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Sauber in die Zukunft

Elektroauto Audi e-tron

Im September 2018 feiert Audi mit seinem Elektroauto Audi e-tron offiziell die Weltpremiere / Der elektrische SUV tritt als Konkurrent für das Tesla Model X an

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Heute hat für Audi-Fahrer und die Volkswagen-Tochter ein neues Zeitalter begonnen: Mit dem Audi e-tron stellte der Autobauer erstmals ein Serien-Elektroauto vor. Das Ziel ist ambitioniert: Audi strebt CO2-neutrale Mobilität an und dreht an reichlich Stellschrauben, um Trends wie Urbanisierung, Ressourcenknappheit, Digitalisierung und Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Das Premium-SUV ist in Deutschland ab einem Preis von 79.900 Euro zu haben.

Mit e-tron möchte Audi alltagstauglichen Fahrspaß auf die Straße bringen. Dabei spielen Nachhaltigkeit und Vernetzung eine ganz gewichtige Rolle. Die Produktion des Elektroautos aus dem Hause Audi startete Anfang September 2018 im Werk in Brüssel, wie electrive berichtet. Die Großserienproduktion im dortigen Werk erfolgt CO2-neutral.

Der Audi e-tron wird 1,62 Meter hoch, aber nur 1,94 Meter breit sein. Als Referenz dient die Studie e-tron quattro concept, die schon vor einer Weile vorgestellt wurde. Ein wichtiges Merkmal bilden fünf, nur wenige Millimeter dünne OLED-Panels, die unter den Scheinwerfern angebracht sind. Sie sollen als Symbol für alle elektrischen Audi-Modelle dienen. Das coupeartig nach hinten abfallende Dach ist mit Solarzellen bestückt. Auch am Heck sind OLED-Elemente verbaut.

Um die Aerodynamik zu verbessern, bekommt der Audi e-tron keine klassischen, sondern virtuelle Außenspiegel verpasst – zumindest in der Premium-Variante werden die Rückspiegel durch eine Kamera ersetzt. Das Bild dieser virtuellen Spiegel wird auf OLED-Displays ins Innere übertragen.

Audi e-tron: Reichweite, Preise, Reservierung

Elektroauto Audi e-tron kommt
Blick in das Interieur des Audi e-tron Elektroautos.

Der Audi e-tron soll mit einer Reichweite von 400 Kilometern auf die Straße gesetzt werden. Um die zu erreichen, spielt das Rekuperationskonzept das Elektroautos eine entscheidende Rolle: Die Bremsenergie kann automatisch oder manuell zurückgewonnen werden und trägt nach Angaben von Audi zu 30 Prozent längerer Reichweite bei.

Ein Schlüsselfaktor für den sportlichen Charakter und die hervorragende Querdynamik ist die tiefe und zentrale Einbaulage des Batteriesystems. Es sorgt für eine langstreckentaugliche Reichweite. Bei weit mehr als 90 Prozent aller Verzögerungen rekuperiert der Audi e-tron allein über seine E-Maschinen. In Kombination mit dem elektrohydraulisch integrierten Bremsregelsystem, das Audi als erster Hersteller weltweit in einem elektrisch angetriebenen Serienautomobil einsetzt, schöpft der Elektro-SUV sein maximales Rekuperationspotenzial gezielt aus.

Ein Effizienzassistent, der sogar serienmäßig verbaut wird, soll das Verkehrsumfeld sowie das Streckenprofil anhand von Radar, Kameras, Navigationsdaten und Car-to-X-Informationen auswerten udn zu einer besonders sparsamen Fahrweise beitragen.

Die Reservierung ist ab sofort möglich – und zwar unter diesem Link.

Preise des ersten Serien-Elektroautos aus dem Hause Audi wurden im Rahmen der Weltpremiere bekanntgegeben: In Deutschland ist das Elektroauto ab 79.900 Euro zu haben, also etwas günstiger sein als das Tesla Model X.

Mehr Details zum e-tron Prototyp gibt es hier.

Livestream der Weltpremiere des Audi e-tron:

Audi e-tron: Konzept

Das neue Elektroauto Audi e-tron wird in den USA bereits in einer TV-Kampagne rund um die Emmy-Awards beworben. Das sieht dann so aus:

Es handelt sich beim Audi e-tron ganz offensichtlich um einen SUV, das rein elektrisch unterwegs sein soll. Mit einem Batteriepack von insgesamt 95 Kilowattstunden, zwei elektrischen Motoren mit einem Output von 320 Kilowatt und dem möglichen DC-Fast-Charging von bis zu 150 Kilowatt überzeugt der Audi e-tron mit technischen Daten bereits im Vorfeld seiner Weltpremiere. Denn die Ladegeschwindigkeit übertrifft die maximale Ladegeschwindigkeit des Tesla Model X.

