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E-Transporter laut Studie günstiger als Diesel-Pendants

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Auch schwere E-LKWs werden zunehmend populärer, wie das Beispiel Maersk zeigt.

Lieferketten nachhaltiger gestalten ist auch an den klimafreundlichen Straßentransport gekoppelt. AP Moller-Maersk, das Containerlogistik-Unternehmen, geht als Pionier für Elektromobilität voran: Jetzt gaben die Dänen die Bestellung von weiteren 110 Volvo VNR Electric Class 8 bekannt, die schon im ersten Quartal 2023 auf die Straße kommen sollen. Tests mit 16 Fahrzeugen des gleichen Typs verliefen erfolgreich. Der Trend ist klar: Elektrische Transporter sind heute insgesamt günstiger als Diesel-Alternativen.

Bezogen auf Deutschland sind E-Transporter pro Kilometer durchschnittlich 28 Prozent günstiger als ihre Diesel-Pendants. Das zeigt eine neue Studie von Transport & Environment. Dabei wurden sowohl die Anschaffungs- wie auch die Nutzungskosten hierzulande berücksichtigt. Und: eine Umfrage zeigt, dass die meisten potenziellen Käufer*innen von Transportern europaweit auf Elektroantrieb setzen würden.

Problem: Der Marktanteil der E-Transporter liegt bei nur fünf Prozent, weil das Angebot kleiner als die Nachfrage ist. Diese Situation Angebot < Nachfrage wird der Studie zufolge noch bis 2030 anhalten, sollten die von der EU vorgeschlagenen Emissionsreduktionsziele für Transport nicht deutlich verschärft werden.

Im Durchschnitt sind E-Transporter bereits heute pro km 28 Prozent günstiger in Anschaffung und Betrieb als ein durchschnittlicher Diesel-Transporter. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die sechs Länder untersucht hat, in denen 76 Prozent aller Neuverkäufe von Transportern in Europa getätigt werden: Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Spanien und das Vereinigte Königreich.

Die Umfrage, die Dataforce im Auftrag von T&E durchgeführt hat, umfasst unter anderem Antworten von 127 Privatpersonen und Unternehmen und belegt, dass der deutsche Markt bereit für den Umstieg auf Stromer ist. Mehr als ein Fünftel (21 Prozent) der in Deutschland befragten Manager von Transporterfuhrparks gab an, bereits über ein elektrisches Modell zu verfügen; weitere 41 Prozent planen, dieses Jahr oder innerhalb der kommenden fünf Jahre einen E-Transporter anzuschaffen.

Trotz der Kostenvorteile und dem erheblichen Interesse auf Kundenseite gibt es schlicht kein ausreichendes Angebot an E-Transportern, um den wachsenden Bedarf zu decken. Die Verkaufszahlen im E-Transporter-Bereich steigen nur äußerst langsam – von zwei Prozent in 2019 auf einen Marktanteil von gerade mal drei Prozent bei EU-weiten Neuverkäufen. Die von der EU vorgeschlagenen CO2-Grenzwerte – die keine Änderung der bisherigen Werte für die 2020er Jahre vorsehen – veranlassen Hersteller nicht dazu, den Anteil verkaufter E-Transporter bis zum Ende des Jahrzehnts auf mehr als zehn Prozent anzuheben.

Strengere CO2-Ziele auf EU-Ebene für dieses Jahrzehnt würden in den kommenden fünf Jahren eine Million weitere E-Transporter auf die Straße bringen, so die Berechnungen von T&E. Gleichzeitig würden im Jahr 2027 insgesamt 5,6 Millionen Tonnen CO2 eingespart – was den jährlichen Gesamtemissionen aller spanischen Transporter entspricht. Strengere CO2-Werte würden auch den jährlichen Ölverbrauch europäischer Transporter bis 2027 um seben Prozent senken – ein wichtiger Schritt zur Überwindung der aktuellen Abhängigkeit von Importen aus Russland. Noch ehrgeizigere Ziele würden europäischen Unternehmen dank der geringeren Kosten von E-Transportern in den Jahren 2025–2030 Einsparungen von 13,1 Milliarden Euro ermöglichen.

T&E ruft die EU-Gesetzgeber dazu auf, die vorgeschlagenen CO2-Ziele für Transporter zu verschärfen, so dass eine durchschnittliche Reduzierung der CO2-Emissionen von Transportern um 25 Prozent bis 2025 erforderlich wird, mit weiteren Reduzierungen um 45 Prozent bis 2027 und 80 Prozent bis 2030.

Von überragender Bedeutung ist allerdings der Vorschlag der Europäischen Kommission, dass bis 2035 nur noch emissionsfreie Transporter zugelassen werden. Das EU-Parlament und die Umweltminister der EU-Staaten werden in den kommenden Monaten Entscheidungen treffen und wollen im Sommer die endgültigen Ziele festlegen.

Neben kleineren E-Fahrzeugen wie E-Transporter gewinnen auch schwere E-LKW zunehmend an Bedeutung, wie das Beispiel Maersk zeigt. Aber auch hier ist das Angebot noch überschaubar. Das muss in den kommenden Jahren deutlich besser werden.

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