV zeigt jedoch wenig Überraschendes: Einen riesigen Monitor wie im Byton vermisst man ebenso wie Sitze, die drehbar sind, so dass sich die Insassen anschauen können.

Video zeigt Cruise AV Innenraum

Hersteller des autonomen Autos ist die GM-Tochter Cruise Automation, die sicherlich auch die Technologie der GM-Akquisition Strobe Inc. verwendet. Diesen Spezialisten für LiDAR-Technologie hat GM im Herbst vergangenen Jahres übernommen. LiDAR-Technologie nutzt Licht, um hochauflösende Bilder zu schießen, und damit ein genaueres Abbild zu erzeugen, als es Kameras oder Radare alleine schaffen.

Aufgrund dieser Stärke gelten LiDAR-Senbsoren als entscheidende Voraussetzung für autonome Fahrzeuge Stufe 5. LiDAR bedeutet übrigens Light Detection and Ranging (weitere Infos bei wikipedia). Weitere Hersteller im LiDAR-Bereich sind Velodyne oder Osram nach der Akquisition von LeddarTech Inc. im vergangenen Sommer. LiDAR wird schon lange in der Geologie, der Raumfahrt oder der Robotik   und anderen Sektoren genutzt. Überall dort, wo hochpräzise 3D-Karten benötigt werden.

GM testet autonomes Elektroauto in San Francisco

Insgesamt verfügt der Cruise AV über fünf Laserscanner, 16 Kameras und 21 Radare, die sich zum großen Teil im Dachaufbau befinden. Zwei Radare an den Außenspiegeln sollen sogar beweglich sein. Die Fahrzeuge sollen unter dem Markennamen Cruise vor allem für Taxi-Dienste in unterschiedlichen Städten zum Einsatz kommen. GM testet die dritte Generation des Elektroautos bereits in San Francisco und Phoenix im Bundesstaat Arizona. In Phoenix ist die Google-Schwester Waymo in Vororten ebenfalls unterwegs.

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