Der sogenannte Audi e-tron Charging Service wird Teil eines ganzheitlichen Ladeangebots sein und bietet europaweiten Zugang zu öffentlicher Ladeinfrastruktur. Die Audi-eigene Ladekarte bündelt mehr als 72.000 Ladepunkte von 220 Anbietern in 16 EU-Ländern und ermöglicht damit grenzenlose und sorgenfreie Elektromobilität. Prädestiniert für das Aufladen in dieser Geschwindigkeit ist das Gemeinschaftsunternehmen Ionity, das derzeit entsprechende Schnellladeinfrastruktur an Autobahnen aufbaut. Es ist ein Zusammenschluss von Audi, Porsche, BMW, Daimler und Ford.

„Der e-tron Charging Service schafft Vertrauen in unsere Elektro-Offensive. Nach dem Audi e-tron startet der Audi e-tron Sportback 2019 als zweites Elektroauto und 2020 folgt der Audi e-tron GT von Audi Sport. Auf viele Fragen und Zweifel beim Laden haben wir heute schon die richtigen Antworten“, sagt Peter Mertens, Vorstand Technische Entwicklung bei der AUDI AG.

Audi verbindet hohe Effizienz, emissionsfreies Fahren mit Elektromotor, sportliche Fahrdynamik, große Reichweite und eine Vielzahl von Lademöglichkeiten zu Hause und unterwegs im Konzept des e-tron gekonnt miteinander. Fahraufnahmen zeigt dieses Video:

Audi hat viel vor in Sachen Elektromobilität: Insgesamt vier technische Plattformen und Produktfamilien schaffen die Voraussetzung, E-Fahrzeuge flächendeckend vom A- bis zum D-Segment anzubieten. In enger Vernetzung mit der technischen Entwicklung und weiteren Konzernmarken lassen sich die nötigen Synergien für ein breites und weltweites Angebot heben, das auch wirtschaftlich optimale Erfolgsaussichten aufweist.

Kofferraum des Audi e-tron

Der Audi e-tron und der e-tron Sportback nutzen Komponenten aus dem modularen Längsbaukasten von Audi. Daraus und mit zahlreichen innovativen Technologien, vor allem im Antriebsbereich, entsteht eine eigene Produktfamilie von E-SUV mit elektrischem Allradantrieb quattro. Die Schnell-Ladefähigkeit mit bis zu 150 kW und eine große, langstreckentaugliche Reichweite sind in dieser Klasse der Maßstab.

Noch 2018 wird Audi einen ersten Vertreter einer weiteren E-Plattform vorstellen: Auf der Los Angeles Motorshow gibt das Showcar Audi e-tron GT concept sein Debüt, ein hoch dynamisches Coupé mit flacher Bodengruppe. Die Technik dieses Automobils ist in Zusammenarbeit mit Porsche entstanden – Design und Charakter des e-tron GT concept bringen zugleich ein Maximum an unverwechselbarer Audi-DNA mit.

Ein weiteres Gemeinschaftsprojekt der Entwicklungsabteilungen von Audi und Porsche ist die Premium-Architektur Elektrifizierung, kurz PPE. Sie wird die Basis für gleich mehrere Audi-Modellfamilien mit reinem E-Antrieb bilden, die vom B- bis zum D-Segment volumenstarke Marktbereiche abdecken.

Geplant sind hier sowohl SUV als auch klassische Karosseriekonzepte. Ein besonderes Plus der PPE ist die Konzeption ausschließlich für den Elektroantrieb – dies bedeutet Vorteile beim Gewicht, beim Package und auch den Proportionen der Karosserie.

Hinweis: Erste Version dieses Artikels über den Audi e-tron vom 16. September 2018, aktualisiert am 18. September.
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1 Kommentar
  1. e-driver sagt

    Ein ökologischer Ansatz ist beim ersten E-Modell von Audi nicht erkennbar. Es wird ein dickes SUV mit großem Luftwiderstand, Breitreifen und sehr viel mehr als zwei Tonnen Leergewicht sein, der geschätzt gut 25 kW für 100 km im durchschnittlichen Ganzjahresbetrieb verbrauchen wird. Da geht Audi den selben Weg wie alle sogenannte Premiumhersteller, wie Daimler, Jaguar und wahrscheinlich auch BMW, die ihren Kunden nur mehr die amerikanische Automode, zutraut.

    Das als betont angepriesene weltweit neue Rekuperationssystem ist absolut sinnvoll und notwendig für die Reichweite, aber eben nicht neu, sondern ist schon im Opel Ampera oder Chevrolet Volt aus dem Jahre 2010 im Einsatz.

    Für den Otto Normalverbraucher heisst es warten, bis die Massenhersteller brauchbare Elektroautos (Reichweite ohne Schnick Schnack) entwickelt haben.

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