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Deutschland nun zweitgrößter Markt für Elektroautos weltweit

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Deutschland hat USA als zweitgrößten Elektroauto-Markt nach China abgelöst.

Die gewaltige Disruption im Automobilmarkt beschleunigt sich weiter: Im vergangenen Jahr hat Deutschland den US-Markt überholt, und ist damit zum zweitgrößten Elektroauto-Markt nach China aufgestiegen. Das zeigen Berechnungen vom Zentrum für Sinnenergie- und Wasserstoff-Forschung ZSW. Ein Hauptgrund für den Erfolg: Die Kaufprämien von bis zu 9.000 Euro für neue oder Elektrofahrzeuge.

Beinahe täglich gibt es aktuell Nachrichten, die zeigen, wie schnell sich Elektromobilität in den Industrieländern weltweit durchsetzen wird. Zuletzt erklärten die Hersteller Ford, Stellatnis, Volvo und GM stärker auf Elektroautos zu setzen als bislang angenommen. Sie haben sogar Ausstiegsdaten für ihre Flotten aus dem Verbrennungsmotor definiert.

Auch bei den deutschen Herstellern ist einiges in Bewegung geraten: Audi, Mercedes oder BMW verstärken ihre Anstrengungen in Richtung batterieelektrischer Mobilität – und folgen damit den Vorreitern wie Volkswagen oder – was die Effizienz der Fahrzeuge angeht – auch Hyundai/Kia.

Mittlerweile denkt beispielsweise Mercedes darüber nach, schneller aus dem Verbrenner auszusteigen als ursprünglich gedacht – bisheriges Zieldatum war 2039. Daimler-Vorstand Markus Schäfer kündigte zuletzt im Handelsblatt an, man bereite sich auf eine frühere Umstellung vor. Alle müssten anerkennen, dass der Umbruch der Fahrzeugindustrie hin zu elektrischen Antrieben womöglich weit schneller vonstattengeht als bisher angenommen, so Schäfer.

Maßgeblich für die Geschwindigkeit des Wandels in Deutschland und Europa wird sein, wie die bis Ende des Jahres als Entwurf geplante Euro-7-Norm ausgestaltet sein wird. Je nachdem, welche Regulargien am Ende angewendet würden, könne sich die Perspektive für Verbrenner noch einmal dramatisch verändern – bis zu einem Szenario, dass es beinahe unmöglich werde, ab 2025 noch Verbrenner zuzulassen.

Chinas Marktanteil: mehr als ein Drittel

Größter Markt für Elektroautos und Plugin-Hybride ist und bleibt aber China: 1,25 Millionen Neuzulassungen gab es im Jahr 2020. Es ist mehr als ein Drittel der Gesamtzulassungen von 3,18 Millionen. In 2020 wuchs der Markt aber nur noch um drei Prozent, während es global 38 Prozent waren.

Europa lag hierbei an der Spitze: Angeführt von Deutschland lag das Plus bei 134 Prozent. 395.000 Fahrzeuge hatten europaweit einen Stecker. Das deutsche Wachstum mit 264 Prozent war Speerspitze der Dynamik.

Nach China und Deutschland, das somit die USA überholte, brachten die USA mit 322.000 Elektroautos und Plugins deutlich weniger Fahrzeuge auf die Straßen. Allerdings beginnt mit der Präsidentschaft von Joe Biden hier der nächste Schub – Analysten sprechen davon, dass eine Art Moonshot folgen könnte, um den US-Markt zur weltweiten Nr. 1 zu pushen.

Auf den weiteren Plätzen folgen diese Länder:

  • Frankreich: 195.000
  • Vereinigtes Königreich: 175.000
  • Norwegen: 108.000
  • Schweden: 94.000
  • Niederlande: 88.000
  • Italien: 60.000
  • Kanada: 53.000

Weltweit mehr als 10 Mio. Elektrofahrzeuge

Ende 2020 gab es global mehr als 10,9 Millionen Elektroautos und Plugin-Hybride auf den Straßen. 5 Millionen davon in China, 1,7 Millionen in den USA, erst 569.000 in Deutschland. Deutsches Ziel sind 7 bis 10 Millionen Elektroautos im Jahr 2030.

Was die Hersteller angeht, sieht die Top 6-Liste des ZSW wie folgt aus:

  • Tesla: 499.600
  • VW-Konzern: 422.000
  • SAIC: 254.300
  • BMW: 193.000
  • BYD: Zahlen werden ergänzt
  • Daimler: 163.000

Brennstoffzellenfahrzeuge spielen nach wie vor keine Rolle auf dem Weltmarkt: Neu zugelassen wurden 9.000 Autos, der Bestand liegt bei 28.000 Fahrzeugen.

In Deutschland sind folgende Elektroautos besonders begehrt:

  • Renault Zoe: 30.376
  • E-Golf: 17.438
  • Model 3: 15.202
  • VW Passat GTE: ca. 14.000
  • VW ID.3: ca. 14.000

Einen Überblick rund m das Thema Elektroauto gibt es hier bei Cleanthinking.

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