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Dubai-Ausschreibung: Photovoltaik für 1,533 Eurocent pro Kilowattstunde

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Teil-Ausschreibung des Gigawatt-Energieparks Mohammed bin Raschid Al Maktoum in Dubai senkt Preis für Photovoltaik weiter

In Dubai entsteht bis 2030 ein gigantischer Energiepark mit fünf Gigawatt Photovoltaik-Leistung, Speichern und Wasserstoff-Produktion, der nach dem Herrscher Mohammed bin Rashid Al Maktoum benannt ist. Lokale Umstände in Kombination mit der Konkurrenzsituation zweier Bieter machen Photovoltaik in einer aktuellen Dubai-Ausschreibung so billig wie nirgendwo auf der Welt: 1,53 Cent pro Kilowattstunde.

Mehrere Medien, u.a. RenewEconomy und pv magazine berichten über die Gebote der aktuellen Dubai-Ausschreibung, in der es um Installation und Betrieb von 900 Megawatt Photovoltaik-Kraftwerk in Dubai geht. Die Besonderheit: In der Region kämpfen zwei große Konkurrenten um solche Aufträge und unterbieten sich bei Ausschreibungen gegenseitig.

ACWA Power ist ein saudi-arabisches Energieunternehmen, das dem Vernehmen nach 1,533 Eurocent pro Kilowattstunde bei der Ausschreibung in Dubai geboten hat. Das Untermehmen hatte auch den Bau der zweiten Phase des auf insgesamt fünf Gigawatt angelegten Solarparks übernommen. Dazu hatte sich ACWA Verstärkung mit dem spanischen Ingenieurdienstleister TKS besorgt.

Das zweitbeste Angebot von 1,59 Cent pro Kilowattstunde hingegen stammt von Konkurrenten: Masdar ist ein in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässiger Projektentwickler, die sich für die Ausschreibung mit dem französischen Energieversorger EDF und dem chinesischen Modulhersteller Jinko Solar zusammengetan hat. EDF hatte 2017 mit den Arbeiten am 800-Megawatt-Photovoltaik-Abschnitt der dritten Phase begonnen. Der dort produzierte und verkaufte Solarstrom kostet 2,63 Cent pro Kilowattstunde.

Phase IV wiederum übernahm erneut ACWA. Hierbei geht es um ein ein Solarthermie-Kraftwerk (CSP) mit einer Leistung von 700 Megawatt, das um 250 Megawatt Photovoltaik erweitert wurde. Hier liegt der Strompreis bei 2,18 Cent pro Kilowattstunde. Der CSP-Strom hingegen ist deutlich teurer: Er liegt bei 6,62 Cent.

Fossile Kraftwerksprojekte werden an der Finanzierung scheitern

Bislang liegt der Rekord für den niedrigsten Preis für Photovoltaik-Kraftwerke dieser Größenordnung bei 1,47 Cent – die Ausschreibung in Dubai ist offensichtlich nicht unwesentlich davon entfernt. 2019 gewann der französische Entwickler Akuo Energy die erste PV-Ausschreibung Portugals mit einem entsprechenden Preis.

Im Anschluss an die Dubai-Ausschreibung schließt die Dubai Electricity and Water Authoritiy (DEWA) mit dem erfolgreichen Bieter eine 25-Jahres-Vertrag zur Abnahme des Stroms und hält gleichzeitig 60 Prozent der Anteile an den Projekten.

Die Entwicklung zeigt, dass Erneuerbare Energien nicht aufzuhalten ist, und dass in den kommenden Monaten viele Vorhaben, beispielsweise neue Kohlekraftwerke zu bauen, wegen mangelnder Investitionsbereitschaft scheitern werden. Noch nicht überall auf dem Planet, aber in vielen Regionen.

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