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Cleantech-Startup erzielt Markterfolge mit effizientem OPOC-Motor

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EcoMotors LogoIm Juli 2010 berichtete Cleanthinking.de darüber, dass sich mit Khosla Ventures und Bill Gast Invest zwei extrem bekannte und engagierte Cleantech-Investoren mit rund 23,5 Millionen Dollar an einem kleinen Startup aus Detroit beteiligt haben. Gründer, Technikvorstand und gleichzeitig noch Aufsichtsrat des Cleantech-Startups ist ein Österreicher, der sich bei Volkswagen im Motorenbau einen Namen machte: Prof. Peter Hofbauer war zehn Jahre lang der Motorenentwicklung von Volkswagen und erfand in dieser Zeit den ersten VW-Dieselmotor und den TDI-Motor. Jetzt, einige Jahre später, verzeichnet Hofbauer mit seiner neuesten Entwicklung erste Markterfolge. Mit einem Zweitakter will der Unternehmer nicht nur dem Viertakt-Motor Konkurrenz machen, sondern auch dem Elektroauto.

Ecomotors heisst das Cleantech-Unternehmen von Peter Hofbauer, das gerade auf dem Weg ist, erfolgreich in den Markt einzusteigen: „Ecomotors hat den Zweitaktmotor Opoc vor wenigen Wochen an einen der weltweit führenden Lkw- und Motorenhersteller verkauft. Damit steht der extrem sparsame und zugleich kostengünstige Motor vor dem Durchbruch“, berichtet die WirtschaftsWoche in ihrer aktuellen Ausgabe. Ecomotors und der LKW-Konzern haben den Angaben zufolge Verträge unterzeichnet, in denen sich der LKW-Hersteller bereit erklärt, den OPOC-Dieselmotor zur Serienreife weiterzuentwickeln und ihn in seine mittleren und schweren LKW einzubauen. Der Abschluss des Kontraktes solle in einigen Tagen im Beisein eines Regierungsvertreters bekannt gegeben werden, berichtet die WirtschaftsWoche.

OPEC-Motor: Opposed Piston Opposed Cylinder

Bei dem Motor, dem Bill Gates und Vinod Khosla eine „Entwicklung von globaler Bedeutung“ bescheinigen, handelt es sich um den Zweitaktmotor OPOC – dabei steht OPOC für Opposed Piston Opposed Cylinder. Vorteil: Der Opoc-Motor arbeitet nach dem Zweitaktverfahren, wiegt nur die Hälfte im Vergleich zu einem herkömmlichen Verbrennungsmotor, ist nur halb so groß und soll bis zu 50 Prozent weniger verbrauchen. Zum Laufen gebracht werden kann der OPOC-Motor mit Benzin, Diesel und Ethanol.

Bereits im Jahr 2023 soll das erste Fahrzeug mit OPOC-Motor in China gebaut werden. Der chinesische Autozulieferer Zhongding will 2013 mit der Serienproduktion eines Opoc-LKW-Motors beginnen. Danach solle eine Fertigung für 600.000 PKW-Motoren pro Jahr in Betrieb gehen. Bereits im Mai unterzeichnete Zhongding entsprechende Rahmenverträge für die Entwicklung der Motoren. Der Zulieferer plant ein Opoc-Forschungszentrum in Shanghai, wo einige Hundert Techniker den Motor für den Alltagseinsatz fit machen sollen.

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1 Kommentar
  1. Theodor Meggendorfer sagt

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    bisher wurden vor allem in der WiWo und SPON Artikel über den OPOC-Motor veröffentlicht. Leider muß man im Jahresabstand auf neue Meldungen warten. Demnach sollte der Motor noch im Jahr 2015 in China in größerer Stückzahl produziert werden.
    Können Sie Näheres darüber berichten?
    Mit freundlichen Grüßen,
    Th. Meggendorfer

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