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DBM Energy: Kolibri-Akku aus lekker Mobil besteht unabhängige Tests

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Damit hat wohl kaum einer der Kritiker der Rekordfahrt des lekker Mobils von München nach Berlin gerechnet. Der Kolibri-Akku des Berliner Cleantech-Unternehmens DBM Energy (weitere News zu DBM Energy bei CleanThinking.de hier hat die unabhängigen Tests der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung sowie der Dekra nach Angaben der Institutionen positiv bestanden – das jedenfalls sagte DBM Energy Chef Mirko Hannemann dem Berliner Tagesspiegel, der in seiner morgigen Ausgabe über die Testergebnisse berichtet. Die Sicherheit der von DBM Energy entwickelten Lithium-Polymer-Akkus, genannt Kolibri-Akku, sei nachgewiesen worden. Ebenso wie die bei der Rekordfahrt demonstrierte Leistung nun auf dem Prüfstand nach internationalen Standards belegt worden sein soll.

Mirko Hannemann DBM Energy mit dem Kolibri-Akku

Elektroauto und DBM Energy News / 31.3.2011. Mirko Hannemann: „Die jetzt abgeschlossenen Untersuchungen an den Einzelzellen belegen, daß die bei der Demonstrationsfahrt am 26. Oktober 2010 eingesetzte Kolibri-Technologie die erforderlichen Sicherheitsstandards zu Luft, Land und Wasser erfüllt.“

Kolibri-Akku aufwändig untersucht

Das Cleantech-Startup DBM Energy war für die Rekordfahrt im Oktober scharf kritisiert worden. Ende des Jahres hatte das Unternehmen komplett dicht gemacht und herausgegeben, es wolle sich „neu und professionell aufstellen“. Für noch mehr Verwirrung sorgte, daß das Testfahrzeug von DBM Energy in einer Lagerhalle in Berlin in Flammen aufging.

Weiterhin berichtet der Berliner Tagesspiegel, den Prüfungsergebnissen der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung sowie der Dekra sei zu entnehmen, dass der Kolibri-Akku von DBM Energy aufwändig untersucht wurde. Dabei wurde der Akku beispielsweise extremen Klima- und Luftdruckschwankungen, elektrischen Kurzschlüssen, Überladung oder Falschpolung sowie starken mechanischen Einflüssen wie Schwingungen, Stoß und Aufprall ausgesetzt.

“Die Kolibri-Zellen haben alle Prüfungen bestanden”, versicherte DBM Energy-Chef Mirko Hannemann.

Trotz einer geringeren Batteriekapazität als im Demonstrationsfahrzeug schaffte das neu aufgebaute alltagstaugliche Elektroauto auf Basis eines Audi A2 auf dem Rollprüfstand der Dekra eine Reichweite von 454,82 Kilometern. So jedenfalls die offiziellen Angaben von DBM Energy bzw. Mirko Hannemann. Wie unabhängig die Tests letztlich waren, kann nicht exakt nachvollzogen werden.

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% S Kommentare
  1. p0w sagt

    Es gibt Neuigkeiten zum Akku auf
    http://pressw0rds.wordpress.com/

    Zusammengefasst:
    46 Akkupacks * 8 kg = 368kg Gesamtgewicht des Akkus
    62.928 kWh / 368 kg = 171 Wh/kg Energiedichte

    Warum M.H. von 250 Wh/kg erzählt und der Akku im Lekkermobil (bei 98,8 kWh) 350 kg gewogen hat – keine Ahnung. Auf diese Zahlen umgerechnet hätte der Akku dann 576kg wiegen müssen. Vielleicht gibt es denn Kolibri Akku in mehreren Ausführungen?

    @dr.Frisch: Ich kann also auch kritisch 😉
    @MaJe: Könnten sie das aufklären bei ihrem nächsten Telefoninterview? Die Beschriftung der Akkus vs. Aussage DBM…

    1. doctorfrisch sagt

      Jap. Danke dafür!

