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DCTI Branchenführer Photovoltaik 2012: Jetzt noch rein!

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Das Deutsche CleanTech-Institut – Partner von CleanThinking.de – wird in der kommenden Woche den neuen DCTI Branchenführer Photovoltaik 2012 veröffentlichen. Unten stehend gibt es einen Eindruck vom Inhalt des Photovoltaik-Branchenführers – exklusiv das erste Kapitel zum Lesen!

Cleantech & Energie News / 22.3.2012. Info zum DCTI Branchenführer Photovoltaik 2012: Mit geänderter Gesetzeslage und neuen Fördersätzen: Der DCTI Branchenführer Photovoltaik 2012 – umfassende und unabhängige Endkundeninformation. Das DCTI vereinfacht zugleich der PV-Branche den Zugang zu Endkunden, Installateuren und Solarteuren. Unser Angebot an Unternehmen: Präsentieren Sie sich Ihrer Zielgruppe

Bislang sind bereits folgende Unternehmen u.a. dabei: RefuSol, Multi Contact, Schüco, Centrosolar, Belectric, Sovello, Schott, Frankensolar und Bluenature.

Kapitel 1: Der deutsche Photovoltaikmarkt (Exklusiv-Auszug)

Der deutsche Photovoltaik-Markt 2012 DCTIMit dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) hat der Gesetzgeber im Jahr 2000 den Grundstein für die Entwicklung eines Photovoltaikmarktes in Deutschland gelegt. Seitdem befindet sich der Zubau von Solaranlagen auf einem steilen Wachstumspfad. Der Anteil von solar erzeugtem Strom am Energiemix nimmt dementsprechend stetig zu und liegt derzeit bei rund drei Prozent. Betreiber von Photovoltaikanlagen erhalten für einen Zeitraum von 20 Jahren für jede Kilowattstunde Strom, die sie ins öffentliche Netz einspeisen oder selbst verbrauchen, eine im EEG festgelegte Vergütung. Nachdem die Fördersätze bisher jährlich zum Jahreswechsel abgesenkt wurden, sinken diese seit seit 2012 in halbjährlichen Abständen.

Die Höhe der Degression ist an den Zubau gekoppelt, so dass eine Anpassung an die Marktentwicklung gewährleistet ist. Im Vergleich zu anderen Industriebranchen zeigt sich, dass die Subventionskürzungen bei der Photovoltaik-Branche in den vergangenen Jahren am stärksten ausfielen, ohne dass dabei der Markt zum erliegen kam. Dies zeigt, dass die Wettbewerbsfähigkeit von Solarstrom deutlich gestiegen ist, während gleichzeitig die Stromgestehungskosten für diese Technologie gesunken sind und mittlerweile das Preisniveau von Haushaltsstrom erreicht haben.

Die Aussichten auf eine sichere sowie ökologisch und ökonomisch attraktive Rendite hat in den letzten Jahren viele private und professionelle Investoren zur Investition in eine Photovoltaik-Anlage bewogen: So wurden bis Ende September 2011 bei der Bundesnetzagentur fast eine Mio. Installationen gemeldet, die von den Vergütungssätzen des EEG profitieren und umweltfreundlichen Strom ins öffentliche Netz einspeisen. Die Bandbreite der Anlagen reicht dabei von Aufdachanlagen auf privaten Einfamilienhäusern, über Solaranlagen auf landwirtschaftlich oder gewerblich genutzten Flächen bis hin zu großen Freiflächenanlagen im Megawattbereich.

Deutscher Photovoltaik-Markt ist reif

Deutscher Photovoltaik-Markt 2012Im globalen Vergleich zu anderen Ländermärkten gilt der deutsche Photovoltaik-Markt als reif. Dies bedeutet, dass die Behörden über Erfahrung mit den Genehmigungsverfahren verfügen, Banken Finanzierungsprogramme gezielt für Solaranlagen anbieten und interessierte Anlagenbetreiber auf einen breites und etabliertes Netzwerk an Herstellern, Händlern, Installateuren und Servicedienstleistern zurückgreifen können. Gleiches gilt auch für die Komponenten einer Anlage wie Module, Montagegestelle, Wechselrichter und Verkabelung. Eine große Produktvielfalt von in der Praxis erprobten, technisch ausgereiften und qualitativ hochwertigen Komponenten stellt sicher, dass für jeden Anlagenstandort und jede –Auslegung die passende Solaranlage geplant werden kann.

