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E-world: BDEW kündigt Milliarden-Investitionen ins deutsche Stromnetz an

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bdew Logo Energie Wasser Leben40 Milliarden. Diese stolze Summe sollen die deutschen Energiekonzerne im kommenden Jahrzehnt in den Ausbau des Stromnetzes investieren. Dies gab der Branchenverband BDEW während der E-world in Essen bekannt. Roger Kohlmann vom BDEW betonte in einer Presseerklärung, neue Netze seien die Voraussetzung für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energie, das Fahren mit umweltfreundlichen Autos sowie den Einsatz von Elektroautos.

Nach Ansicht der deutschen Stromkonzerne ist es künftig nötig, so genannte Energieautobahnen einzurichten, die beispielsweise den Strom großer Windanlagen in Regionen mit geringem Stromverbrauch zu transportieren. Derzeit arbeite man am intelligenten Stromnetz. Das Smart Grid werde eine bessere Gesamtregelung von Stromeinspeisung einerseits und Stromverbrauch andererseits ermöglichen.

Kohlmann sieht im Netzausbau allerdings auch eine politische Aufgabe, die sich durchaus im Konzept der Bundesregierung zur Energiepolitik widerspiegeln müsse. Dieses will Bundesumweltminister Norbert Röttgen im Herbst präsentieren.

Was tatsächlich damit gemeint ist, ist leicht durchschaubar: Die Regierung soll den Netzausbau massiv subventionieren. Erst dann werden die Energiekonzerne gewillt sein, den Netzausbau, der inzwischen bereits als dringend notwendig zu bezeichnen ist, zeitnah voranzutreiben.

Letztlich scheint sich die Strategie der Konzerne dann durchgesetzt zu haben: So lange den Netzausbau schleifen lassen, bis die Visionen von Smart Grid, Elektromobilität, Smart Home und Co. so gezeichnet sind, dass der Druck, die Stromnetze dafür infrastrukturell fit zu machen, ins Unermessliche steigt. Die Zeit für den Netzausbau ist reif – aber die Politik sollte die Energiekonzerne nicht aus der Verantwortung entlassen.

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