      Ich habe noch keine Informationen bzgl. Basisgewicht erhalten. Meine Emailanfragen blieben bisher unbeantwortet und die Audihotline hatte keine Ahnung und meinte sie können niemanden dafür abstellen um das zu recherchieren. Ich versuch das noch mal telefonisch heute. Für Zwischendurch falls noch nicht bekannt Kommentare vom Fach:

      http://www.fcbat.eu/

      1. p0w sagt

        Hallo,

        ja den Link kenne ich. Kennst du denn Hr./Fr. Dr. Garche?

    2. doctorfrisch sagt

      Die Information zu bekommen ist nicht so einfach wie gedagt. Was mir zumindest bestätigt wurde ist, daß das Basisgewicht verschiedener A2 Konfigurationen gleich. Die Gewichtsunterschiede komme von Motor und Co.

      1. Lennart Torstensson sagt

        „46 Akkupacks * 8 kg = 368kg Gesamtgewicht des Akkus
        62.928 kWh / 368 kg = 171 Wh/kg Energiedichte“

        This is ridicoulous. If they think they have a good product, why don’t they simply publish the specifications of their single cells. Volt, Ah, weight and dimensions. No less but preferably more.

        If they have something worth having they can only harm themselves by keeping basic information secret.

        Is this some kind of german cultural thing? When the Lidl company first established themselves here in Sweden they caused themselves great harm by selfmade James Bond-hoopla discretion and secrecy. And they are selling potatoes and vegetable and the like…..

        1. Lennart Torstensson sagt

          Another thing: I read the PDF:s on that FCBAT page. A few (perhabs dumb) questions: Is a the nail penetration test really relevant to an all solid state battery? I understand that in a battery containing noxious fluid electrolyte you get a very interesting situation when then nail penetrates the electrodes and short cut the battery. You have that complicated geled electrolyte and the separator in direct contact with hot metal, electrode materials coming in direkt contact with each other and oxygen coming in.

          But if there are no liquids in the battery you simple have three different layers being penetrated by a piece of hot metal. Wouldn’t the result be the same as if you took each layer separately and rammed a hot nail through them?

          1. Lennart Torstensson sagt

            One last thing: The major battery manufacturers have by long abandoned the use of lithium metal due to the hazards of it. But in a solid state battery the electrodes are separated by a dense polymer film or a ceramic layer.

            Wouldn’t that diminish the risks posed by dendrite formation and transformation of the lithium metal to a powdery state?

  2. p0w sagt

    @dr.Frisch

    Deine Rechnung ist an mehreren Stellen fehlerhaft:

    Altes ‚Lekker Mobil‘:
    http://www.lekker-mobil.com/images/stories/pdf/technische-Daten-Audi-A2.pdf

    Wie im FAQ zum 1. Lekker mobil steht, war das Leergewicht 1260kg OHNE Fahrer. (Tippfehler von Cleanthinking?)
    Das Akkugewicht betrug 350kg bei 98,8 kWh (=282 Wh/kg). Das macht für den Audi ohne Batterie 910kg.

    Neuer Audi A2:
    Gewicht 1340kg (laut DEKRA)und 62,928 kWh. D.h. wenn 98,8 kWh ~ 350kg dann 62,928 ~ 223kg Gewicht des Akkus.
    Daraus folgt: 1340-223kg Akku = 1117kg Auto ohne Akku. (warum jetzt die Energiedichte „nur“ 250 wh/kg beträgt keine Ahnung)

    Unterschiede:

    1117kg-919kg=207kg Unterschied neuer und alter Audi A2.
    Laut Wikipedia beträgt das Leergewicht von einem Audi A2 895–1070kg je nach Modell und Ausstattung. Das sind 175kg Unterschied allein durch das Modell. Jetzt ist die Frage, wo die 207kg Gewichtsunterschied herrühren.

    – anderes Audi A2 Modell (bis 175kg)
    – anderer Elektromotor (? kg)
    – unterschiedliche Zusatzardware
    – …?