In 2011 erreichte der Zubau auf dem deutschen Photovoltaik-Markt ersten Schätzungen der Bundesnetzagentur zur Folge einen Rekordzubau von 7,5 GW, der den Zubau von 7,4 GW im Vorjahr leicht übertrifft. Alleine im Dezember 2011 wurden Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 3 GW – und damit fast die Hälfte des jährlichen Zubaus – an die Bundesnetzagentur gemeldet. Die Jahresendrallye lässt sich damit erklären, dass viele Betreiber ihre Anlagen noch vor der Degression der Fördersätze zum Jahreswechsel an das Stromnetz anschließen wollten, um so von den höheren Einspeisetarifen zu profitieren.

Die Folge des Booms in 2011: Eine Deckelung des jährlichen Zubaus, die es in dieser Form in Deutschland bisher nicht gibt. Neben den regulären Kürzungen kann der Gesetzgeber auch Sonderkürzungen (wie sie beispielsweise 2010 von der Regierung beschlossen wurden) durchsetzen, um eine Überförderung zu vermeiden und auf eingesparte Kosten und den technologischen Fortschritt bei den Herstellern von Solaranlagen zu reagieren.

Hohe Unsicherheiten der Marktentwicklung

In der Vergangenheit konnten die Anbieter von Photovoltaik-Anlagen der Kürzung der Fördersätze mit niedrigeren Systemkosten und -preisen begegnen und so die Rendite für Investoren auf einem attraktiven Niveau halten. Sollte es den Herstellern und Anbietern nicht gelingen, dieser Absenkung mit sinkenden Systempreisen zu begegnen, würde darunter die Rendite für den Anlagenbetreiber empfindlich leiden. Die zukünftige Marktentwicklung unterliegt somit hohen Unsicherheiten. Es empfiehlt sich also für potentielle Anlagenbetreiber, sich noch im ersten Halbjahr 2012 für eine Anschaffung zu entscheiden.

Die Bundesregierung strebt einen jährlichen Zuwachs von 3,5 GW an und hat im EEG zusätzlich zur jährlichen Basisdegression von neun Prozent einen atmenden Deckel verankert, der bei einer abweichenden Marktentwicklung eine zusätzliche Anpassung der Einspeisetarife in Abhängigkeit vom tatsächlich erfolgten Zubau in einem halbjährlichen Turnus vorsieht. Somit sinken die Vergütungssätze für Photovoltaikanlagen, die ab dem 1. Januar 2012 in Betrieb genommen werden, um 15 Prozent für alle Anlageklassen gegenüber dem Vorjahr. Ab dem 09.03.2012 sind die Vergütungssäcke um weitere 20 bis 29 Prozent (abhängig von der Anlagengröße) gesunken.Aufgrund des hohen zubaus 2011 wird zudem ab dem 01.05.2012 eine monatliche Degression von 0,15 Cent greifen. Zukünftige Anlagenbetreiber, die von den aktuellen Fördersätzen profitieren wollen, sollten somit noch in der ersten Jahreshälfte 2012 ihre Kaufentscheidung fällen.

Wichtig ist für Anlagenbesitzer, dass sich geänderte Fördersätze nicht auf bereits bestehende Anlagen auswirken, sondern ausschließlich auf Anlagen, die ab dem ersten Gültigkeitstag der neuen Vergütungssätze ans Netz angeschlossen und der Bundesnetzagentur gemeldet werden. Dies bedeutet, dass für jede Photovoltaikanlage über den gesamten Betriebszeitraum von 20 Jahren der Einspeisetarif Anwendung findet, der zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme vom EEG vorgesehen war. Damit wird die Investition in eine Anlage kalkulierbar und zukünftige Kürzungen wirken sich nicht negativ auf die erwartete Rendite von Bestandsanlagen aus.

