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Sauber in die Zukunft

DHL eröffnet zweites StreetScooter-Werk in Düren

Die Erfolgsgeschichte StreetScooter geht weiter: Das Cleantech-Startup gehört mittlerweile zu DHL und stockt die Produktionskapazitäten auf

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Die Geschichte von StreetScooter und den Transportern ist eine ganz Besondere: Ein Cleantech-Startup, hervorgegangen aus der RWTH Aachen, wird von DHL übernommen, um seine eigene Lieferwagen-Flotte grün und sauber zu machen. Damit nicht genug: Die Nachfrage nach den praktischen Scootern mit Elektroantrieb ist so groß, dass die Produktionskapazitäten jetzt verdoppelt werden: Auf 20.000 E-Transporter pro Jahr.

Damit gehört die Post-Tochter StreetScooter zu den Großanbietern von Elektrofahrzeugen aus Deutschland. Erst kürzlich berichtete Cleanthinking über den ersten Großauftrag für die Fahrzeuge aus Großbritannien. Jetzt der nächste große Schritt mit der Eröffnung des neuen Werks in Düren – auf einer Fläche des Autozulieferers Neapco von immerhin 78.000 Quadratmetern. Dort sollen künftig 46 Fahrzeuge pro Tag hergestellt werden – zunächst im Einschichtbetrieb.

Gemeinsam mit dem Stammwerk in Aachen verfügt StreetScooter über
Produktionskapazitäten von bis zu 20.000 E-Fahrzeugen jährlich. Im Werk Düren werden die StreetScooter Modelle Work und Work L in den Varianten Pure (nur Fahrgestell), Pickup (Pritschenfahrzeug) und Box (Kofferfahrzeug mit 4 bzw. 8 Kubikmeter Ladevolumen) produziert. Der neue Standort bietet bis zu 250 Beschäftigten Arbeit.Streetscooter Erfolgsgeschichte: Zahlen und Fakten zum Elektroauto-StartupBringt DHL die Streetscooter GmbH jetzt an die Börse?

Los geht's: 20.000 StreetScooter produziert die DHL-TochterDieser Erfolg von DHL mit dem StreetSocoter zeigt zweierlei: Einerseits ist der Erfolg ein Zeichen dafür, dass traditionelle Autokonzerne den Bedarf und die Nachfrage nach geräuscharmen und lokal emissionsfreien Transportfahrzeugen vollkommen falsch eingeschätzt haben. Andererseits wird offensichtlich: Das Elektroauto mit wenigen beweglichen Teilen ist technisch simpel – quasi jeder kann zum Flottenbetreiber werden.

Und genau dieser Art Flottenbetrieb gehört die Zukunft, die Tony Seba als Transport as a Service-Disruption bezeichnet. Jede Marke kann zur Verstärkung der Kundenbindung zum Elektro-Flottenbetreiber werden und damit die eigene Position stärken. Schon heute gibt es junge Dienstleister, die Plattformen anbieten, mit denen etwa Filialisten einen Blitztransport zu ihren Kunden organisieren können.

Auch aufgrund dieser Zukunftsaussichten spricht DHL nun offen über einen  Börsengang der Erfolgstochter – dieser sei in zwei, drei Jahren möglich. Auch der Einstieg von Finanzinvestoren oder die enge Partnerschaft mit einem großen Autobauer hält die Post für vorstellbar. vorstellbar. Mit einer BMW-Tochter gibt es bereits eine Kooperation.

Achim Kampker, Geschäftsführer der StreetScooter GmbH, sagte jetzt bei der Eröffnung des neuen Werks:

Mit unseren zwei Produktionsstandorten in NRW können wir den großen Post-internen Bedarf und die hohe Nachfrage von Drittkunden nach unseren E-Fahrzeugen nun noch schneller bedienen. Doch die Quantität ist nur die eine Seite der Medaille. Was StreetScooter besonders auszeichnet, ist die Fähigkeit, für unsere Kunden aus den verschiedensten Branchen und Ländern für ihre Zwecke maßgeschneiderte Elektrofahrzeuge zu erschwinglichen Preisen zu produzieren.

Die StreetScooter werden seit dem Jahr 2013 sukzessive in der Zustellflotte der Deutschen Post DHL eingesetzt. Aktuell sind im Konzern bereits rund 6.000 dieser E-Fahrzeuge im Einsatz, die über 26 Millionen Kilometer zurückgelegt haben und pro Jahr rund 20.000 Tonnen CO2 einsparen. Mit diesen Transportern und den rund 12.000 E-Bikes und E-Trikes betreibt Deutsche Post DHL die größte E-Flotte in Deutschland.

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