    Irgendwo wurden einmal Kosten von 750.000 Euro für das Lekkermobil genannt. Ich bezweifle, dass der neue Audi nochmal genauso teuer war. Wahrscheinlich konnten daher nicht so hochgradig optimiert werden wie vorher…

    1. Ein Hinweis zu den 1260 kg inkl. Fahrer. Diese Zahl wurde mir am 1. November 2010 vom damaligen Pressesprecher Thomas Reckermann via E-Mail zugesandt. Ob die damalige Zahl fehlerhaft war, oder es die heutige Zahl ist – kann ich nicht abschließend beurteilen.

      Ich vermute aber, dass die heutigen Zahlen richtig sind und die falschen Zahlen damals im Medien-Chaos nach der Rekordfahrt entstanden sind.

    2. doctorfrisch sagt

      Da hast Du nicht ganz unrecht. Aber: Auf der Umbauerseite, die Du verlinkt hast, ist der Fahrzeugtyp des alten lekker-Mobils vor dem Umbau angegeben: Audi A2 1.4i BJ 2004. Spricht 1.4 TDI. Das sind die schwersten A2 Modelle, die es gibt. Entweder das hier: http://www.audia2museum.de/6.html oder das hier: http://www.audia2museum.de/9.html. Sprich entweder 1020 oder 1030 kg. Wikipedia sagt zwar max 1070 kg aber ich finde dazu nirgends das entsprechende Modell. Möglicherweise mit Zusatzausstattung. Der Elektromotor ist eher irrelevant. Der 250 PS Motor von Tesla wiegt 32 kg. Von da kann also keine große Differenz kommen.

      Wenn ich damit also maximal DBM freundlich rechne: 1260 kg – 350 kg + 50 kg (Differenz zwischen 1020 und 1070) = 960 kg ohne Akkus. Also 380 kg Rest. Ergo 165 Wh/kg. In dem Falle wäre es theoretisch vielleicht möglich, die 130 kg zu sparen die man braucht um auf 250 Wh/kg zu kommen indem man zusätzlich Teile ausbaut oder wechselt. Kann ich schwer beurteilen. Aber in dem PDF auf das Du verlinkt hast stehen explizit alle Ausrüstungsgoodies noch drin (Sitzheizung, Airbags, Servolenkung, Klimaanlage, etc.). Insofern würde mich dann stark interessieren was die da ausgetauscht haben wollen.

      Aber glauben möcht ich das noch nicht. Denn ich gehe davon aus, daß das Basisgewicht aller A2 Modelle mehr oder weniger gleich ist und die Komponeten um den Motor und Ihm selbst die Hauptdifferenz ausmachen. Und die werden bei der Umrüstung entfernt. Warum sonst würde DBM auch für den Umbau ausgerechnet das schwerste Modell wählen wenns so sehr auf jedes kg ankommt, daß man hinterher angeblich nochmal ca €730.000 investiert.

      Auf der Umrüsterseite ist ein konkretes Beispiel dargestellt: http://www.le-mobile.de/index.php?lang=de&page=25. Nach der Diätphase hat das Beispielauto noch 680 kg (vorher 920 kg). Addiert man 250 kg Akkus dazu (250 Wh/kg) und 32 kg Motor bleibt eine Differenz zum neuen A2 von 378 kg. Welche Zusatzkomponenten neben Motor und Akku sollten das sein? Ich versuche das Basisgewicht zu recherchieren wenn ich was dazu finde melde ich mich.

  3. @doctorfrisch: Die Leermasse ohne Fahrer betrug laut Dekra exakt 1340 kg.

    Ich lasse das mal unkommentiert 🙂

    1. doctorfrisch sagt

      🙂 Danke.

      Ich kommentiere das gerne indem ich die Rechnung für diesen Wert anpasse. Also wiegt das Ding 61kg weniger als ich angenommen habe. Ergo 63KWh/520kg = 121Wh/kg. Das ist ein Tick weniger als der Wert der Tesla Akku Packs. Also ohne Probleme mit Std. Technik erreichbar und Meilenweit weg von den behaupteten Werten des alten Autos. So wie ich das sehe hat DBM mit der ganzen PR Aktion hier mal wieder gar nichts bewiesen sondern, im Gegenteil, mehr Fragen aufgeworfen.