EEG-Umlage steigt nur geringfügig

Die Förderung von Solarstrom im Rahmen des EEG erfolgt nicht steuerfinanziert, sondern im Rahmen eines Umlageverfahrens. So werden die Kosten für die Vergütung (die Differenz aus Ausgaben im Rahmen der EEG-Einspeisevergütung und Einnahmen in Form von Vermarktungserlösen an den Strombörsen) zunächst auf die Energieversorger umgelegt, welche wiederum die Kosten den Verbrauchern in Rechnung stellen. Zum 1. Januar 2012 steigt die EEG-Umlage gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig um 0,062 ct/kWh auf 3,592 ct/kWh an. Insgesamt wurde in 2011 im Rahmen des EEG eine Einspeisevergütung von rund 8 Mrd. € für Strom aus Solaranlagen gezahlt, was rund der Hälfte aller Zahlungen im Rahmen des EEG und rund 20 Prozent der im Rahmen des EEG vergüteten Strommenge entspricht.

Der Anstieg der Strompreise für Privatkunden und kleinere Unternehmen zum Jahreswechsel lässt sich demnach nicht auf Veränderungen bei der EEG-Umlage zurückführen, sondern hat seine Ursache in den geänderten Netznutzungsentgelten und Abgaben beim Stromgroßhandel.

Eigenverbrauch

In den letzten Jahren lagen die Vergütungssätze für eingespeisten Solarstrom über den Bezugskosten für Haushaltsstrom, so dass der Eigenverbrauch des erzeugten Stroms ohne weitere Anreize unter wirtschaftlichen Aspekten nicht interessant war. Durch die Kürzung der Einspeisetarife zum Jahreswechsel 2011/2012 nähern sich die Vergütungssätze jedoch zunehmend dem Strompreis an, den private Haushalte für jede Kilowattstunde an ihren Energieversorger entrichten müssen. Seit 2009 sieht das EEG zudem einen Bonus für den Eigenverbrauch oder den Verbrauch durch Dritte in unmittelbarer räumlicher Nähe vor. Im Jahr 2010 wurde diese Eigenverbrauchsförderung auf Anlagen mit einer Nennleistung bis 500 kW ausgeweitet. Dies entspricht einem Dachflächenbedarf von rund 3.500 bis 5.000 m².

Die Eigenverbrauchsregelung ist damit nicht nur für Betreiber privater Aufdachanlagen eine interessante Option, sondern kann auch für größere Anlagen beispielsweise auf Industrie- oder Gewerbedächern in Anspruch genommen werden. Ziel des Eigenverbrauchsbonus ist es, die Stromnetze zu entlasten und die dezentrale Stromerzeugung zu fördern. Die Vergütungssätze sind nach der Anlagengröße und dem Anteil des Eigenverbrauchs gestaffelt. Die zum 1. Januar greifende Novellierung des EEG sieht vor, dass die Eigenverbrauchs-Regelung unverändert bestehen bleibt und bis Ende 2013 gilt. Die Einnahmen setzen sich aus der Bonuszahlung je kWh und den vermiedenen Kosten für den Bezug von Haushaltsstrom, der durch selbst erzeugten Strom ersetzt wird, zusammen.

Um den höheren Förderbonus, der für einen Eigenverbrauch von mehr als 30 Prozent des erzeugten Stroms gezahlt wird, zu erhalten, müssen die Anlagenbetreiber jedoch in der Regel zusätzliche Investitionen tätigen, um die Stromproduktion mit dem eigenen Verbrauch abzugleichen.

Ohne einen optimierten Abgleich ist für einen typischen Haushalt ein Eigenverbrauchsanteil über 30 Prozent in der Regel nicht möglich. Intelligentes Strommanagement innerhalb des Haushalts oder eines Betriebes kann jedoch den Eigenverbrauchsanteil steigern. So können Haushaltsgeräte wie die Waschmaschine verstärkt während der Mittagszeit in Betrieb sein, wenn die Solaranlage ihre Erzeugungsspitze erreicht. Zum anderen können Speichertechnologien, für private Haushalte kommen hier in erster Linie Akkumulatoren in Frage, dafür sorgen, dass überschüssiger Strom für den zeitlich versetzten Verbrauch zwischengespeichert wird. Erste Anbieter bieten bereits spezielle Stromspeicher an, die auf häufige Lade- und Entladezyklen ausgelegt sind.

Lesen Sie auch: Stromspeicher Special – Technologie und Anwendung, Kosten, Förderung und Rendite

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