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Diskussion über Photovoltaik und Speicherlösungen

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Marktorientierte Speichertechnologien – besonders im Zusammenhang mit der Solarbranche – sind ein aktuelles Thema im Rahmen der Energiewende. Schwierigkeiten der mangelnden Grundlastfähigkeit, Diskussionen über die Höhe der Kosten des Solarstroms sowie die saisonale und tageszeitliche Schwankung der Energieerzeugung sind jedoch Hürden, die es noch zu überwinden gilt. Die Teilnehmer der erstmals durchgeführten Veranstaltung „Storge und Solar Briefing 2012“ setzten sich mit derartigen Fragestellungen auseinander.

Energie News/ Bonn, Stuttgart. Beim ersten „Storage & Solar Briefing 2012“ in Stuttgart stand für die rund 90 Teilnehmer, Redner und Panelisten der Austausch über technisch machbare und wirtschaftlich realisierbare Anwendungen für die Photovoltaikbranche im Mittelpunkt. Vertreter aus Industrie, Politik und Energiewirtschaft kamen zusammen, um über die aktuellen Technologien der Stromspeicherung, die Marktentwicklung und über die gesellschaftlichen, politischen und technologischen Herausforderungen zu diskutieren. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung im Rahmen des EuPD Research „Market Briefings“. Mitinitiator ist die Intersolar Europe.

Inhalte der Konferenz

Die Marktentwicklung der Photovoltaik mit ihren vorzeigbaren Erfolgen, aber auch mit ihren aktuellen Schwierigkeiten bildete die Grundlage der ganztägigen Konferenz. In drei Sessions wurde der Status Quo und Marktpotenziale der Photovoltaikbranche, die Markteintrittsbarrieren und -gegebenheiten sowie die dezentrale Speicherung von Energien in den Fokus der Betrachtungen gerückt. Dabei wechselten sich informative Präsentationen – zum Beispiel über die Entwicklung aktueller Förderinitiativen – mit Podiumsdiskussionen ab.

Welche Unterstützung sollte die Politik leisten?

Einig waren sich alle Teilnehmer, dass Speicherlösungen für die Fortentwicklung des Photovoltaik-Marktes von entscheidender Bedeutung sind. Auch die Notwendigkeit eines schnellen und verlässlichen Ausbaus des Speichermarktes wurde von der Mehrheit der Teilnehmer gefordert. Aber obwohl sich die Branche mit großer Mehrheit für eine Unterstützung durch die Politik in Form von Förderungen aussprach, gab es auch Stimmen, die für eine Zurückhaltung der Politik plädieren. Strittig ist, wie die Unterstützung der Politik aussehen soll.

Diskutiert wurden etwa gezielte Förderungen im Bereich der Forschung und Entwicklung, mögliche Einmal-Zahlungen an die Käufer von Solarspeicher und Aufschläge über ein System der Einspeisetarife. Karl Greißling als Leiter der Abteilung Energie im Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg unterstrich beim „Storage & Solar Briefing 2012“die Bereitschaft seines Bundeslandes, an der Gestaltung notwendiger Rahmenbedingungen aktiv mitzuwirken. Jedoch traten auch Stimmen wie Harm Haarlink (Nedap Energy Systems) auf, die vor einer staatlichen Überregulierung warnten. Er zog im Rahmen dessen vereinzelt Parallelen zur Photovoltaikbranche und unterstrich das Ziel, einen stabilen und nachhaltigen Markt zu entwickeln.

Betont wurde außerdem, dass wettbewerbsfähige Speicherlösungen noch in diesem Jahrzehnt entwickelt werden müssen, um den Solarstrom besser an den Verbrauch anpassen zu können. Der Geschäftsführer des Bundesverbandes der Solarwirtschaft Jörg Meyer betonte, dass der Verband bereits ab 2013 ein Förderprogramm auf Bundesebene forciert, um als Industrie einen Beitrag zur Netzstabilität zu leisten.

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