      Also DBM. Wenn Euch an Eurer Glaubwürdigkeit liegt – und diese PR Aktion vermittelt stark diesen Eindruck – dann überlasst das neue Auto doch mal wirklich unabhänigen Testern. Explizit mit der Vorgabe das Ganze auf die von Euch behaupteten Werte zu testen. Was ist denn mit dem ADAC… ich nehme schwer an, daß Angbot steht noch. Ansonten suche ich euch gerne persönlich Fachleute raus. Und bitte nicht wieder so eine ‚Ja aber die klauen uns unsere Geheimnisse und deswegen können wir nicht belegen was wir behaupten aber glaubt uns‘ Nummer. Dafür gibts NDA’s, Verträge und Patente, etc. Btw. welche Patente haltet Ihr eigentlich … ?

  4. So, unser Interview mit Mirko Hannemann ist online: https://www.cleanthinking.de/mirko-hannemann-interview/11347/

  5. […] Experten bestätigen DBM-Rekordfahrt: Die 600-Kilometer-Fahrt eines umgebauten Audi A2 von DBM-Energy hatte die Branche in höchste Erregung versetzt und Skeptiker auf den Plan gerufen. Jetzt haben Bundesamt für Materialforschung und DEKRA dem Lithium-Polymer-Akku über 450 Kilometer Reichweite bescheinigt. DBM-Gründer Mirko Hannemann ist damit wohl rehabilitiert! wiwo.de, cleanthinking.de […]

  6. @doctorfrisch Hast Du Dir das Video angesehen? Das was die BAM getestet hat, ist dort sehr gut aufbereitet. Es geht dort um die Sicherheit.

    Um die Leistungsfähigkeit ging es bei der Dekra. Mehr dazu morgen.

    1. doctorfrisch sagt

      Jap hatte ich. Wohin ist es verschwunden?

      1. Das Video wurde aufgrund rechtlicher Bedenken wegen der Einbindung über YouTube entfernt, steht aber hier öffentlich zur Verfügung: http://www.ikt-em.de/de/1181.php (Ladezeit relativ lang!) Ich suche eine Lösung, es wieder bei CleanThinking.de ohne den Umweg der Videoplattform einbinden zu können.

        Darüber hinaus haben wir es auch über Facebook verlinkt: http://www.facebook.com/cleanthinking

        1. doctorfrisch sagt

          Danke. Die Links funktionieren leider beide nicht. 404.

          Was für rechtliche Bedenken sind das? Überall sonst auf dieser Seite sind YouTube videos eingebunden. Z.B. auf dieser oben rechts.

          1. Oh mann, der Link verändert sich ja schneller als man schauen kann. Hier oben rechts ist das Video: http://www.ikt-em.de/de/index.php

            Laut DBM Energy wird noch eine weitere Verlinkungs- und Einbindungsmöglichkeit geschaffen, so dass das Video auch bald wieder direkt bei uns aufgerufen werden kann.

  7. dexterbg sagt

    Zeit für eine Entschuldigung: Sorry für die Zweifel, Herr Hannemann, und alles Gute für die Markteinführung und Kooperation mit der Automobilindustrie!

  8. p0w sagt

    Ah wollte genau das gerade im letzten Artikel posten. Ihr seit schnell 🙂

    1. Ja, wir geben unser Bestes 🙂 Wenn Du Fragen an DBM Energy hast – wir haben nachher ein Telefoninterview… Also, sofort her mit den brennenden Fragen!

      1. p0w sagt

        Klar:

        – Gibt es (seit den positiven Tests) neue Partner/Planungen mit der Autoindustrie?

        – Neues Testfahrzeug: a)wurde das neue Testfahrzeug wieder von le-mobile umgebaut? b) Warum ist die Akkukapazität geringer? c) Wie hoch ist diese genau? d) Wieviel wiegt der Akku genau?

        – Wann geht die neue HP online?

        – Gibt es einen neuen Pressesprecher um die Kommunikation/Außendarstellung zu verbessern? D.h. was wurde genau getan um sich neu aufzustellen/sich neu zu formieren?

        – Kann ich eines der drei Autos vom (BWMI) oder auch ein anderes probefahren 😉 ?

        …und natürlich Glückwünsche und alles Gute für die Zukunft!

        1. Fabian Finke sagt

          Hervorragend!

          Eine Frage koennen wir schon beantworten: Die neue Homepage von DBM Energy soll morgen online gehen.

          1. Paradiesstaub sagt

            Der 1. April ist echt ein super Tag um eine Webseite online zu bringen 🙂

            … vor allem, wenn alle Welt meint man hätte betrogen und möchte das Gegenteil beweisen.

          2. Hallo Paradiesstaub — nunja, es gibt auf der Welt ja nicht nur Aprilscherze, sondern auch tatsächliches Business. Und warum sollte DBM mit der Veröffentlichung der Ergebnisse warten bis der 1. April vorbei ist?

          3. Paradiesstaub sagt

            @Martin – Einfach deshalb, weil es geschickter ist!

            Wenn morgen die Menschen im Tagesspiegel lesen, dass die Fahrt des Elektroautos von München nach Berlin kein Schwindel war, werden sie denken: „Ah, gut Aprilscherz. Darauf muss man erst mal kommen“.
            → Gleiches gilt für die Internetseite (zwar nur für 24h, aber immer hin. Einen guten Start würde ich das nicht nennen).

      2. doctorfrisch sagt

        Ja ich hätte da ein paar Fragen. Bei Interesse hätte ich wahrscheinlich noch ein paar mehr:

        – Wo sitzt das 50-köpfige Team, daß in 6 Wochen den Elektro A2 zusammengebaut haben soll und wer ist das? (http://adacemobility.wordpress.com/2010/11/29/ratsel-um-die-wunder-batterie/) 50 Leute, 6 Wochen, ein Auto. Dafür gibt’s Umbaukits. Nach 3 sek google z.B. hier: http://www.elektro-auto-umbau.de/ Wieso braucht man 50 Mann, um den Akku einzupassen und was machen die alle?

        – Zitat Hannemann vor ca. einem halben Jahr: „Die Forschung ist abgeschlossen, jetzt geht das Verkaufen los.“ Wo können Interessenten die Akkus kaufen oder Samples bekommen, um die Akkus für ihre Einsatzzwecke zu testen?

        – Um Akkus auf den amerikanischen Markt zur Zulassung zu bringen, braucht man diverse Zertifizierungen. a) Welche sind das? b) Welche äquivalenten sind das für den europäischen Markt und c) Haben die Kolibri-Akkus diese und wenn ja wer hat sie vorgenommen.

        – Wie finanziert sich DBM? Folgender Artikel sagt die Forschungsarbeit hätte bei der Firma DBM Search & Rescue über mehrere Jahre stattgefunden und bis dato (Anfang 2010) über 15 Millionen gekostet

        Im Elektronischen Bundesanzeiger (https://www.ebundesanzeiger.de/) kann man sich die Bilanzen der Firma aus den Jahren 2006-2008 ansehen. 2006 eine Bilanz von 25 T€ (vor allem Schulden). 2007: 56 T€ 2008: 378 T€. In dem Zusammenhang – In welchem Jahr wurde die Förderung von 275 T€ bewilligt? Da die Finanzen und Besitzverhältnisse recht offen verfügbar sind, würde mich brennend interessieren, was jemand dazu sagen könnte, der sich damit auskennt. Der Besitzer der Firma war übrigens bis vor ein paar Jahren scheinbar noch parallel Versicherungsvertreter.

        – Andere Batteriehersteller brauchen dutzende oder hunderte Millionen Dollar nur, um aus ihrem Forschungsstadium herauszukommen, da die Grundlagenforschung extrem aufwändig und die Produktion teuer ist. Als Beispiel kann man Altair Nanotechnologies Inc. oder Electro Energy, Inc. (EEEI) anführen. Letzter war eine zwei Jahrzehnte lang etablierte Firma mit Kunden bei der Nasa, US Army und Airforce und Anteilshalter bei der CIA-Beteiligungsfirma I-Q-Tel. Sie versuchte ihre Forschung zu kommerzialisieren und ist darüber trotz Börsengang Pleite gegangen.

        In ganz Amerika gibt es keine einzige Batteriefabrik, weil sich die normalerweise relativ arbeitsaufwändige Produktion dort nicht lohnt. EEEI hatte eine existierende nie in Betrieb gegangene Fabrik gekauft und es selbst nach knapp 2 Jahren nicht geschafft, die Produktion aufzunehmen. In folgendem Interview gibt DBM Ende 2010 an, 2011 die Produktion aufnehmen zu wollen ohne bisher überhaupt einen Standort zu haben: https://www.cleanthinking.de/hintergrund-kolibri-akkutechnologie Wie sehen die konkreten Planungen oder gar Umsetzungen dieser Produktion aus? Wie wird sie finanziert?

        1. doctorfrisch sagt

          Hier sind auch noch ein paar interessante Kommentare. Vor allem der letzte auf Seite 2:
          http://forum.golem.de/kommentare/wissenschaft/elektroauto-von-muenchen-nach-berlin-ohne-steckdose/verarsche-galore.-check-this/46224,2494584,2494584,read.html

          Ich würde mich wirklich freuen wenn mal Jemand handfest recherchiert was diese Firma nun ist oder nicht. Es gibt reichhaltig Ansatzpunkte dafür. Ich bin kein Journalist aber falls es dafür ein Interesse bei Cleanthinking geben sollte würde ich gerne einen Teil meiner Zeit dafür zur Verfügung stellen.

          1. p0w sagt

            Bei dem golem forum link weiß man ja gar nicht wo man anfangen soll. Das ist einfach nur schlecht recherchiert…

        2. doctorfrisch sagt

          Wenn mich nicht alles täuscht, ist alles was diese Tests bestätigen ist, daß die getesteten Teile laut UN Handbuch sicher zu transportieren sind. Der erwähnte Dekratest dürfte schlicht der Straßenzulassungstest sein, der schon früher erwähnt wurde. Zumindest sehe ich keine neuen Informationen dazu.

          Man möge mich korrigieren, aber ich sehe hier keinerlei Hinweise dafür, daß irgendetwas getestet wurde, was eine Relevanz für die Leistungsfähigkeit der Akkus hat.

          „Recommendations on the Transport of Dangeours Goods“ heisst das gute Ding ja auch. Einzusehen hier: http://www.unece.org/trans/danger/publi/manual/Rev4/ManRev4-files_e.html
          Ich kann keine Relevanz zu Leistungsfähigkeit von Akkutechnologie erkennen.

        3. p0w sagt

          @dr.Frisch
          1. Frage: Das Fahrzeug wurde von L.E. Mobile umgebaut. http://www.le-mobile.de/
          2. Frage: Dazu direkt an dbm energy wenden. Papstar hat ja auch bereits Akkus gekauft und im Einsatz. Vielleicht bringt morgen die HP nähere Infos
          3. Frage: Auf der „alten“ HP (und sicher auch auf der neuen gab es diese Infos in Form von Datenblättern. Folgende Europäische Richtlinien werden erfüllt: 2004/108/EG, 2006/95/EG und CE Kennzeichnung. (Nachgewiesen durch Einhaltung von EN 61000-6-1:2007 / EN 61000-6-3: 2007 EN/50081-1:1992 / EN 50081-2:1993 EN 50082-1 1992/ EN 50082-2 1995)

          4. und 5. Frage: Zu den Bilanzen und der Finanzierung von DBM kann ich nichts sagen

          6. Frage: Was würde dich denn an einer deutschen Fabrik stören? Sollen sie lieber nach China o.ä. auswandern?

          Für den Rest wie Martin schon sagte schau dir einfach mal das Video an…

          1. doctorfrisch sagt

            @ PoW
            Frage 1: Du antwortest nicht auf die Frage.
            Frage 2: Vielleicht. Vielleicht.
            Frage 3: Viele schöne Zahlenkürzel. Sieht beeindruckend aus – solange man nicht nachschaut was diese Richtlinien tatsächlich sind. Denn sie haben gar nichts mit den Leistungsdaten von Batterien/Akkus zu tun sondern sind nur allgemeine Richtlinien betreff Elektromagnetische Grenzwerte. Sprich: Du antwortest nicht auf die Frage.
            Frage 4+5: Schade, daß Du die Fragen nicht beantworten kannst.
            Frage 6: Mich stört nichts an einer deutschen Fabrik wenn sie real ist. Du antwortest übrigens nicht auf die Frage.

            Das Video: Redet nur von Tests bzgl. Transportsicherheit. Toll, daß man die Akkus, die DBM abgegeben hat, sicher transportieren kann. Aber wie räumt daß die Zweifel an den Leistungsdaten aus?

            Wenn man sich Deinen Blog ansieht stellt man fest, daß Du ausschließlich (und extrem positiv) über DBM schreibst. Also bist Du entweder die Presseabteilung der Firma oder ein Fanboy. Welches davon?

          2. p0w sagt

            @dr.Frisch
            1. Frage: 50 Leute klingt wirklich viel, aber wer weiß denn wie und wer gezählt wurde? Laß doch insgesamt knapp 50 in irgendeiner Art und Weise direkt oder indirekt beteiligt gewesen sein. (DBM Energy Leute, E-Auto Umbaufirma, Dekra, Tüv, Bundesministerium, Vertreter von Lekker, Envie und und und…) Das eigentliche „Schrauben“ am Auto wurde sicherlich von wenigeren durchgeführt. Aber natürlich gehört die komplette Planung und Logistik etc. auch dazu. Das ist schon ein bisschen mehr als nur „den Akku einzupassen“.

            3. Frage: Ich habe deine Frage nach Zertifizierungen beantwortet. Diese habe ich dir beispielhaft genannt (dazu gehören nun mal auch elektromagnetische Grenzwerte.)
            Eine Übersicht über Weltweite Prüfstandards gibt es z.B. hier:
            http://www.tuev-sued.de/uploads/images/1287055148513554240147/batteryflyer_d.pdf
            (Vergessen hatte ich den Test der BAM auf UN 38.3)

            Wenn du etwas über die Leistungsfähigkeit wissen willst, dann stell die Frage entsprechend. -> Die Leistung des Akkus wurde ja gerade von der Dekra getestet und bestätigt (ECE-R 101).
            Leistungsdaten kannst du hier z.B. aus dem Artikel von Cleanthinking entnehmen:
            (Akku mit 62,928 kWh, 250 wh/kg, 5.000 Ladezyklen etc.) Aber natürlich müssen nun auch offizielle Datenblätter auf der HP folgen…

            Den Rest: Natürlich habe auch ich offene Fragen und kann dir nicht alles beantworten. Aber geben wir doch der DBM die Chance ihr Produkt auf den Markt zu bringen und die weiteren offenen Fragen zu beantworten. M.H. gibt ja auch zu, dass man wohl etwas zu naiv an die Sache herangegangen ist und hat nun die letzten 3 Monate genutzt um sich besser aufzustellen. Wir Deutschen reden immer erst einmal alles kaputt bevor es eine Chance hat sich zu entwickeln. In Amerika hätte er schon ein paar hundert Millionen an Risikokapital erhalten und wir Deutschen argwöhnen gleich überall einen Betrug.

            Eines der Hauptanliegen welches sich in fast all deinen Fragen wiederholt ist die Leistungsfähigkeit. Die Dekra hat einen Test durchgeführt und hat 450 km gemessen. Wenn der Akku die alte Größe von 98,8 kWh gehabt hätte wäre man 716km weit gekommen. Der (damalige) Akku wog ca. 350kg und war komplett im Unterboden verschwunden. Es standen komplett alle Sitzplätze und der Kofferraum zur Verfügung. Das ist doch schon mal eine Aussage! Die Gabelstapler von PapStar fahren 24-28h am Stück wo vorher nur 6-8h drin waren…

            Um auf dem Niveau deiner letzten Frage zu bleiben: Du schreibst sehr kritisch, bist du Auto- oder Batterielobby?

          3. doctorfrisch sagt

            @pow
            1. Frage: Ja vielleicht. Wer weiß. Deshalb hätte ich das ja gerne beantwortet. Denn ich kann mir nicht vorstellen, wo die Arbeit von 50 Leuten notwendig ist, wenn die Umrüstung selbst schon extern gemacht wird.

            3. Frage: Selbstverständlich geht es um die Leistungsdaten. Was interessiert es ob die Akkus sicher transportiert werden können oder elektronmagnetische Grenzwerte einhalten werden wenn die Leistungsdaten der Akkus und Ihre Existenz angezweifelt werden.

            Noch eine Anmerkung:

            In diesem Interview: https://www.cleanthinking.de/hintergrund-kolibri-akkutechnologie/7229/ sagt DBM, der alte A2 wog inkl. 90 Kilo Fahrer 1260 kg. In dem neuen Interview auf dieser Seite gibt Hannemann das Gewicht mit ‚weniger als 1.500 kg‘ exklusive Fahrer an. Wenn man ‚weniger als 1500 kg‘ maximal nett interpretiert sind das 1401 kg.

            Du schreibst der alte Akku wog 350 kg. Das heißt, er hatte eine Leistungsdichte von etwa 99 kWh/350 kg = 280 Wh/kg. Wenn der alte A2 ohne Akkus und Fahrer 820 kg wog, dann müssten die Akkus des Neuen also ca: 1401 kg – 820 kg = 581 kg wiegen. Damit hätte dieser Akku eine Energiedichte von ca. 63 kWh/581 kg = 108 Wh/kg. Das ist weniger als das Akkupack von Tesla.

            Außerdem wäre dieser ‚unter 1500 kg‘ A2 kein funktionales Auto mehr. Denn der A2 hat ein zulässiges Gesamtgewicht von knapp 1400-1500 kg (http://www.audi.de/etc/medialib/ngw/product/used_cars/a2/pdf.Par.0008.File.pdf/a2_a0_14_55kw_0303.pdf). Selbst wenn man beim Fahrer noch ein Auge zudrückt dürfte er wohl nichts und niemanden mitnehmen.

            Und erzähl mir nicht, er sagt unter 1500 kg, obwohl er eigentlich 1060 kg meint. So wie es sein müsste, wenn man die behaupteten Werte annimmt. In diesem Zusammenhang wären die offiziellen Ergebnisse der Dekra wieder interessant, weil das Gewicht beim ECE-R 101 mit aufgenommen wird…

  9. maxlel sagt

    Ich würde beim Interview folgendes fragen:
    Die Energiedichte in KWh pro kg wär super interessant.
    Die maximale Anzahl der Ladezyklen.
    Der Kapazitätsverlust pro Ladung.
    Die Ladezeiten pro Zelle bei maximalen Strom.
    Ebenfalls der Preis pro KWh und die abgeschätzte Preisentwicklung. Und welche Stückzahlen die Firma in absehbarer Zeit liefern kann.
    Ob bereits Verträge mit Autoherstellern getroffen wurden.
    Wo sich die Firma in Zukunft sieh.

    Jo Ich muss echt sagen: tolle Arbeit die cleanthinking hier betreibt.

    1. maxlel sagt

      Ach ja und der gemessene Wirkungsgrad

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